Nürnberg - Die Spielzeugstadt
Geschichte der Spielzeugstadt

Der Ruf als Spielzeugstadt profilierte sich im 16. Jahrhundert, als Nürnberg bereits eine der bedeutendsten Handelsstädte Europas und mit 25.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt Deutschlands war. Alles begann mit den "Dockenmachern", die bunt bemalte Puppen mit beweglichen Gliedern aus Holz anfertigten. Aus Holz gab es bald alles, was Kinderherzen begehrten: vom stolzen Ritter über die Puppenstube bis hin zum ersten Massenprodukt auf dem Spielzeugmarkt, dem Steckenpferd.
Das 16. und 17. Jahrhundert ließen Nürnberg zu einer Hochburg der Spielzeugfertigung werden. Handwerker wie Schreiner, Flaschner, Hafner, Zinn- und Messinggießer fertigten neben ihren üblichen Erzeugnissen auch Miniaturgegenstände und Spielzeuge. Ende des 17. Jahrhunderts wurde in Nürnberg ein weiterer "Weltschlager" geboren: der Zinnsoldat. Zunächst aber war das Spielen mit den Figuren aus Zinn den Reichen vorbehalten. So bestellte zum Beispiel Frankreichs Ludwig XIV. für seinen Sohn von Nürnberger Künstlern eine ganze Armee.
Im Gegensatz zu Nürnbergs Handel und Industrie erlebten die Spielzeughersteller auch in den folgenden Zeiten einen blühenden Aufschwung. Andere Städte in Deutschland liefen Nürnberg den Rang als führende Handelsstadt ab, der Ruf seines Spielzeugs aber blieb ungebrochen. Die geographische Lage als alte Handelsstadt im Schnittpunkt der Ost-West- und Nord-Süd-Verbindungen machten sie weiter zu einem idealen Umschlagplatz. Und als dann noch die Eisenbahn, deren erste Fahrt Nürnberg noch einmal in den Mittelpunkt Deutschlands stellte, die zeitraubenden Überlandwege verkürzte, war Nürnberger Spielzeug, ob dort hergestellt oder nur umgeschlagen, zu einem festen Begriff in ganz Europa geworden.
Als sich um 1850 der erste Metalldrücker in Nürnberg niederließ, begann das Zeitalter des Blechspielzeugs. Erst von diesem Zeitpunkt an kann man von einer Spielzeugindustrie im klassischen Sinne sprechen. Der Fabrikarbeiter löste den Handwerker ab. Trotzdem: handwerkliches Können und Kreativität waren auch hier weiter gefragt. Besonders auf dem Gebiet der Metallspielwaren hatte Nürnberg, durch seine Tradition in der Herstellung mechanischer Gegenstände, einen großen Vorsprung.
Die Zeit nach dem 2. Weltkrieg brachte auch für Nürnbergs Spielzeughersteller Jahre des großen Umbruchs: Kunststoff hatte mittlerweile den Werkstoff Metall mehr oder weniger verdrängt. Die Hersteller aus dem hiesigen Raum erkannten die Zeichen der Zeit rechtzeitig und stellen ihre Produktionsverfahren um.
Nürnberg und Spielzeug sind also zwei Begriffe, die untrennbar miteinander verbunden sind. Die Spielzeugstadt hat sich im Zentrum der Metropolregion Nürnberg eine Tradition aufgebaut, die bis heute – mit namhaften Produktionsstätten in der Region und durch die Spielwarenmesse® – in der Spielzeugbranche eine wichtige Rolle spielt.
Quelle: Congress- und Tourismus-Zentrale Nürnberg / Wolf R. Scharff

Nürnberger Spielzeugweg
Puppenhäuser und Blechspielzeug verzaubern Sie auf dem Spielzeugweg durch das historische Nürnberg ebenso wie Zinnfiguren, Holzspielzeug und Teddybären. Für Ihre Entdeckungstour haben wir Ihnen eine Route zusammengestellt, die Lust und Laune macht und Ihnen das Finden dieser Schmuckstücke erleichtert.
Laden Sie sich hier den Nürnberger Spielzeugweg als Karte herunter.

Deutsche Spielzeugstraße
Zahlreiche namhafte Unternehmen wie Zapf Creation und playmobil wahren entlang der Deutschen Spielzeugstraße das Erbe der traditionsreichen Spielwarenherstellung. Viele von ihnen bieten ihren Kunden einen eigenen Werksverkauf. Daneben stehen zahlreiche kleine und große Spielzeuggeschäfte zum ausgiebigen Einkaufsbummel bereit.
Weitere Informationen finden Sie unter www.spielzeugstrasse.de

Deutsches Spielearchiv Nürnberg
Seit dem Umzug im Mai 2010 beherbergt Nürnberg den größten Spiele-Schatz Europas: Das Deutsche Spielearchiv Nürnberg. Im Fundus befinden sich über 30.000 Spiele, eine Fachbibliothek mit rund 7.000 Bänden sowie der Nachlass berühmter Spieleautoren wie Alex Randolph und Peter Pallat.
Mehr dazu erfahren Sie auf der Webseite des Spielearchivs Nürnberg...

Spielzeugmuseum Nürnberg
Das im Herzen der Nürnberger Altstadt gelegene Spielzeugmuseum ist Teil des reichen kulturellen Erbes der Spielzeugstadt. Durch das vielfältige Angebot an Veranstaltungen und Ausstellungen kommt hier jeder auf den Spielzeuggeschmack.
Einen ersten Eindruck erhalten Sie auf der Website des Spielzeugmuseums Nürnberg...

Spielzeugsammlung im Germanischen Nationalmuseum
Die Spielzeugsammlung des Germanischen Nationalmuseums umfasst etwa 20.000 Sammlungsobjekte. Im Mittelpunkt stehen die vier großen Nürnberger Puppenhäuser aus dem 17. Jahrhundert und die einmalige Sammlung historischer Papiertheater. Daneben besitzt das Museum Jungen und Mädchenspielzeug, optische Spielwaren und Reformspielzeug.
Weitere Informationen finden Sie unter www.gnm.de









Modellbau, Hobby
Modelleisenbahnen und Zubehör
Technisches Spielzeug, edukatives Spielzeug, Aktionsspielwaren
Puppen, Plüsch, Babyartikel
Spiele, Bücher, Lernen und Experimentieren, Multimedia
Festartikel, Karneval, Fasching
Holzspielwaren und Kunsthandwerk
Lifestyle und Trendartikel
Schulbedarf, Schreibwaren, Kreatives Gestalten
Sport, Freizeit, Outdoor
Baby- und Kleinkindartikel
Mehrbranchengruppe