Spielwarenmesse: Interview Simba Dickie Group: Eltern kaufen mehr Spielzeug für Babys

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09. Dezember 2015 / Macher

Interview Simba Dickie Group: Eltern kaufen mehr Spielzeug für Babys

von Harald Hemmerlein /  Kommentare anzeigen

Eltern und Angehörige geben gerne etwas mehr Geld für den Nachwuchs aus. Die hohe Nachfrage bei Spielsachen für Baby- und Kleinkinder freut Hersteller und Handel. Doch die Ansprüche der Eltern sind verschieden. Hersteller und Spielwarenhändler müssen ihre Zielgruppe kennen, um die passenden Produkte erfolgreich auf den Markt zu bringen. Werner Lenzner, Licensing and Strategic Development Manager, gibt Einblicke, wie das bei der Simba Dickie Group gelingt.

Spielwarenmesse®: Lizenzen spielen auch im Baby- und Kleinkindsegment eine immer wichtigere Rolle. Das leuchtet nicht unmittelbar ein, weil Babys ja noch keine Lizenzthemen kennen. Sollen Menschen möglichst früh an Marken und Lizenzthemen herangeführt werden? Oder sind es die Schenker, die besonders empfänglich sind für erfolgreiche Lizenzthemen auch in diesem Segment?

Werner Lenzner: Lizenzen für Babyspielzeug richten sich an den Käufer, seien es die Eltern, Großeltern, Verwandte oder Freunde. Die Lizenzen sprechen also die Schenker an und nicht die Babys, welchen aber die süßen Motive auch gefallen. Viele der erfolgreichen Lizenzthemen im Baby- und Kleinkindsegment sind Klassiker, die die Schenker oft aus der eigenen Kindheit kennen. Das spiegelt sich auch im Marketing wider. Bei Simba Toys zum Beispiel war die  Werbung für den „Gute Nacht Winnie“ speziell an Erwachsene, insbesondere Mütter ausgerichtet.

Die Spielbedürfnisse und Entwicklungsaufgaben im Babyalter sind in allen Kulturen die gleichen. Beobachten Sie dennoch Unterschiede in den verschiedenen Regionen, was Nachfrage und Produktgestaltung angeht?

W.L.: Definitiv gibt es Unterschiede in den Präferenzen der Verbraucher, seien es die farbliche Gestaltung, Materialien oder auch die Produkte an sich. Außerdem gibt es auch beträchtliche Unterschiede, wieviel unterschiedliche Spielzeuge ein Baby bekommt. Hier sind die Verbraucher in Deutschland zurückhaltender als beispielsweise die Franzosen.

Generell kann man sagen, dass Nordeuropäer eher natürliche Materialien wie zum Beispiel Holz und Textilien bevorzugen, während in Südeuropa und UK mehr Artikel aus Kunststoff gekauft werden. Bei der Simba Dickie Group beispielsweise liegt in Südeuropa der Fokus mehr auf den Baby Produkten von Smoby Toys,  während wir in Deutschland und Nordeuropa verstärkt BIG, Eichhorn und Heros Baby Produkte verkaufen.

Die Anbieter in diesem Segment haben es geschafft, die Geburtenrückgänge in vielen Märkten nicht auf den Absatz ihrer Produkte durchschlagen zu lassen. Das kann eigentlich nur bedeuten, dass pro Kind mehr Umsatz generiert wird. Wie ist das gelungen?

W.L.: Das ist genau richtig. Die sinkenden Geburtenzahlen hatten keinen negativen Effekt auf den Umsatz im Babysegment. Zum einen wurde das Produktangebot erhöht, zum anderen bekommen die Babys mehr Spielzeuge als früher. Hier hat auch der Online Handel dazu beigetragen, da sich dadurch der  Spielwareneinkauf gerade für Eltern von Kleinkindern vereinfachte.

Welche Trends sehen Sie in der Produktentwicklung? Wird der Einzug von elektronischen Komponenten weiter an Bedeutung gewinnen?

W.L.: Der Trend geht auch im Babyspielzeug zu mehr elektronischen Spielwaren. Die Eltern heutzutage haben eine andere Einstellung zur Elektronik als die Generation vor ihnen. Hier spiegelt sich die technische Entwicklung in der Erwachsenenwelt wider. Es wird viel offener mit Elektronik umgegangen.

Nichtsdestotrotz sind für die Entwicklung von Kleinkindern herkömmliche Spielzeuge sehr wichtig und nicht durch Elektronik zu ersetzen.  Vor allem im sensorischen und motorischen Bereich brauchen Kinder ganz traditionelle Spielzeuge ohne Elektronik.

Gerade bei der Erstausstattung von Kinderzimmern beobachtet man sehr unterschiedliche Konsumententypen. In manchen Kinderzimmern sieht es eher natürlich und konservativ aus. In anderen blinkt und tönt es in grellem Rosa beziehungsweise Hellblau. Wie geht Ihr Unternehmen mit diesen unterschiedlichen Typen um?

W.L.: Das umfangreiche Produktportfolio der Simba Dickie Group hält für jeden Geschmack etwas bereit. Gerade im Baby Kleinkind Segment sind wir breit aufgestellt. Von der Holzrassel bis zum Baby Plüsch, dem französischen Design der Cotoons von Smoby Toys oder der Babylinien von Simba Toys und BIG mit einer kräftigeren Farbgestaltung.


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Autor dieses Artikels:

Harald Hemmerlein

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