Spielwarenmesse: Interview Teppino: Wie ein klassischer Spiel­teppich digitale Geschichten erzählt

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Teppino
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25. April 2016 / Macher

Interview Teppino: Wie ein klassischer Spiel­teppich digitale Geschichten erzählt

von Harald Hemmerlein /  Kommentare anzeigen

Toys to Life hat einen weiteren Bereich erobert. Der Spielteppich Teppino der dadda GmbH kombiniert klassisches Spielzeug und digitales Spielen. Auf dem Spielteppich können Kinder haptisch spielen – gleichzeitig können Sie mit der kostenlosen Teppino-App ausgewählte Gebäude auf dem Teppich scannen und spannende Lerngeschichten entdecken. Die Eindrücke der App fließen dann zurück in das kreative Spiel auf dem Spielteppich. Wir sprachen mit David Völker, Geschäftsführer der dadda gmbh und Erfinder der Spielteppich-Innovation Teppino.

Spielwarenmesse®: „Toys to Life“ hat die Verbraucher so begeistert, dass viele Analysten die deutlichen Umsatzzuwächse in vielen Spielwarenmärkten auf den Erfolg dieser Kategorie zurückführen. Teilen Sie diese Einschätzung und springen Sie mit Teppino auf diesen Zug auf?

David Völker: Es ist beeindruckend, wie sich „Toys to Life“ Spielwaren in so kurzer Zeit auf dem Markt etabliert haben. Im weitesten Sinne bewegen wir uns mit Teppino in einem ähnlichen Feld, doch gibt es erhebliche Unterschiede zwischen Teppino und Produkten wie Skylanders oder Disney Infinity. Aus meiner Sicht besteht das Grundprinzip von „Toys to Life“ darin, mit haptischen (analogen) Sammelfiguren das digitale Spielerlebnis zu bereichern. Der Hauptfokus liegt dabei jedoch auf dem digitalen Computerspiel.

Wir verbinden mit Teppino ebenso haptisches Spielzeug und digitale Spielinhalte – doch liegt bei uns der Fokus auf dem haptischen Spiel der Kinder. Mit der Teppino-App erweitern wir klassische Spielzeuge um digitale Inhalte, die das kreative Rollenspiel der Kinder anregen. Unser Ziel ist es, mit unserer App einen konkreten Mehrwert für das haptische Spielerlebnis der Kinder zu bieten. Wir drehen sozusagen das Prinzip von „Toys to Life“ um und stellen das „echte“ Spielzeug in den Mittelpunkt.

Was hat Sie zu dieser Produkt-Idee inspiriert?

D.V.: Die Welt (und auch die Spielzeugwelt) wird immer digitaler. Insbesondere der Erfolg von „Toys to Life“ zeigt meines Erachtens, welche Anziehungskraft das digitale Spielerlebnis auf Kinder ausstrahlt. Dabei haben viele Eltern Vorbehalte und auch Ängste, wenn es um den digitalen Konsum ihrer Kinder geht. Ich bin selbst Vater zweier Töchter und kenne das Dilemma sehr gut, in dem viele Eltern stecken. Mit Teppino möchten wir eine Lösung anbieten, indem wir digitale Spielinhalte so gestalten, dass sie Kinder im kreativen Spielen mit ihrem „echten“ Spielzeug inspirieren.

Wie haben die Besucher der Spielwarenmesse in Nürnberg reagiert?

D.V.: Für uns hat sich die Teilnahme in Nürnberg voll und ganz gelohnt. Sowohl Besucher, als auch andere Aussteller waren sehr interessiert und haben teilweise ausführlich mit unserem Teppino gespielt. Besonders gut angekommen ist, dass wir mit dem „Spielteppich“ ein Produkt digitalisiert haben, das seit Jahrzehnten ein echter Klassiker im Kinderzimmer ist.

Mich persönlich hat beeindruckt, wie viel Zeit sich viele Besucher und auch Hersteller für uns genommen haben. So sind wir mit einem riesigen Haufen voller Feedback zurück nach Hause gefahren. Dieses Feedback nutzen wir nun, um unser Produkt zu verbessern. Auch im Nachgang der Messe hat sich einiges ergeben. Aktuell bin ich beispielsweise nahezu jede Woche unterwegs, um Gespräche mit Händlern und Herstellern zu führen.

Zeichnet sich ab, welche Vertriebsstrategie erfolgreich sein könnte?

D.V.: Als junges Startup haben wir die Chance, alle möglichen Vertriebswege zu testen – und das tun wir aktuell. Wir haben die ersten Partner im Handel gefunden – spannenderweise kommen hier für uns sowohl der Spielwaren-, als auch der Möbelhandel in Frage. Und natürlich sind wir als Digital-Unternehmen auch mit einem eigenen Onlineshop aktiv – und arbeiten mit anderen Partnern aus dem eCommerce zusammen. Auch der Vertrieb über einen großen Hersteller ist für uns denkbar – hier führen wir zurzeit  bereits erste Gespräche.

Ich kann mir vorstellen, dass mit Hilfe der App auch andere Spielwelten zum „Leben“ erweckt werden können. Richtig?

D.V.: Unser nächster Schritt ist - neben der laufenden Weiterentwicklung der App - die Entwicklung weiterer Spielteppich-Themenwelten. Wie Sie sich vorstellen können, ist die Liste der möglichen Themenwelten sehr lang: Von Bauernhof, Pferdewelt, Ritter und Piraten bis hin zum Baustellenteppich. Im Hintergrund planen wir noch sehr viel mehr, was wir jedoch zurzeit noch nicht verraten möchten – da müssen Sie sich bis zum nächsten Jahr in Nürnberg gedulden.


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Autor dieses Artikels:

Harald Hemmerlein

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