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24. April 2017 / Trends

Spielerisch Program­mieren lernen für Kinder jeden Alters

von Maria Costa /  Kommentare anzeigen

Aktuell sehen wir einen Boom bei der Entwicklung von Spielzeugen, die Kindern auf ganz unterschiedliche Art und Weise das Programmieren beibringen sollen. Zweifelsohne ist Programmieren ein Trendthema und wird für alle möglichen Altersstufen in verschiedene Spielzeuge und Spiele integriert, selbst für die ganz Kleinen.

Eltern sind sich mehr denn je der Bedeutung von Programmierkenntnissen im heutigen – und vor allem im zukünftigen – Berufsleben bewusst, denn Computerkompetenzen werden in einer digitalisierten Welt immer wichtiger. Studien zeigen aber auch, dass Eltern sich Sorgen machen, dass ihre Kinder in ihrer Ausbildung nicht die richtigen Kompetenzen für das 21. Jahrhundert mit auf den Weg bekommen. Eine Studie hat zum Beispiel ergeben, dass 90% der amerikanischen Eltern wollen, dass ihren Kindern in der Schule das Programmieren beigebracht wird, jedoch nicht einmal 40% der Schulen in den USA Programmieren in irgendeiner Form unterrichten (LIDT Media Breakfast Special: Serving Up What's Hot in Family, Kids, & Education Innovation. CES Las Vegas, 2017).

Diese Besorgnis und die allgemein gestiegene Bedeutung der MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) führen auch dazu, dass immer mehr Ferienfreizeiten und Wochenendveranstaltungen zum Thema Robotik angeboten werden. All das trägt natürlich mit dazu bei, dass Spielzeuge, mit denen Kinder sich an das Programmieren herantasten können, immer beliebter werden. Und es ist spannend, den Spielzeugproduzenten über die Schulter zu schauen, wenn diese durch die Aufnahme von Programmierfunktionen in ganz unterschiedliche Sortimentsgruppen kreative und innovative Impulse in den Markt bringen.

Programmieren für alle Altersgruppen – mit und ohne technische Unterstützung

Einige der neuesten Spielzeuge, mit denen Kindern das Programmieren beigebracht werden soll, zielen auf die ganz Kleinen ab. Mit ihnen werden leicht erlernbare Programmiergrundlagen vermittelt, die noch dazu Spaß machen. Zu den Vorreitern gehören hier:

  • LittleBits: „Einfach zu handhabende elektronische Bauklötze, die jedes Kind zu einem Gestalter und Erfinder werden lassen“
  • Cubetto von Primo Toys: „Ein netter Roboter aus Holz, der Kindern die Grundlagen des Programmierens durch Abenteuer und praktisches Spiel vermittelt“
  • Cubelets: „Programmierklötze helfen Kindern schnell und einfach dabei, ihre mentalen Fähigkeiten zu verbessern“

2016 sind viele weitere Anbieter dazugekommen. Zu den interessantesten gehören hier:

Cubico AR
Cubico AR

Dieses Jahr kam mit Cubico AR eine wichtige Neuheit auf den Markt. Cubico AR wurde für Vorschulkinder entwickelt und kombiniert physisches Spiel mit Augmented Reality, wodurch auf ganz spannende und interaktive Weise Programmierfähigkeiten vermittelt werden. Um spielen zu können, muss das Kind mithilfe eines Systems von Bauklötzen entscheiden, welche Aktionen seine im Vorfeld erstellte Figur in dem digitalen Spiel ausführen soll.

Manche Programmierspiele sind sehr technisch, während andere darauf setzen, Programmierfähigkeiten auf unkonventionelle Art und Weise mithilfe analoger Materialien zu vermitteln. Ein Beispiel dafür ist das Let's Go Code! Aktivitätsset von Learning Resources, mit dem Kinder frühzeitig und ohne Einsatz von Elektronik an das Programmieren herangeführt werden. Es geht darum, einen Irrgarten zu durchschreiten, indem Schaumstoffmatten in einer bestimmten Reihenfolge angeordnet werden. Anschließend müssen die Kinder die programmierten Befehle ausführen, indem sie hüpfen, sich drehen oder einfach nach vorne gehen. Mit Programmieren kann also auch körperliche Aktivität gefördert werden!

Programmieren wird an alle möglichen Spielzeugarten angepasst

Am meisten beeindruckt mich persönlich an diesem Trend, wie geschickt die Hersteller traditionelles Spielzeug neu erfinden und in Spiele verwandeln, die den Kindern das Programmieren auf ganz unterschiedliche Weise nahebringen. Meistens geschieht dies mithilfe von Apps, die einfache, intuitiv erfassbare Symbole enthalten, die auf bestimmte Art und Weise angeordnet werden müssen. So können Kinder alle möglichen Spielzeuge programmieren, den Verlauf eines Spiels steuern und auch festlegen, wie sich ein bestimmtes Spielzeug bewegen und interagieren soll. Dadurch werden die Kinder in die Lage versetzt, Spiele selbst zu entwickeln und zu gestalten!

Wie zum Beispiel mit dem Hackaball, einem Ball, der Programmieren und körperliches Spiel sowohl im Freien als auch im Kinderzimmer fördert. Dance Code Belle, eine Puppe von Hasbro, die dieses Jahr auf den Markt gekommen ist, ist ein weiteres Beispiel dafür, wie herkömmliches Spielzeug durch die Integration von Programmierelementen aufgewertet werden kann.

Natürlich ist dieser Trend auch nicht an den guten alten Bauklötzen vorbeigegangen. Bauen und Programmieren passen sowieso gut zusammen, weil Kinder so alles erschaffen können, was sie nur wollen. Ein gutes Beispiel ist Robo Wunderkind – hier können Kinder ab fünf Jahren ihren eigenen beweglichen Roboter zusammenbauen, indem sie intelligente Bausteine miteinander verbinden und mit einer intuitiv funktionierenden visuellen App programmieren. Ähnlich funktionieren die Tinkerbots, mit denen Kinder Roboter bauen können, die sich auch noch fernsteuern lassen und mit Legosteinen erweitert werden können.

Kids playing with Robo Wunderkind
Robo Wunderkind
Robo Wunderkind app
Robo Wunderkind app

Programmieren muss nicht schwierig sein

Weil Programmierkenntnisse gesellschaftlich als so erstrebenswert angesehen werden, bieten sich der Spielwarenbranche zahlreiche Chancen für Innovationen. Und wie wir gesehen haben, können alle möglichen Spielzeuge um eine Programmierfunktion erweitert werden und somit Kinder aller Altersgruppen ansprechen, sowohl Jungs als auch Mädchen.


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Autor dieses Artikels:

Maria Costa, AIJU

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