Spielwarenmesse: Storyplaying: Wenn Spielzeuge ihre eigenen Geschichten erzählen

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Storyplaying: Wenn Spielzeuge ihre eigenen Geschichten erzählen
  Marketing

05. Juli 2017 / Marketing

Storyplaying: Wenn Spielzeuge ihre eigenen Geschichten erzählen

von Spielwarenmesse eG /  Kommentare anzeigen

Die Fantasie ausleben, in verschiedene Rollen schlüpfen und Erfahrungen fernab der Realität machen: Es sind die Grundlagen für jede spielerische Tätigkeit. Jedes Spielzeug hat seine eigene Geschichte. Sie kann der eigenen Fantasie entspringen wie es unter anderem bei Rollenspielen und dem Spiel mit Handpuppen der Fall ist. Ebenso kann sie ihren Ursprung in Filmen, Serien, Büchern oder anderen Spielbereichen wie beispielsweise Videospielen haben. Auch heute noch hat das Storytelling nichts von seiner Bedeutung eingebüßt wie die zahlreichen Lizenzspielzeuge, die aktuell auf dem Markt sind, eindrucksvoll beweisen. 

Die Frage, die sich vorneweg stellt: Warum sind Lizenzen überhaupt so erfolgreich? 

Die Antwort darauf ist einfach: Die Kinder lernen die Charaktere im Vorhinein schon bestens kennen und identifizieren sich mit ihnen. Zwar bietet  das Lizenzgeschäft oft fertige Spielewelten an und minimiert somit den Aufwand für Spielwarenhersteller, jedoch muss man dabei natürlich die Lizenzgebühren im Auge behalten. Einige Spielwarenhersteller erschaffen deshalb eigene Welten mit eigenen Storylines und Charakteren. Für den Handel bedeutet das, auch diese Strömung zu beobachten und eventuell für sich zu nutzen.

Eine eigene Welt mit vielen Geschichten

The LEGO NINJAGO Movie - Trailer

Viele bekannte Spielwarenhersteller statten ihre Spielzeuge mittlerweile mit eigenen Hintergrundgeschichten aus. Ein sehr populäres Beispiel ist die Ninjago®-Reihe von LEGO. Zu den Spielzeugen wurde eine eigene Serie in Zusammenarbeit mit dem Produktionsunternehmen WilFilm ins Fernsehen gebracht, die sich hoher Beliebtheit erfreut. Das erste Mal ausgestrahlt wurde die Serie von Cartoon Network im Jahr 2011. Die Handlung spielt in der fiktiven Welt von Ninjago® und als Hauptakteure treten die sechs Ninjas Jay, Kai, Zane, Cole, Nya und Lloyd auf. Bislang gibt es sechs Staffeln und dieses Jahr warten LEGO und WarnerBros bereits mit dem nächsten Highlight auf: The LEGO Ninjago Movie wird im September dieses Jahres auf der Leinwand erscheinen.

Mit Ninjago® hat LEGO vorgeführt wie das Storytelling rund um Spielwaren das Geschäft nach vorne bringen kann. Zwischenzeitlich hatte LEGO mit Lieferengpässen zu kämpfen, weil die Nachfrage enorm hoch war.  Man brachte sogar ein eigenes Trading Card Game heraus und erweiterte die Spielewelt somit um weitere Facetten.

Interaktiv die Story mitgestalten

Nicht nur eigens produzierte Fernsehserien sind eine Möglichkeit des Storytellings. Auch mit Hilfe von Apps können Fantasiewelten erschaffen werden.  Hasbro hat für sein Produkt StarLily aus der Furreal Friends-Reihe eigens solch eine App entwickelt. Es können Abenteuer auf dem Bildschirm des Smartphones oder Tablets erlebt werden, die durch Aktionen mit dem Spielzeug StarLily beeinflusst werden. Es wird somit ein interaktives Erlebnis geschaffen, wodurch die Bindung zu StarLilly nachhaltig gestärkt wird.

StarLily von den FurReal Friends wird per App bedient
StarLily aus der FurReal Friends-Reihe von Hasbro

Zusätzliche Inhalte gibt es auch für die Bean Dolls von Patrick n Friends. Hier werden neben Apps zum spielerischen Lernen, auch  kleinere Video-Episoden über Youtube angeboten, welche sehr liebevoll gestaltet sind. Des Weiteren können viele kleine Accessoires und Spiele hinzugekauft werden. Auch Patrick und seine Freunde werden so in einen Kontext gebracht und werden zum sympathischen Wegbegleiter für die Kinder.

Klassisches Storytelling in gedruckter Form

PLAYMOBIL nutzt dieses Mittel sehr gerne und erzählt in kurzen Comics Geschichten rund um die Abenteuer der Spielzeugfiguren. Sie erscheinen acht Mal im Jahr im PLAYMOBIL-Magazin, das abonniert werden kann. Kinder von vier bis sieben Jahren können auf diese Weise mit Ihren PLAYMOBIL-Helden mitfiebern und bekommen neue Inspiration für ihr Spielerlebnis.

Chancen für den POS

Für den Handel ergeben sich Möglichkeiten, die von den Herstellern zur Verfügung gestellten Zusatzinhalte, am POS wirksam in Szene zu setzen. Der Handel sollte deshalb versuchen, die aktuellen Storylines zu verfolgen und nicht nur das Sortiment danach auszurichten, sondern durch die thematische Präsentation der Spielwaren Interesse am Kauf von Zusatzprodukten zu erwecken. Große Spielewelten, begleitende Medieninhalte und Merchandising-Produkte ergänzen die klassischen Spielwarenprodukte und helfen dabei, den Absatz zu stärken. Verschiedene Spielprinzipien können miteinander verknüpft werden und dadurch die Fantasie der Kinder anregen. 


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Autor dieses Artikels:

Spielwarenmesse eG

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