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14. Dezember 2016 / Trends

Technologisches Spielzeug für Babies und Kleinkinder

von Maria Costa /  Kommentare anzeigen

Babyspielzeug wird immer anspruchsvoller und durchdachter. Zum einen ist es immer besser den kindlichen Entwicklungsphasen angepasst, zum anderen steckt immer mehr Technik drin. Die Auswahl und die Menge an Babyspielzeug, das technische Komponenten enthält, wird immer größer - von Geräten mit Touchscreen bis hin zu ganz neuartigen Technologien.

Touchscreen-Geräte und Spielzeug

Manche Spielzeuge bieten dadurch einen Mehrwert, dass sie sowohl traditionell als auch digital bespielt werden können, indem sie sich mit Touchscreen-Geräten verbinden lassen. Es gibt hier eine Reihe von Spielzeugen für Kinder aller Altersklassen, die neu designt und aufgelegt wurden. Ein Beispiel, das ich persönlich ganz toll finde, ist Furby Connect und die dazugehörige App mit einem Spielangebot für Kinder ab sechs Jahren.

Angeboten werden aber auch spannende technische Spielzeuge für die Unterdreijährigen, die per App gesteuert werden. Tiggly Shape war eines der ersten Produkte, die physisches Spielen mit der Interaktion über eine App kombiniert haben. Dabei müssen die Kleinen Formen auf einer vorgegebenen Fläche auf dem Bildschirm ablegen und lernen so Farben und Formen kennen. Das international vertriebene Spiel hat zahlreiche Preise von Eltern und aus der Spielwarenbranche erhalten. Mittlerweile wird Tiggly Shape sogar an Schulen verkauft.

Tiggly Shapes
Tiggly Shapes

Ein weiteres gut designtes innovatives Spielzeug ist Edwin die Ente, mit der sich alles Mögliche anstellen lässt. Mithilfe der App können die Kinder interaktive Geschichten hören und edukative Spiele ausprobieren. Wie es sich für eine Gummiente gehört, kann man Edwin auch mit in die Badewanne nehmen, dort damit spielen und Musik hören, während gleichzeitig die Wassertemperatur gemessen wird. Zur Schlafenszeit funktioniert Edwin als Nachtlicht, singt Schlaflieder und kann sogar Schlafgeräusche von sich geben.

Ebenfalls interessant ist das neue Cabbage Patch Baby. Die Puppe hat einen LCD-Bildschirm in ihren Augen und Sensoren in Kopf, Armen und Beinen, über die sie mit einer App verbunden ist, mit der Schlaf-, Essens- und Spielzeiten nachverfolgt werden können. Ein altes herkömmliches Spielzeug also, das an die Neuzeit angepasst wurde.

Bei Bauklötzen hat Chicco mit seinen „Chicco App Toys Blocks“ die Nase vorne. Mithilfe dieser Augmented-Reality-Reihe können Kinder mit Bauklötzen spielen und gleichzeitig virtuell mit Piraten, Rittern und Dinosauriern interagieren. Mit Happy Tab hat Chicco außerdem ein für Kinder ab 18 Monaten entwickeltes Tablet auf den Markt gebracht.

Wie beeinflussen Touchscreens die Entwicklung von Spielzeug?

Wichtig ist hier zu wissen, dass aktuell zwar mehrere Produkte mit Apps entwickelt werden, die auf Kinder ausgerichtet sind, die unter drei und manchmal sogar unter zwei Jahren alt sind, es bisher aber keine Informationen darüber gab, wie die dazu passenden digitalen Inhalte für diese sehr schutzbedürftige Zielgruppe gestaltet sein sollten. Aus diesem Grund haben das Technologische Institut für Kinderprodukte AIJU und die Polytechnische Universität von Valencia kürzlich gemeinsam einen Leitfaden für die Entwicklung von Apps veröffentlicht, die besser auf die Bedürfnisse von Kindern unter zwei Jahren abgestimmt sind.

Bei der Entwicklung von Spielzeugen mit Touchscreens soll es um mehr gehen als die bloße Integration von Apps. Ein gutes Beispiel ist das Aktivitätscenter von Fisher-Price mit dem Namen Bright Beats Smart Touch Play Space. Hier hat das Unternehmen das Konzept der Berührungsempfindlichkeit so umgesetzt, dass das Produkt mit dem Kind interagiert, indem es auf Berührung mit Musik, Licht, Farben und Liedern reagiert.

Programmieren für Babys

MINT-Spielzeuge, also Produkte, bei denen Naturwissenschaften und Technik im Mittelpunkt stehen, beeinflussen die Branche ebenfalls. In dieser Kategorie sehe ich eine deutliche Zunahme an Spielzeugen, die selbst ganz kleinen Kindern das Programmieren spielerisch näherbringen. Beliebte Beispiele sind der Code-a-pillar von Fisher-Price oder der Cubetto von Primo. Mit dem Primo können Kinder laut Hersteller sogar schon programmieren lernen, bevor sie lesen können.

Originelle und witzige Roboter, die dem Nachwuchs das Programmieren schmackhaft machen sollen, dringen ebenfalls in den Markt vor. So zum Beispiel der Bee-Bot, ein aufladbarer Roboter in Bienenform, der über den Boden fährt und mit dem das Unterrichten und Lernen im Klassenzimmer verbessert werden sollen, oder der durch Crowdsourcing entstandene Plobot, mit dem das Programmieren spielend erlernt werden soll.

Hands on coding for ages 3 and up

Interactive toys

Chat and Learn Reading Monkey von VTech
VTech: Chat and Learn Reading Monkey

Interaktives Spielzeug

Aber der Einsatz von Apps ist nur ein Teil der neuen Entwicklung, denn grundsätzlich werden sämtliche Arten von Spielwaren immer interaktiver. Auf der letzten Spielwarenmesse gab es zum Beispiel kleine Spielzeughunde zu sehen, die immer mehr Befehle verstehen, oder Puppen, die immer echter wirken. Hier einige Beispiele mit Hunden und Tieren überhaupt: Georgie von MGA, die Little Live Pets von Lil' Puppy oder die FurReal Friends-Katze Bootsie von Hasbro.

An Puppen wären hier zu erwähnen die Baby Alive Lernt Laufen von Hasbro, die Baby Amaze Doll von VTech oder das Bébé Louis von IMC Toys - alles beeindruckende Beispiele für Puppen, die mehr können und besser auf Ansprache und Berührung durch Kinder reagieren. Manche dieser Puppen animieren zum Lernen von Wörtern und zum Lesen.

Dieses Ziel verfolgen auch vergleichbare interaktive Spielangebote wie der Affe aus der Tip Tap Baby Tiere-Serie von VTech, der das Kind im wahrsten Sinne des Wortes nachäfft und auf Ansprache reagiert. Gleichzeitig macht das Kerlchen Lust aufs Lesen und fördert Kinder auf vielerlei andere Art und Weise.

Nicht nur Puppen, Stofftiere und andere Spielzeugtiere werden immer interaktiver, sondern auch Zubehör. Zum Beispiel die interaktive Toilette von Baby Born, die verschiedene Geräusche wie Beifall, Kichern und Spülen von sich gibt. LeapFrog Musikalische Regenbogen Teeparty ist ein Teeservice, das leuchten, sprechen und singen kann und Kindern so Farben, Kombinationen, Etikette und Zählen beibringt.

Warum den neuen Technologien die Zukunft gehört

Zum Glück hat die Branche diese neuen Technologien gut aufgenommen, sodass sogar Spielzeug für die ganz Kleinen schon die neuesten technischen Innovationen nutzt. Spielsachen, die in hohem Maße interaktiv und realitätsnah sind und gleichzeitig das Lern- und Spielerlebnis von Kindern von frühester Kindheit an verbessern, haben große Chancen, bei Familien zu punkten. Diese Entwicklung sollte man als Einzelhändler im Hinterkopf haben, wenn man sein Sortiment für 2017 aufbaut.


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Autor dieses Artikels:

Maria Costa, AIJU

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