Spielwarenmesse: 333 Millionen Euro Werbung für Spielwaren

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333 Millionen Euro Werbung für Spielwaren

10. Oktober 2017 15:56 Uhr:

2016 investierte der Spielwarenmarkt laut Nielsen 333 Mio. Euro in Werbung, ein Plus von 5,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr

Das letzte Jahresviertel ist bekanntlich mit Abstand das werbeintensivste der Spielwarenbranche. Ein besonderer Fokus liegt auf dem Monat November, in dem rund ein Drittel der Bruttowerbeaufwendungen eines Jahres platziert werden, um das Weihnachtsgeschäft anzukurbeln. Das ist das Ergebnis von Nielsen, einem globalen Performance Management Unternehmen, das Informationen und Erkenntnisse zum Medien- und Konsumverhalten von Verbrauchern liefert.

Nintendo, LEGO und Hasbro nehmen 40 Prozent des Gesamtwerbemarkts für Spielwaren ein

2016 investierte der Spielwarenmarkt (Gesellschaftsspiele, Spiel-Computer und Spielzeug) insgesamt 333 Mio. Euro in Werbung. Dies ist ein Plus von 5,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und somit ein ähnliches Wachstum wie im Gesamtwerbemarkt (+5,8 Prozent). Im Zeitraum von Januar bis August 2017 platzierten sich die Hersteller Nintendo (20 Mio. Euro), LEGO (12 Mio. Euro) und Hasbro (10 Mio. Euro) auf den ersten drei Plätzen des Wettbewerberrankings. Bemerkenswert ist auch das Unternehmen Rofu auf Platz 10, welches seine Werbespendings um deutliche 25 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum steigerte.

Der Mediamix des Spielwarenmarktes wird dominiert von TV (86 Prozent in Q4 2016). ,,Allerdings werden Online Video Ads in den ersten Monaten des Jahres 2017 immer beliebter und machten im Juni 2017 mehr als 10 Prozent am Gesamtwerbeaufkommen aus”, weiß Dirk Reinbothe, Director Marketing Effectiveness bei Nielsen in Deutschland.

Disney, Star Wars oder Transformers - Lizenzspielzeug wird immer beliebter

Untersucht man das für die Branche wichtigste Medium – TV – auf seinen Anteil an Lizenzspielware, stellt sich heraus, dass fast 15 Prozent der Werbeaufwendungen zur Promotion von Lizenzspielzeug genutzt werden. Dies waren immerhin 26 Mio. Euro allein im letzten Quartal 2016.

Die Spielwarenindustrie setzte bei Lizenzspielzeug im 4. Quartal 2016 besonders auf Lizenzen von Disney (45 Prozent), wobei Star Wars dabei fast die Hälfte der Disney Spendings auf sich vereinte. Transformers folgte auf Platz 2 mit nur 8 Prozent Anteil an den gesamten Spendings.

Mit einem gemeinsamen Anteil von rund 50 Prozent sind Hasbro und Mattel die größten Lizenznehmer im 4. Quartal 2016. Neben dem Top Thema „Transformers“ nutzte Hasbro zusätzlich Lizenzen von Star Wars und der Eiskönigin sehr intensiv. Somit sind sowohl Disney als auch DreamWorks bei Hasbro mit ihren Figuren vertreten.

Die Saisonalität wird sich auch 2018 weiter fortsetzen

,,Mit Hilfe der historischen Daten der Nielsen Werbestatistik und dem Prognoseverfahren ‚ARIMA Modellierung‘ können wir die Entwicklung des Spielwarenmarkts für die kommenden Quartale prognostizieren”, erklärt Dirk Reinbothe. ,,Die Analyse prophezeit einen leichten Rückgang der Bruttowerbeaufwendungen in Q4 2017. Statt 200 Mio. Euro in 2016 sollen Ende 2017 nur 196 Mio. Euro für Spielzeug-Werbung in die Hand genommen werden. Im 4. Quartal 2018 ist jedoch ein erneuter Anstieg der Werbeausgaben zu erwarten.”

Betrachtet man die einzelnen Medien, wird deutlich, dass TV auch im kommenden Jahr mindestens 80 Prozent des Gesamtwerbeaufkommens für sich beansprucht. Die Mediengruppe Internet wird im 4. Quartal 2018 um 2,6 Prozent wachsen, während Investitionen in Printwerbung zurückgehen. Der Bereich Out-of-Home unterlag in der Vergangenheit großen Schwankungen und wird auch in Zukunft Veränderungsraten von -100 bis +70 Prozent verzeichnen. Insgesamt bleibt der Anteil von OOH-Werbung im Spielzeugmarkt mit rund 2 Prozent jedoch sehr gering.

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