Spielwarenmesse: Disruption: Warum Spielen die Wirtschaft retten kann

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Disruption: Warum Spielen die Wirtschaft retten kann

25. April 2019 13:07 Uhr

  • Kontrolliertes Spielen ist eine Fähigkeit moderner Unternehmen. Sich in diesen Zustand des Spielens und Experimentierens zu versetzen, ist genau das, was mit der Transformation des Mindset im Digitalen gemeint ist.

Es schmückt alle, die es trompeten, und schüchtert die ein, für die es bestimmt ist: Wohl kaum ein anderes Wort wurde in der Tech-Szene in den letzten Jahren so inflationär benutzt wie Disruption. Man will mit diesem Wort zum Ausdruck bringen, dass etwas Bestehendes durch etwas Neues und Besseres kaputt gemacht wird. Das Gewaltvolle in diesem Wort unterstrich immer auch die Intention all derer, die es benutzt haben: nämlich „to move fast and break things“.

Disruption beschreibt im Kern, dass Technologie dazu tendiert, in einem schnelleren Maße besser zu werden, als die Nutzerbedürfnisse steigen, für die sie ursprünglich entwickelt wurde. Das ist jedoch lediglich ein Aspekt der Definition – und der zweite ist vielleicht sogar der interessantere: Das Wort bedeutet auch, dass neue Produkte und Services in ihrem Anfang oft nicht gut genug, manchmal sogar richtig schlecht sind, aber eben in großen Sprüngen besser werden können.

Clayton Christensens „Disruptive Theory“ wurde zu einem Synonym für Fortschritt, ohne dass zwangsläufig verstanden wurde, wie dieser Fortschritt entsteht. Chris Dixon, General Partner bei Andreessen Horowitz, stellt fest: „Produkte sind Prozesse“ und das „Next Big Thing“ sieht oft aus wie ein Spielzeug und wird von der Konkurrenz unterschätzt, weil es in seiner ersten Version die Nutzerbedürfnisse nur unbefriedigend bedient.

Das sei insbesondere in Deutschland ein Problem, wo sich Innovationen im Onlinebereich häufig aus der Betriebswirtschaft heraus und nicht aus dem Ingenieurswesen entwickelt haben.

Die Kraft des Spielens zu unterschätzen, hat drei konkrete Folgen:

1. Ein Management, das nicht spielt, steht auf der Bremse
2. Wer nicht spielen will, verödet in der Perfektion
3. Wer nicht spielen kann, verliert die Lust für die letzte Meile

t3n.de

 

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