Spielwarenmesse: Kindersicherheitstag: Hohe Sicherheitsstandards bei Spielwaren

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Kindersicherheitstag: Hohe Sicherheitsstandards bei Spielwaren

09. Juni 2016 15:18 Uhr:

DVSI sieht politischen Handlungsbedarf im Kampf gegen unsichere Produkte und Plagiate  

Die Sicherheitsstandards bei Spielwaren aus der Produktion der Mitgliedsunternehmen des Deutschen Verbands der Spielwarenindustrie (DVSI) sind in den vergangenen Jahren auf einen enorm hohen Wert gestiegen. Darauf weist der DVSI im Zusammenhang mit dem Kindersicherheitstag am 10. Juni 2016 hin. „Die Sicherheit der Produkte hat für uns höchste Priorität. Unsere Mitgliedsfirmen haben den Anspruch, nicht nur sämtliche gesetzlichen Anforderungen einzuhalten, sondern die Grenzwerte sogar deutlich zu unterschreiten. Damit werden Qualität und Sicherheit der Spielwaren unserer Hersteller garantiert“, stellt DVSI-Geschäftsführer Ulrich Brobeil fest.

Gleichzeitig sieht der DVSI politischen Handlungsbedarf im Kampf gegen Plagiate und nicht sichere Produkte. „Die Vertriebswege von Produktpiraten und unseriösen Herstellern, vor allem aus Ostasien, müssen gekappt werden. Die Politik ist gefordert, die Ströme unsicherer und gefälschter, vor allem über das Internet vertriebener Spielwaren aus dem Ausland nach Deutschland einzudämmen“, fordert Ulrich Brobeil. Der DVSI setze sich dafür ein, dass Betreiber von Internet-Plattformen für den Verkauf von unsicheren und gefälschten Waren in Verantwortung genommen werden.  

Während die Mitgliedsunternehmen des DVSI und des europäischen Verbands TIE ihre Spielwaren nach den Regeln der EU-Spielzeugrichtlinie und damit auf Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse und gesetzlicher Vorgaben produzieren, führen regelmäßig Plagiate und unsichere Spielzeuge das Ranking „Rapid Exchange of Information Systems (RAPEX)“, das Schnellwarnsystem der Europäischen Kommission, an. Diese nicht tolerierbaren Produkte vernichteten Arbeitsplätze in der deutschen Spielwarenindustrie und verursachten großen finanziellen Schaden.

In Zentren von Logistik-Dienstleistern wie Amazon würden die Produkte der unseriösen Händler und Verkäufer eingelagert, weil die Internetverkaufsportale in einer Rechtslücke agieren: Die Marktüberwachung kann die Ware nur beschränkt kontrollieren, die Finanzämter können keine Steuern eintreiben. Chinesische Hersteller müssten bei Steuerhinterziehung, Verletzung von gewerblichen Schutzrechten und Umweltvergehen durch ihre unsicheren Produkte keine Bußgelder und andere Konsequenzen fürchten, weil sie von deutschen Behörden nicht belangt werden könnten. Deshalb fordert der DVSI, dass Betreiber von Internet-Plattformen für den Verkauf von unsicheren und gefälschten Spielwaren verantwortlich gemacht werden.

Die im DVSI zusammengeschlossenen Unternehmen würden nur Spielwaren auf den Markt bringen, die höchsten Sicherheitsanforderungen genügen. „So stellt die Industrie sicher, dass die Spielzeuge neben dem Spaß beim Spiel auf einen in jeder Hinsicht gefahrlosen Umgang ermöglichen“, erklärt Ulrich Brobeil. Würden dennoch einmal Mängel ermittelt, würden diese beseitigt, so dass Kinderspielzeug jederzeit unbedenklich und sicher auf den Markt komme.

Nach Angaben des DVSI-Geschäftsführers ist sich die Spielwarenindustrie ihrer besonderen Verantwortung gegenüber Kindern und Jugendlichen bewusst. Die auf europäischen Vorgaben beruhenden und unter Mitwirkung des Verbraucherschutzes entstandenen Richtlinien hätten zu einem hohen Sicherheitsniveau geführt. Zudem werde die Spielzeugrichtlinie laufend den wissenschaftlichen Erkenntnissen angepasst, um maximale Sicherheit der Kinder zu gewährleisten.

Aus Sicht von Ulrich Brobeil können auch Eltern zum sicheren Spielen ihrer Kinder beitragen, in dem sie darauf achten, dass Spielzeuge das CE-Kennzeichen tragen. „Dies bestätigt, dass ein Spielzeug mit diesem Zeichen sämtliche vorgeschriebenen Sicherheitsanforderungen erfüllt, wie sie von der europäischen Spielzeugrichtlinie auf Basis neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse vorgegeben werden“, konstatiert der DVSI-Geschäftsführer.

Das Motto des diesjährigen Kindersicherheitstages – „Kindersicherheit ist bunt“ – sei auch auf die Spielwaren übertragbar, „Auch sicheres Spielzeug ist bunt“, sagt  Susanne Betz, die im DVSI für das Zentrale Management Spielzeugsicherheit zuständig ist. „Wir bieten unseren Mitgliedsunternehmen gerade im Bereich Sicherheit monatlich Service- und Schulungsveranstaltungen an, um die Mitarbeiter mit Standards und Regularien vertraut zu machen und neue Regelungen zu vermitteln“, erklärt die studierte Chemikerin.  


Der DVSI mit Sitz in Nürnberg vertritt die Interessen von 230 Unternehmen. Die Mitgliedsfirmen repräsentieren mit ihren Marken mehr als 80 Prozent der Spielwaren in Deutschland. Ein großer Teil der Mitgliedsunternehmen hat sich in Fachgruppen organisiert, die kooperative Mitglieder des DVSI sind. Entsprechend der internationalen Ausrichtung sind auch ausländische Hersteller Mitglieder im DVSI. Die Integration der Branche wird durch den europäischen Verband TIE (Toy Industries of Europe) gefördert. Der DVSI ist Mitglied im internationalen Verband ICTI (International Council of Toy Industries). Die Verbandspolitik wird von einem ehrenamtlichen Vorstand und der Geschäftsführung gestaltet. Geschäftsführer des DVSI ist der Jurist Ulrich Brobeil. Der DVSI feiert am 30. Juni in Nürnberg sein 25-jähriges Bestehen.

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