Spielwarenmesse: Sicherheit: Problematische Nickelfreisetzungen auch bei kleinen Spielwarenfahrzeugen?

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Sicherheit: Problematische Nickelfreisetzungen auch bei kleinen Spielwarenfahrzeugen?

16. April 2018 15:00 Uhr:

ECHA will auch kleine Spielwaren in Leitlinie zur REACH Beschränkung von Nickelfreisetzungen einschließen

Nach einer Information des europäischen Dachverbandes Toy Industries of Europe (TIE), plant die ECHA (European Chemical Agency) in ihrem Entwurf der Leitlinie zur REACH Beschränkung von Nickelfreisetzungen von Spielzeug, auch kleine Spielzeugautos und -züge in deren Umfang einzuschließen.

Die ECHA ist der Meinung, dass Spielzeugautos und -züge, die ein Kind über einen längeren Zeitraum in den Händen halten könnte, in den Umfang der Beschränkung fallen.

Dies hätte zur Folge, dass Hersteller die Konformität beweisen müssten und bei Nichteinhaltung die Produkte vom Markt nehmen müssten oder sogar eine RAPEX Meldung zu befürchten hätten.

TIE argumentiert mit folgenden Punkten gegen eine Aufnahme von Spielzeugautos und -zügen:

  • Die Aufnahme ist rechtlich inkorrekt, da Spielzeugautos und -züge nicht dafür vorgesehen sind direkt und für einen längeren Zeitraum Hautkontakt zu haben, was aber laut der Beschränkung Bedingung ist
  • Es gibt keinen Beweis für Nickelsensibilisierungen durch Spielzeugautos und -züge
  • Hersteller werden vor zusätzliche Hürden, finanziell und organisatorisch, durch zusätzliche Prüfungen gestellt

Der Deutsche Verband der Spielwarenindustrie (DVSI) teilt die Meinung von TIE, dass kleine Spielzeugautos und -züge nicht den Bedingungen für längeren und direkten Hautkontakt entsprechen und demnach nicht im Umfang der Nickelbeschränkungen nach REACH Anhang XVII aufgenommen werden dürfen.

Dementsprechend hat der Verband die die deutschen Mitglieder des CARACAL (Competent Authorities for REACH and CLP) um Unterstützung gebeten.

Quelle: DVSI

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