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bio!TOY II Konferenz zieht Marken an

Die Spielwarenindustrie sucht nach nachhaltigen Kunststoffen und Informationen

Mehr als hundert internationale Teilnehmer und Teilnehmerinnen verfolgten am 7. und 8. September in Nürnberg die zweite Ausgabe der vom bioplastics MAGAZINE und der Innovationsberatung Dr. Käb veranstalteten bio!TOY Konferenz. Darüber informierten die Veranstalter jetzt.

Das Treffen der Spielwarenhersteller mit Kunststoffunternehmen demonstrierte das hohe Interesse der Branchen an nachhaltiger Produktion und Kreislaufschluss. Die Vorträge und Gespräche am Rande weisen auf eine wachsende Dynamik im Wettbewerb um biobasierte und qualitativ hochwertig rezyklierte Kunststoffe hin.

Vor dem Hintergrund der immer bedrohlicheren Klimaveränderungen und der substanziellen Kritik am Kunststoffeinsatz, ist die Suche nach nachhaltigeren Lösungen nun auch in der Spielwarenindustrie voll angekommenen. Die Teilnehmerliste der Konferenz liest sich wie das Who is Who der Branche. Auf dem Podium erklärten die Top 3 der Branche, Lego, Hasbro und Mattel, welche Ziele sie verfolgen und wie sie diese schrittweise umsetzen. Unabdingbar für ein zukünftig nachhaltigeres Spielzeugdesign stehen die Recyclingfähigkeit und der Einsatz von nachwachsenden Rohstoffen, sowie rezyklierten Kunststoffen ganz oben auf der Wunschliste der Spielwarenindustrie. Auf der Konferenz konnten Rohstoff- und Werkstoffhersteller in direktem Austausch die Liefermöglichkeiten und Auswirkungen auf Langlebig- und Recyclingfähigkeit erklären.
 
Das hybride Format der Konferenz – etwa zwei Drittel vor Ort, ein Drittel am Bildschirm – war eine technisch anspruchsvolle Neuheit. Trotz Pandemie und unter Verzicht auf emissionsintensiven Flugverkehr wurden Nähe und intensive Diskussion vom Veranstalter ermöglicht.
 
Die Konferenz wurde durch den Deutschen Verband der Spielwarenindustre (DVSI) und die Spielwarenmesse eG Nürnberg unterstützt. Beide Branchenplattformen wiesen in ihren Grußworten auf die wachsende Bedeutung der vorgestellten und diskutierten Lösungsansätze und eigene Aktivitäten hin. Bis zur vollständigen Klimaneutralität und umfassenden Kreislaufwirtschaft sei es zwar noch ein weiter Weg, so der Verband der Chemischen Industrie in einer Präsentation, doch für jedes Unternehmen sind nun wichtige Schritte möglich. Am Anfang steht die Information, und hier helfe und motiviere der direkte Austausch unbedingt, erklärten die Veranstalter.

Das Feedback der Teilnehmenden war einhellig positiv, die Freude über den persönlichen Austausch groß. Die nächste bio!TOY Konferenz wird voraussichtlich im März 2023 über die Fortschritte informieren.

Da die Hybridkonferenz aufgezeichnet wurde, ist eine nachträgliche Teilnahme per Video-on-Demand möglich. Interessenten wenden sich an mt@bioplasticsmagazine.com