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Bruder Spielwaren knackt 100 Millionen Umsatzmarke

2022 erwies sich als Jahr mit unkalkulierbaren Ereignissen. Trotz aller Herausforderungen und Widrigkeiten ging das Konzept des Fürther Familienunternehmen Bruder Spielwaren GmbH + Co. KG auf, das zeigt das Umsatzwachstum auf 100 Millionen Euro. 

Diesem Plus von 8,5 Prozent gegenüber Vorjahr stehen allerdings enorm gestiegene Energiepreise und Preisexplosionen bei den Zukaufteilen gegenüber. 

Rückschau auf das Jahr 2022

Das baldige Ende der Corona- Einschränkungen wurde durch den Krieg in der Ukraine und die steigenden Energiekosten gedämpft. Rohstoffmangel und Lieferkettenprobleme beschäftigten die Unternehmen auch weiterhin. „Den Abschluss von 2022 betrachte ich mit einem lachenden und einem weinenden Auge“, bilanziert Paul Heinz Bruder, geschäftsführender Gesellschafter der Bruder Spielwaren GmbH + Co. KG. „Wir standen in der Firmengeschichte noch nie so großen Herausforderungen gegenüber. Die steigenden Rohstoffpreise von Kunststoff, Papier und Pappe, Stahlzuschläge oder auch Transportzuschläge ließen unsere Kosten für Zukaufteile explodieren. Hinzu kamen die unkalkulierbar steigenden Energiekosten.“ Unterjährig konnte der fränkische Hersteller eine Preiserhöhung für den Handel noch abwehren und die Belastungen selbst ausgleichen. Für 2023 ist dies allerdings für das Familienunternehmen nicht mehr tragbar. Da sich die Preisthematik zunächst nicht mehr zurück entwickeln wird, müssen Händler für 2023 mit rund 10 Prozent Erhöhung der Einkaufspreise rechnen. Im Zuge dessen sind auch Prognosen fürs kommende Jahr schwierig. Die Entwicklung der Kaufkraft ist schwer abzuwägen. „Erneuten Wachstumserwartungen stehen wir derzeit verhalten gegenüber. Wir würden uns freuen, wenn wir das Erreichte halten können“, so Paul Heinz Bruder.

Bruder liefert seine Spielwaren in über 60 Länder. Der Wegfall der Absatzmärkte in der Ukraine und Russland konnte gut kompensiert werden, denn die Nachfrage steigt stetig. Die Exportquote liegt weiterhin bei rund 70 Prozent. Ein besonders starkes Jahr verzeichnete der DACH-Raum, der an den Rekordumsatz von 2020 anknüpfen konnte. Weitere starke Umsätze weisen die Märkte in Südkorea, Japan sowie Polen und die baltischen Staaten auf. Eine sehr positive Entwicklung nahm auch der Nordamerikanische Raum.

Das in dritter Generation geführte Familienunternehmen zeigt auf der Spielwarenmesse attraktive Neuheiten. „Wir werden weiter in die Modernisierung und Digitalisierung an unseren Produktionsstandorten in Fürth und Pilsen investieren“, so Paul Heinz Bruder. Zukunftsorientiert stellt sich Bruder dem Kampf um die Wettbewerbsfähigkeit. Dabei heißen die drei Schlagwörter: Innovationen in der Kunststofftechnik, Digitalisierung der Fertigung und Optimierung von Ressourcen.

Die Mitarbeiterzahl am Standort in Fürth-Burgfarrnbach konnte gesteigert werden konnte. Zum Stichtag am 31.12.2022 betrug die Zahl der Angestellten rund 500, dazu zählen 24 Auszubildende in derzeit sechs Ausbildungsberufen. Rund zehn Lehrstellen bietet der Mittelständler jedes Jahr an. Dabei sind dem Betrieb gerade die Investitionen in den Bereich Ausbildung besonders wichtig. Hier werden die Fachkräfte der Zukunft geboren, um später das Unternehmen tatkräftig zu unterstützen.

Das Investitionsvolumen betrug 2022 rund neun Prozent des Umsatzes. Unter anderem darin enthalten sind der Kauf sechs neuer energiesparender Spritzgussmaschinen, Investitionen in modernste Produktionsmethoden sowie die Anmeldung von Schutzrechten. Im Zuge des manifestierten Nachhaltigkeitsgedankens setzt das ISO 50 0001 zertifizierte Unternehmen auch auf verschiedenste Maßnahmen zur effektiven Energieeinsparung. Das zeigt sich im Kleinen, zum Beispiel durch die Anschaffung von schnellladenden Lithium-Ionen Staplern bzw. neuen energieeffizienten Fenstern. Weitere umfassende Maßnahmen sind für 2023 in Planung.

www.bruder.de