Lizenzwelt

Lizentrends: Lizenzen sind im Einzelhandel im Trend

Lizenzen im Spielwarenhandel

Lizenzspielzeug beschert dem Spielwareneinzelhandel gute Umsätze

„Im Laufe der Zeit haben wir unser Sortiment angepasst und weitere Arten von Spielzeug zu den Lizenzwaren dazugenommen, die früher fast unser gesamtes Sortiment ausgemacht haben. Lizenzspielzeug hat den Vorteil, dass Laufkunden in den Laden kommen, und ich bin mir sicher, dass unser Laden ohne Publikumsmagneten wie Superheroes, Lol, Hot Wheels oder die Rainbow-Produkte nicht existieren könnte“, erklärt Andrea Dugoni, Eigentümer des Spielzeugladens L'Aquilone Giocattoli in Modena. „Am besten sind die Lizenzprodukte rund um Paw Patrol, Lol, Me contro Te und Barbie gelaufen. Wir führen diese Artikel auch weiterhin, weil wir in puncto Spielwaren ein Vollsortiment anbieten wollen. Wir halten aber mittlerweile weniger Fläche dafür vor, um die Risiken zu begrenzen, die mit diesen Artikeln verbunden sind“, berichtet Giovanni Orlandi, Inhaber von Orlandi Giocattoli in der Kleinstadt Formia.

Der Wettbewerb bei Lizenzprodukten ist beinhart

In den letzten Jahren wurden immer mehr Lizenzartikel in den Markt gespült, sodass man sich als Ladenbesitzer genau überlegen muss, auf welches Pferd man setzt, weil man schlichtweg nicht alle im Sortiment haben kann. Durch diese Fragmentierung sind auch die Stückzahlen, die sich pro Lizenzartikel verkaufen lassen, geringer geworden. Außerdem hängt der Umsatz davon ab, ob man bei den Endkundenpreisen mit den Online-Anbietern und den Großvertrieben mithalten kann. Darüber hinaus muss man immer im Blick haben, dass man einen rentablen Produktmix braucht, der auskömmliche Margen bietet und möglichst wenige Ladenhüter aufweist.

Das richtige Sortiment ist das A und O

„Das Weihnachtsgeschäft in diesem Jahr hat gezeigt, dass man sich heutzutage als Einzelhändler etwas trauen muss. Ladeninhaber müssen sich immer wieder neu erfinden und Chancen wahrnehmen – zum Beispiel durch das Angebot eines wirklich vielseitigen Sortiments. Gleichzeitig muss man sich aus geschäftlicher Sicht überlegen, was zum Sortiment passt. Erst dann kann man sich auf die Suche nach Lizenzartikeln machen. Wenn man davon ausgeht, dass diese Artikel vor allem die Kundenfrequenz erhöhen und das Sortiment vervollständigen sollen, dann gibt es logischerweise auch immer das Risiko, dass man auf bestimmten Produkten sitzenbleibt. Denn das Angebot ist mittlerweile riesengroß und es wird immer schwieriger, mit der Konkurrenz im Internet und vor allem Amazon mitzuhalten“ erklärt Marco D'Amadio, Geschäftsführer bei Tuttogiochi D'Amadio im sardinischen Sassari.

Stärkung des Fachhandels als Vertriebskanal für Lizenzprodukte

Marco D'Amadio vertritt die Ansicht, dass Hersteller besser nicht direkt an Endkunden verkaufen sollten und sich außerdem klarmachen sollten, dass es sehr riskant ist, auf nur ein Pferd – also Amazon – zu setzen. Denn so könne es leicht passieren, dass Amazon zunächst die Preise immer weiter drückt und dann vielleicht sogar die Produktlinie ganz fallenlässt. Eine Lösung für die Hersteller könnte darin bestehen, die Fachhändler im Markt zu stärken. Dazu müssten die Hersteller das Risiko, dass Ware liegenbleibt, mit dem Händler teilen, es müssten neue Modelle für eine Zusammenarbeit gefunden werden und auch die Einkaufsbedingungen müssten auf den Prüfstand gestellt werden – zum Beispiel, wenn es um Mindestordermengen geht.

Info Toy Store

Das Fachmagazin Toy Store ist der Lizenzmedienpartner der Spielwarenmesse und Experte für den italienischen Lizenzmarkt.

 

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