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Das steht bei Kindern Weihnachten 2020 auf dem Wunschzettel

Höhere Kaufkraft in der Weihnachtssaison 2020

Alle Bereiche unseres Alltags sind aktuell von der Corona-Pandemie betroffen, und auch die Weihnachtszeit macht hier keine Ausnahme. Aufgrund der Reisebeschränkungen werden viele Familien die Festtage nicht zusammen verbringen können. Gleichzeitig werden sich Kurzarbeit und der Verlust von Arbeitsplätzen auf die Kaufkraft für Geschenke auswirken. Andererseits sind seit Frühjahr so viele Großveranstaltungen und Feste abgesagt worden, dass die Haushalte mehr Geld in Weihnachtsgeschenke investieren dürften als in den vergangenen Jahren. Hinzu kommt, dass manche Familien bereits im September anfangen, erste Vorbereitungen für die Feiertage zu treffen.

Die Spitzenreiter auf den Wunschzetteln

In Großbritannien ist man in manchen Familien noch unentschieden, was man vom bevorstehenden Weihnachtsfest halten soll. Einige sagen, dass sie mehr feiern werden, weil sie sich nach all den Entbehrungen in diesem Jahr etwas gönnen wollen (41%). Genauso viele Befragte sind der Meinung, dass das Leben zu kurz ist, um sich mit Geldsorgen herumzuschlagen. 26% geben sogar an, dass sie diese Weihnachtssaison mehr ausgeben werden, während andere sich Sorgen um ihr Einkommen machen und vorsichtiger sind, weil sie nicht wissen, wie sich die drohende Rezession langfristig auswirken wird. Mehr als vier von zehn Befragten gaben an, dass sie befürchten, sich in diesem Jahr keine Geschenke leisten zu können (41%). Das ändert aber nichts daran, dass Kinder in ganz Europa zu Weihnachten die neuesten Spielzeuge haben wollen. Dabei legen sie Wert auf personalisierte Erfahrungen und wollen nicht nur passiv konsumieren, was sich auch auf den Wunschzetteln widerspiegeln dürfte.

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Die neue Konsolen-Generation

Viele Kinder freuen sich auf die neuen Konsolen von Sony und Microsoft. Europaweit besitzen durchschnittlich 38% der 8- bis 12-Jährigen eine Konsole. Deutschland bildet eine Ausnahme: hier sind es nur 28%. Am populärsten ist die PlayStation 4 - mehr als ein Viertel der Kids in den EU5-Ländern (Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und Großbritannien) geben hier Sony den Vorzug vor Microsoft. Nur in Deutschland sind die Zahlen auch in diesem Bereich niedriger, denn hier haben nur 15% der 8- bis 12-Jährigen eine PS4. Die Beschränkungen der Bewegungsfreiheit dürften dazu führen, dass sich die Chancen der Neuauflage ihrer Lieblingsmarke, einen Spitzenplatz auf dem diesjährigen Wunschzettel zu ergattern, erhöhen. Die Nintendo-Switch ist zwar prinzipiell im gleichen Markt angesiedelt wie die PlayStation 5 und die Xbox Series X, aber es besteht kein direkter Wettbewerb zwischen diesen Anbietern beim Vertrieb neuer Versionen von Lizenzprodukten wie Call of Duty. Vielmehr hat sich Nintendo dafür entschieden, eine umfangreiche Library mit exklusiven Spielen rund um Kultfiguren von Nintendo auf den Markt zu bringen. Während des Lockdowns mit am erfolgreichsten war „Animal Crossing: New Horizons“. Bei diesem Spiel geht es darum, eine für den User einzigartige Erfahrung zu kreieren, die dieser dann an die eigenen Bedürfnisse anpassen kann. Die Nachfrage war überwältigend und führte dazu, dass die Switch europaweit ausverkauft war. Kinder, die im Sommer leer ausgegangen sind, dürften sie also ziemlich sicher auf ihre Wunschliste für Weihnachten setzen. Tatsächlich gehört die Switch in den EU5-Ländern zu den zehn meistgewünschten Geschenken in der Altersklasse 8-12. Als preisgünstigere Alternative mit eingeschränkten Funktionen wird die Nintendo Switch Lite angeboten. Mit dieser Mehrpreisstrategie kann Nintendo in das Segment der Haushalte mit niedrigerem Einkommen vorstoßen und auch Familien mitnehmen, die coronabedingt über weniger Kaufkraft verfügen.

Lego ist und bleibt beliebt

Bei jüngeren Kindern steht LEGO auch in diesem Jahr wieder ganz oben auf dem Wunschzettel. Wenn man 3- bis 7-Jährige fragt, welches neue Spielzeug sie gerne hätten, stehen die Bauklötze überall in den EU5-Staaten mit Ausnahme von Spanien an der Spitze. LEGO erfindet sich fortlaufend neu, um mit den sich ständig ändernden Wünschen der Kinder Schritt halten zu können. Darüber hinaus erweitert das dänische Unternehmen kontinuierlich seine Produktpalette und den Kreis seiner Partnerunternehmen und kann so die unterschiedlichsten Interessen bedienen. Ein perfektes Beispiel für das Bekenntnis zu kontinuierlicher Innovation ist die Super Mario-Kollektion, bei der Kinder Level bauen, die Mario überwinden und die darauf befindlichen Münzen einsammeln muss. Dadurch wird das derzeit bei Kindern verbreitete Bedürfnis bedient, personalisierte, spannende und interaktive Erfahrungen zu machen, wodurch das Spiel bei vielen Kindern in der kommenden Weihnachtszeit weit oben auf dem Wunschzettel landen dürfte.

Vor Ort und gleichzeitig online einkaufen

Die Weihnachtssaison wird in diesem Jahr zweifelsohne ganz anders sein als sonst. Erfolg werden diejenigen Unternehmen haben, die am anpassungsfähigsten sind. Die großen Einkaufsstraßen verlieren immer mehr an Einfluss, während Modelle des Typs Direct-to-Consumer durch die Entwicklung des Onlinehandels immer populärer werden. Verbraucher suchen aber auch die Möglichkeit, vor Ort und nachhaltig einzukaufen, weil sie durch den Lockdown Gelegenheit hatten, über die Folgen ihres Verhaltens für die Umwelt nachzudenken. Und natürlich werden auch vielerorts Masken mit den Logos bekannter Marken unter dem Weihnachtsbaum liegen, weil sie zu einem unverzichtbaren Bestandteil des Alltagslooks geworden sind.

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Über Kids Insights

Kids Insights unterstützt Kunden dabei, ihre Zielgruppen zu definieren und zu verstehen, Produkt- und Medienkampagnen für die Weihnachtszeit zu planen sowie den Erfolg durchgeführter Kampagnen mit Hilfe der unternehmenseigenen Lösung Brand Uplift nachzuverfolgen, zu messen und zu bewerten. Kids Insights befragt wöchentlich mehr als 2.050 Kinder europaweit (106.500 pro Jahr) und ermöglicht so eine Nachverfolgung von Trends in Echtzeit. Dadurch ist man bei Kids Insights in der Lage, Einstellungen, Verhalten und Konsum von Kindern so genau wie noch nie zu erfassen.