Nachhaltigkeit

Spielzeughersteller und ihr Beitrag zur Nachhaltigkeit

Ziel ist die Verringerung von Müll sowie die Wiederverwendung, das Recycling und das Upcyling von Materialien im Sinne einer Kreislaufwirtschaft. Um das zu erreichen, muss der Lebenszyklus eines Produkts gut durchdacht sein – vom frühesten Entwicklungsstadium über die Nutzung der Produktionsmaterialien und die Wahl geeigneter Produktionsmethoden bis hin zur Verpackung und Abfallvermeidung. Ziel und somit wichtigste Messlatte ist die Reduzierung des kollektiven und individuellen CO2-Abdrucks. 

Nachfolgend stellen wir Beispiele für weltweit tätige Big Player vor, die bereits umgestellt haben: 

Hasbro (USA) hatte bereits 2019 angekündigt, dass das Unternehmen bis 2022 auf sämtliche Plastikverpackungen verzichten will. Weitere Nachhaltigkeitsziele sind die Verringerung des Energieverbrauchs um 25% und des Müllaufkommens um 50%. Außerdem plant Hasbro, die Treibhausemissionen bis 2025 um 20% zu reduzieren und bis dahin auch 15% weniger Wasser zu verbrauchen.

Mattel (USA) will bis 2030 in seinen Produkten und den dazugehörigen Verpackungen zu 100% recycelte, recycelbare oder biobasierte Kunststoffe verwenden. Bestimmte Spielzeuge für Kleinkinder von Fisher-Price bestehen bereits jetzt aus zuckerrohrbasierten Kunststoffen und werden in Materialien verpackt, die zu 100% recycelt sind oder aus nachhaltigen Quellen stammen. Die Bauklötze der Reihe First Builders Plant-Based Blocks werden aus biobasierten Harzen gefertigt und in vollständig recycelbaren und FSC-zertifizierten Verpackungen ausgeliefert. Zusätzlich können diese Produkte jetzt über das System Terracycle recycelt werden.

Fisher price
Open Gallery

Auch Startups und KMUs leisten einen Beitrag zum Umweltschutz:

Adventerra Games North America LLC (Schweiz) ist der Name der neuesten Sparte des nachhaltig wirtschaftenden Unternehmens, das jetzt schon seit 18 Jahren kindgerechte edukative Spiele zu Umweltthemen produziert, wie z.B. Recycle Rally, Global Warning, Powerhaus und Watergame. Adventerra nutzt nur natürliche Materialien und alle Komponenten sind FSC-zertifiziert, frei von Giftstoffen und recycelbar. Die Spiele sind ideal für Familien, weil sie generationenübergreifend gespielt werden können und Denkanstöße geben, wie man – auch als Kind – seine Gewohnheiten so ändern kann, dass der CO2-Fußabdruck möglichst gering ist. 

Adventerra Games Vorschau
Open Gallery

Green Toys (USA, Westküste) ist der größte Player im Bereich Waste-to-Toys, denn hier wird aus Abfall Spielzeug produziert. Auf diese Weise lassen sich z.B. recycelte Plastikflaschen für Milch in Spielzeuglaster, Autos, Boote und andere Dinge verwandeln. Die Produkte enthalten weder BPA noch Phthalate oder PVC und bestehen zu 100% aus recycelten Materialien. Green Toys hat sich der Herstellung qualitativ hochwertiger Spielzeuge verschrieben und setzt daher auf ein engmaschiges lokales Lieferantennetz. Alle betrieblichen Prozesse sind bei Green Toys darauf ausgerichtet, möglichst abfallneutral zu wirtschaften.

Luke’s Toy Factory (USA, Ostküste) versucht ebenfalls, möglichst lokal zu sourcen, um den CO2-Abdruck seiner Lieferkette gering zu halten. Das Unternehmen verwendet biologische Holzverbundstoffe (Ahornsägespäne, Walnussschalen, Kokosnussschalen, Reisspelz und Flachsfasern), die in Verbindung mit Kunststoff dafür sorgen, dass 40% weniger Plastik benötigt wird als in herkömmlichem Spielzeug.

Shore Buddies (USA, Westküste) lässt seit 2015 aus sechs recycelten Plastikflaschen ein neues Plüschtier entstehen. Ziel des Unternehmens ist die Rettung der maritimen Artenvielfalt und die Vermeidung von Plastikabfall im Meer. Seit seinem Bestehen hat Shore Buddies bereits dafür gesorgt, dass 500.000 Plastikflaschen weniger in die Ozeane gelangt sind. 

Plüschtiere hergestellt aus Plastik
Open Gallery

Dies sind nur einige der zahlreichen Beispiele für Spielzeugproduzenten, die sich nachhaltigeren Geschäftsmodellen verschrieben haben, die zum einen cleverer sind und zum anderen weniger Müll produzieren. Ein wichtiger Schritt auf dem Weg hin zu einer umweltfreundlicheren Spielzeugindustrie! 

Schon unseren Newsletter abonniert?

Expertenwissen, die neuesten Trends und aktuelle Entwicklungen der Branche. Bleiben Sie mit dem monatlichen Besuchernewsletter der Spielwarenmessetop informiert