Spielwarenmesse: Das Weihnachts­geschäft nach Heiligabend

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Das Weihnachts­geschäft nach Heiligabend

von Spielwarenmesse eG

Weihnachten wird fast überall auf der Welt gefeiert, die Traditionen unterscheiden sich jedoch in den verschiedenen Regionen. Auch im Januar kann der Handel noch Weihnachtsgeschenke verkaufen.

Die umsatzstärkste Zeit im Spielwarenhandel ist die Weihnachtszeit. Fast 30 % des gesamten Spielwarenumsatzes können auf das Weihnachtsgeschäft in den Monaten November und Dezember zurückgeführt werden. Doch wann leuchten eigentlich die Kinderaugen auf der Welt, weil das lang ersehnte Plüschtier, das gewünschte Modellauto oder die neueste Actionspielfigur aus dem Geschenkpapier hervorblitzt?

In Deutschland, Österreich und der Schweiz bekommen die Kinder an Heiligabend ihre Geschenke vom Weihnachtsmann oder vom Christkind. Auch in Tschechien, Polen und in den skandinavischen Ländern werden die Geschenke am Abend des 24. Dezember geöffnet.

Papa Noel bringt in Argentinien und Brasilien die Geschenke ebenfalls am 24. Dezember, allerdings erst um Mitternacht. Traditionell wird zu dieser Zeit auch ein Feuerwerk gezündet und der Beginn des Weihnachtstages gefeiert.

In vielen anglophonen Ländern, wie Kanada, den USA, Australien und Großbritannien kommt Santa Claus bzw. Father Christmas in der Nacht zum 25. Dezember. Der Legende nach rutscht er durch den Kamin und legt die Geschenke unter den Weihnachtsbaum oder füllt die am Kamin hängenden Weihnachtssocken. Die Geschenke werden dann am Weihnachtsmorgen gemeinsam mit der ganzen Familie ausgepackt. Auch die Südafrikaner feiern Weihnachten nach britischer Tradition.

Obwohl in Japan wenig Christen leben, wird auch hier Weihnachten gefeiert. Die Läden und Wohnhäuser werden mit Tannenzweigen geschmückt und die Geschenke werden von einem buddhistischen Mönch namens Hotei-osho gebracht. In Indien sind die Christen mit einem Anteil von 2,3 % ebenfalls in der Minderheit, aber auch hier bringt der Weihnachtsmann die Geschenke. Zusätzlich finden sich in den Schreibwarenläden zahlreiche Arten von Weihnachtssternen.

Die spanischen Kinder bekommen ihre Geschenke von den Heiligen Drei Königen am 6. Januar. Hierfür füllen die Kinder ihre Schuhe mit Stroh, Karotten und Gerste als Futter für die Kamele der drei Weisen und stellen diese ans Fenster oder auf den Balkon. Als Dank für das Tierfutter hinterlässt Baltasar ihnen Geschenke in den Schuhen.

In Russland feiert man erst im Januar Weihnachten. Geschenke gibt es am Silvesterabend. Diese bringt Väterchen Frost zusammen mit einem Schneefräulein. Weihnachten selbst ist erst am 7. Januar nach dem julianischen Kalender, welcher in Russlands orthodoxer Kirche noch Verwendung findet.

Aber nicht alle Menschen auf der Welt feiern Weihnachten. So wird beispielsweise vom 17. bis 24. Dezember 2014 in jüdischen Gemeinden Chanukka gefeiert. Das Fest geht auf die Neueinweihung eines Tempels nach dem Makkabäeraufstand zurück. Die Kinder bekommen an jedem Tag des achttägigen Festes Geschenke.

Auch wenn in China eigentlich das Neujahrsfest als eines der bedeutendsten Feste erst Mitte Februar gefeiert wird, hat man hier erkannt, dass mit der Weihnachtszeit die Umsätze im Handel gesteigert werden können. Hier wurde das westliche Fest trotz einer sehr geringen Anzahl von Christen inzwischen gut am Markt positioniert. In den Städten finden sich Weihnachtsbäume und Weihnachtsdekoration. Die Restaurants und Hotels bieten Weihnachtsspecials und die Kaufhäuser locken die Kunden mit Rabattaktionen.

Für den Handel muss das Weihnachtsgeschäft also nicht am 24. Dezember enden. Mit Blick auf verschiedene Kulturkreise lässt sich das Weihnachtsgeschäft an manchen Orten um ein paar Wochen verlängern.

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