Spielwarenmesse: Der Kauf von Babyartikeln wird häufig von Emotionen beeinflusst

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Der Kauf von Babyartikeln wird häufig von Emotionen beeinflusst

von Harald Hemmerlein

Qualitative Produkte sind bei Baby- und Kleinkindartikeln sehr gefragt. Gute Beratung gehört beim Kauf ebenso dazu wie die emotionale Ansprache. Eine Chance für den stationären Einzelhandel?
Im Interview mit Claudia Lässig, Geschäftsführerin der Lässig GmbH, haben wir nicht nur die neuesten Entwicklungen erfahren, sondern auch die Vorteile von Babyartikel für den Fach- und Spielwarenhandel ergründet.

Spielwarenmesse®: Frau Lässig, Kleidung und Accessoires für Baby und Kleinkinder folgen ebenso modischen Trends wie die für Erwachsene. Welche Trends sind das aktuell?

Claudia Lässig: Wir lassen uns nicht nur von der Modewelt inspirieren. Oftmals verfolgen wir auf den unterschiedlichsten Messen die jeweiligen Trends, die sich in Farbe, Form oder Gestaltung auch bei Haushaltswaren oder technischem Zubehör wiederfinden. Solche Ideen versuchen wir mit den Trends der Textilbranche zu verknüpfen und neu für unseren Markt zu definieren. Insbesondere sind für uns Innovationen im Materialbereich interessant. Der Trend zu nachhaltigen und ressourcenschonenden Materialien ist ungebrochen.

Beobachten Sie Unterschiede in den internationalen Märkten?

CL: Es gibt auf jeden Fall Unterschiede in den Märkten. Nicht nur die Zielgruppenansprache ist teilweise anders, sondern auch die Produkte, die ausgewählt werden. Unser Wickeltaschenklassiker, die Messenger Bag, ist ein gefragtes Modell in Deutschland, da es sehr sportlich und zum Teil auch unisex ist. In Asien beispielsweise lieben Frauen besonders leichte Wickeltaschen wie die Global Bag POP aus unserer Glam Kollektion.

Generell ist es jedoch so, dass wir ein breites Portfolio für die ganze Familie anbieten. Unser Unternehmen begleitet von der Schwangerschaft bis hin zum Schulalltag und möchte so jedem individuellen Geschmack gerecht werden. Vor allem legen wir nicht nur Wert auf das Aussehen und die Vielfalt der Produkte, sondern auch auf die Qualität und die Handlichkeit. Wir möchten Design mit Funktionalität, unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeit in Einklang bringen, um so jedem Konsumenten die Möglichkeit zu geben, seinen eigenen Stil ganz bewusst zu leben.

Spielt der Umweltgedanke auch bei Babybekleidung und Kinderausstattung eine Rolle?

CL: Der Umweltgedanke nimmt auch in der Babybranche zu, denn viele Eltern entscheiden sich heute zunehmend für schadstofffreie und unbedenkliche Produkte. Wir wissen natürlich heute viel mehr über Gefahren, die von schädlichen Inhaltsstoffen ausgehen und auch über alternative Methoden der Produktion sowie Einsatz von ressourcenschonenden Materialien. Wir müssen einfach mit unseren Ressourcen sparsam umgehen, der Umwelt zu liebe. Die Natur ist unser zentraler Motor.

Außerdem greifen die Medien einige Themen heute viel schneller auf und durch soziale Netzwerke und Blogs werden Meinungen intensiver und langlebiger gebildet. Der Umweltgedanke ist dabei immer wieder ein zentraler Aspekt, der auftaucht.

Als Markenhersteller produzieren wir daher verstärkt mit recycelten, unbehandelten und damit umweltschonenden Materialien, deren Unbedenklichkeit wir kontinuierlich durch anerkannte Prüfinstitute testen und sicherstellen lassen. Uns liegt die Umwelt sehr am Herzen, deshalb setzen wir uns auch für Tierschutz und Natur durch diverse Projekte ein.

Welche Rolle spielt der Spielwarenhandel für Ihren Vertrieb?

CL: Der Spielwarenhandel und der Babyfachhandel sind  für uns sehr wichtige Vertriebskanäle. Gerade mit unserer Kindertaschenkollektion sind wir dort ideal platziert. Viele Endverbraucher suchen im Spielwarengeschäft nicht nur klassisches Spielzeug, sondern zunehmend auch Produkte wie Taschen und Accessoires für Babys und Kleinkinder. Darüber hinaus haben wir auch schon eine kleine Schmusetierkollektion, also perfekt für den Spielwarenhandel. Deshalb sind wir auch jedes Jahr auf der Nürnberger Spielwarenmesse® vertreten. Der Zuspruch ist dort so sehr gewachsen, dass wir mittlerweile unsere Standfläche verdoppelt haben.

Welche Rolle spielt der Internethandel für Ihren Vertrieb?

CL: Der Internethandel nimmt weiter an Bedeutung zu und wird sicherlich auch in Zukunft eine zentrale Rolle im Vertriebsalltag spielen. Viele stationäre Händler haben entweder schon eine eigene Website oder nutzen allgemeine Vertriebsplattformen im Internet. Andere Händler konzentrieren sich ausschließlich auf das Internetgeschäft. Das ist sicherlich nicht immer leicht für den Fachhandel, aber auch den Einzelhändler wird es immer geben.

Sehr beratungsintensive Produkte wird der Konsument vorzugsweise bei dem Händler vor Ort erwerben. Außerdem werden gerade in dem Bereich Baby und Kleinkind viele Produkte gerne näher angeschaut und gefühlt. Eine Kaufentscheidung fällt im Fachhandel oft sehr emotional und eher spontan. Es muss einfach einen gesunden Wettbewerb geben, um für alle Endverbrauchertypen die richtige Einkaufsmöglichkeit anbieten zu können. Das eine schließt dabei das andere nicht aus.

 

Autor dieses Artikels:

Harald Hemmerlein

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