Spielwarenmesse: Die Spielzeug­designer von Morgen

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Die Spielzeug­designer von Morgen

von Spielwarenmesse eG

Womit möchten Kinder spielen? Welche Eigenschaften muss ein Spielzeug haben, damit Eltern oder Kinder das Produkt kaufen? Bei der Entwicklung von Spielwaren stellen sich Hersteller und Designer viele Fragen, bis tatsächlich ein fertiges Produkt auf den Markt kommt. Wie aus komplexen Anforderungen ein ansprechendes Spielzeug entsteht, das lernen die Studenten im Studiengang „Design for Kids & Toys“ in Mailand.

Innovativ, nachhaltig, pädagogisch wertvoll, und Spaß soll es machen. Ein Spielzeug muss viele Kriterien erfüllen, um den Wünschen von Eltern und Kindern gerecht zu werden. Da die Spielwarenbranche immer auf der Suche nach frischen Ideen ist, hat sich die Arbeitsgemeinschaft POLI.design der technischen Universität in Mailand das Ziel gesetzt, eine neue Generation von Spielzeugdesignern auszubilden. Der Kurs wird gesponsort von Assogiocattoli, dem Verband der Spielwarenunternehmen in Italien, und richtet sich an Designer, Grafiker und Absolventen in den Bereichen Marketing und Wirtschaft.

Eine neue Generation von Spielzeugdesignern

Für den Prozess von der Idee zum fertigen Spielzeug brauchen die Spielzeugdesigner von Morgen nicht nur einiges an Ideenreichtum, so Luca Fois, Communication Professor des Studiengangs: „Ein Spielzeugdesigner muss heute folgende Qualitäten mitbringen: Ethisches Verhalten, Kreativität, Knowhow und Offenheit für die unterschiedlichen Kompetenzen, die für die Entwicklung von Produkten für Kinder erforderlich sind. Ein Spielzeugdesigner muss nicht nur ein Entwickler, sondern auch ein Entwicklungsmanager sein.“

Um sich diese und weitere Fähigkeiten anzueignen, durchlaufen die Studenten des Studiengangs „Design for Kids & Toys“ ein breites Programm, gegliedert in theoretischen Grundlagen und praktische Arbeiten bis hin zu Workshops. Die Theorie deckt dabei wichtige Themenbereiche ab:

  • Strategisches Design für Kinder & Spielwaren
  • Geschichte des Spielzeugdesigns
  • Unternehmen, Branchen und Märkte
  • Technologien & Materialien
  • Sicherheitsbestimmungen
  • Entwicklung der Kinder, Pädagogik, Psychologie, Kognitive Ergonomie
  • Ethik und Kinderrechte
  • Verkauf und Vermarktung von Spielzeug

In den praktischen Studienmodulen arbeiten die angehenden Spielzeugdesigner eng mit der Spielwarenindustrie und Design-Experten zusammen. Hier entwerfen die Studenten nicht nur Spielzeug-Prototypen, sondern bekommen Einblicke in die Spielzeugproduktion und forschen auch an Innovationen im Bereich Produktservice sowie Verkaufsstrategien für verschiedene Märkte.

Innovative Ideen sind ein Muss

Die Nachfrage nach Spielzeugdesigner mit Gespür für Innovationen und den Spielebedürfnissen der Kinder ist in der Industrie vorhanden, findet Fois, der mit einem eigenen Stand für „Design for Kids & Toys“ an der Spielwarenmesse 2015 teilgenommen hat.

Bisher, so sein Eindruck, sind viele Spielwarenneuheiten nur eine Weiterentwicklung von bereits existierenden Produkten. Zudem werde das Potenzial von technischen Möglichkeiten zu wenig genutzt. Deshalb sei es notwendig, dass die sich die Spielzeugdesigner von Morgen nicht von komplexen Produktanforderungen und Hindernissen abschrecken lassen, sondern mutig und selbstbewusst neue Ideen entwickeln.

Ein durchdachtes Konzept vom Design bis hin zur Vermarktung ist letztendlich unverzichtbar, um ein Spielzeug erfolgreich auf den Markt zu bringen, so Fois. „Heutzutage müssen die Unternehmen internationaler aufgestellt sein und eine starke Kundenbeziehung aufbauen, denn der Kunde von heute kann immer besser den realen Wert einer Sache von ihrem gefühlten Wert unterscheiden. Kein Unternehmen kommt mittlerweile ohne einen strategischen Designansatz aus. Die Designaktivitäten müssen um ein Produktsystem, die Integration von Produkten sowie Serviceleistungen und die richtige Kommunikationsstrategie kreisen.“

Wie sieht das Spielzeug der Zukunft aus?

Von den Kenntnissen der „Design for Kids & Toys“ Absolventen profitiert am Ende nicht nur die Spielwarenindustrie, sondern auch der Kunde. Eine Vorstellung, wie zukünftige Spielzeuge aussehen könnten, hat Luca Fois auch: „Die Zukunft muss erst noch erschaffen werden, aber klar ist, dass Tradition und Technologie weiter verschmelzen werden und dabei auf die sozialen Aspekte und Umweltauswirkungen geachtet werden wird, die Spielzeuge und Spiele haben. Wir werden natürliche Materialien sehen, die das Gedächtnis und handwerkliches Können trainieren.“

Bis zum 31. Mai präsentiert der Studiengang eine eigene Austellung in Mailand zum Thema “Design in Toys". Die Ausstellung widmet sich den Trends, Innovationen, Entwicklungen und Meilensteinen im heutigen Spielwarendesign.

Trends und neue Produkte sind auch ein zentrales Thema auf der Spielwarenmesse®. Entdecken Sie die Trends der Spielwarenbranche für 2015 in der TrendGallery! Innovative, preisgekrönte Spielzeuge finden Sie beim ToyAward.

 

Autor dieses Artikels:

Spielwarenmesse eG

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