Spielwarenmesse: Familienspielzeit

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Familienspielzeit

von Maria Costa

Neue Daten zeigen, dass Eltern heutzutage mehr mit ihren Kindern spielen als jemals zuvor. Das hat natürlich auch positive Auswirkungen auf die Spielwarenbranche. Einige Hersteller haben die Zeichen der Zeit erkannt und ihre Marketing- und Kommunikationsstrategie auf die Zielgruppe Familie ausgerichtet.


Das Wort Familie oder Family im Namen oder der Bezeichnung

Spiele für die ganze Familie

Manche Unternehmen haben das Wort „Family“ in ihren Produktnamen aufgenommen, wie z.B. Katamino Family von Gigamic oder Sonar Family von Pegasus. Andere Firmen haben sich dafür entschieden, neue Produktlinien mit einem Zusatztitel zu versehen, der ebenfalls das Wort „Family“ aufweist (z.B. Family Fun von Playmobil).

Es gibt auch Unternehmen und Händler, die das Wort „Family“ zur Produktkategorisierung auf ihren Websites verwenden. So können Besucher der Hasbro-Gaming-Seite sich beispielsweise unter der Kategorie „Familie“ Spiele anschauen, die auf Familien zugeschnitten sind, und der Reiter „Familie“ steht im Auswahlmenü gleich an erster Stelle.

Hasbro Gaming Topbar zeigt Spielkategorien und Markennamen.
Topbar der Hasbro Gaming-Website

Besondere Angebote, Events und Aktivitäten für Familien

Einige Händler haben verkaufsfördernde Maßnahmen im Programm, die sich speziell an Familien richten. So gibt es z.B. von Imaginarium eine intelligent gemachte Marketingkampagne mit dem Titel „Family Days“, bei der Clubmitglieder sich interessante Rabatte sichern können.

Andere Geschäfte locken Familien für einen ganzen Vormittag oder Nachmittag in ihr Geschäft. Dafür veranstalten sie Events, die für Kinder und Erwachsene gleichsam unterhaltsam sind. So kann die ganze Familie alle möglichen Spiele ausprobieren, was besonders an Wochenenden interessant ist. Unter Marketinggesichtspunkten macht es auf jeden Fall Sinn, Eltern und Kindern zusammen die Möglichkeit zu geben, in einer netten Umgebung zu spielen, zu bauen, zu basteln oder Neuheiten zu testen.

Ähnlich positiv stehen Eltern Unternehmen und Händlern gegenüber, die in Blogs oder auf YouTube Anleitungen und Ideen liefern, was man als Familie gemeinsam machen kann. Beispiele hierfür sind der Bastel-Blog von Apli Kids oder auch der YouTube-Kanal „Do-it-together“ von Flying Tiger Copenhagen.

Do it together painting by Flying Tiger Copenhagen

Zielgerichtete Ansprache einzelner Familienmitglieder

Dieses Vorgehen kann sehr wirksam sein, wenn das Kind Zeit mit einem bestimmten Erwachsenen verbringt, so z.B. bei Spielsachen, die typischerweise zusammen mit der Mutter, dem Vater, den Großeltern oder Geschwistern gespielt werden.

Großvater und Enkel spielen zusammen mit einem Activity Center.
Wesco-Werbung

Natürlich können die meisten Spiele mit jedem Familienmitglied gemeinsam gespielt werden, aber wenn ein Produkt speziell für einen bestimmten Personenkreis beworben wird, dann ist es für diese Gruppe in der Regel auch besonders attraktiv. So können Besucher der Baby Einstein-Website z.B. über dem Bild eines Vaters mit Baby und dem Text „Papa ist mein liebstes Bandmitglied“ auf „Musikinstrumente kaufen“ klicken. So wird Vätern vermittelt, dass sie gemeinsam mit ihren Kindern musizieren und dabei selbst jede Menge Spaß haben können.

Großeltern sind als Zielgruppe ebenfalls hoch interessant. Neueste Daten zeigen, dass Senioren sehr viel Zeit mit ihren Enkeln verbringen, sich um sie kümmern und natürlich auch mit ihnen spielen. Darum richten sich die Werbebotschaften einiger Unternehmen auch ganz gezielt an die Großelterngeneration. Andere Unternehmen nennen die Zielgruppe zwar nicht explizit, aber auf den Marketingmaterialien sieht man Omas und Opas, die zufrieden mit ihren Enkeln spielen.

Spielen mit und innerhalb der Familie – der Schlüssel zum Erfolg

Unternehmen sind gut beraten, Spielwaren zu produzieren oder zu vermarkten, die das gemeinsame Spielerlebnis innerhalb der Familie in den Mittelpunkt stellen. Dies bietet Raum für jede Menge Innovationen. Auch die Entwicklung einer Strategie, die sich an bestimmte Familienmitglieder richtet, ist durchaus eine Überlegung wert. Denn nicht nur Kinder, sondern überhaupt alle Familienmitglieder wünschen sich Spielwaren, mit denen man gemeinsam Spaß haben kann!


Dieser Artikel stellt die Meinung des Autors dar und stimmt nicht notwendigerweise mit der Meinung der Spielwarenmesse eG überein.

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Autor dieses Artikels:

Maria Costa, AIJU

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