Spielwarenmesse: Was wünschen sich Händler von Ausstellern? - Interview mit Andreas Schäfer

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Was wünschen sich Händler von Ausstellern? - Interview mit Andreas Schäfer

von Spielwarenmesse eG

Mit einem offenen Brief rief Ernst Kick, Vorstandsvorsitzender der Spielwarenmesse eG, die Aussteller der Spielwarenmesse® auf, ihre Stände offen zu konzipieren. Denn das Geschäft auf Messen lebt von der Begegnung. Anlass genug für uns Andreas Schäfer, Geschäftsführer der idee+spiel Fördergemeinschaft Spielwaren und Facheinzelhandels-GmbH, zu fragen, was sich Händler von Ausstellern wünschen, um ihren Messebesuch effizient gestalten zu können.


Spielwarenmesse®: Herr Schäfer, was sind für Händler die Voraussetzungen für einen effizienten Messebesuch?

Portraitfoto von Andreas Schäfer, idee+spiel GmbH, Geschäftsführer
Andreas Schäfer, idee+spiel GmbH, Geschäftsführer

Andreas Schäfer: Die frühzeitige Planung des Messebesuchs ist das A und O. Hierfür unterstützen wir unsere Händler, sodass Sie ihren Messebesuch umfassend planen können. Aber auch der Faktor „Kosten – Nutzen“ spielt eine maßgebliche Rolle. Die Händler müssen ihre Messereise in einem sinnvollen Kostenrahmen gestalten. Hierfür sind günstige Anreisebedingungen, preiswerte Kost und Logie sowie vertretbare Messeeintrittspreise wichtig. Auf der Messe sollte dann gelten: Wir zeigen, was wir haben! Denn manche schotten sich zurzeit ab.

Wie unterstützen Sie seitens idee+spiel Ihre Mitglieder bei der Vorbereitung auf die Messe? Haben Sie spezielle Angebote für Fachhändler, die noch wenig Messebesuchserfahrung haben?

A. S.: Wir zeigen unseren Händlern die Vorteile eines Messebesuchs auf und bieten in unserem Business-Center auf der Messe eine Informations- und Kommunikationsplattform zum Auftanken – körperlich und inhaltlich! Darüber hinaus erstellen wir jährlich ein Couponheft für die Händler, in welchem die Messesonderkonditionen unserer Lieferanten so aufbereitet sind, dass sie diese optimal nutzen können. Im Vorfeld können die Händler ihren Messebesuch damit so planen, dass sie möglichst kostengünstig einkaufen können. Subventionierte Eintrittskarten gehören außerdem zu unserem Angebot. Das alles macht den Messebesuch zu einer gewinnbringenden Dienstreise!

Was ärgert Sie besonders, wenn Sie an Gepflogenheiten mancher Aussteller auf Messen denken?

A. S.: Es gibt einige wenige Lieferanten, die sich gänzlich abschotten. Ein Standbesuch ist nur gegen Unterzeichnung von umfangreichen Verpflichtungserklärungen möglich. Allein der benötigte Zeitaufwand widerstrebt einem effizienten Messebesuch. Darüber hinaus machen einige Aussteller Unterschiede zwischen Direktkunden und Kunden, die über den Großhandel bestellen. Letztere werden außen vor gelassen, weil ein Standbesuch nur Direktkunden vorbehalten ist. Das ist wirklich ärgerlich!

Und was schätzen Sie an den Messepräsentationen von Ausstellern mit Blick auf die Händlerbedürfnisse?

A. S.: Ein breites Spektrum auf der Messe in Nürnberg zu sehen, hilft uns, Trends besser einzuschätzen. Die zahlreichen Möglichkeiten, neue Warenideen zu finden, sind für uns der Hauptgrund, die Messe zu besuchen. Unsere Produktgruppenmanager bekommen so natürlich einen optimalen Einblick, was Neuheiten angeht, denn dieser ist unerlässlich für das Weihnachtsgeschäft. Nebenbei werden Kontakte geknüpft oder gepflegt, was für das sich anschließende Geschäftsjahr ebenfalls von enormer Bedeutung ist.

Welches Verfahren schlagen Sie Ausstellern vor, wenn sie auf eine eigene Händlerakkreditierung für den Besuch des Messestandes Wert legen?

A. S.: Es handelt sich bei der Spielwarenmesse um eine Fachmesse, auf der nur Fachbesucher zugelassen sind. Wenn also ein Händler Mitglied einer Verbundgruppe ist, sollte er damit automatisch Zutritt zu den Ständen der Aussteller erhalten.

Wie können Ihrer Ansicht nach Aussteller auf Messen ihre Produktneuheiten vor neugierigen Augen mit Nachahmerabsichten schützen?

A. S.: Um zu wissen, ob eine Produktneuheit gut ist, muss sie dem Fachpublikum zugänglich gemacht werden. Die wenigsten Neuheiten werden aber kopiert. Selbst wenn dies vorkommt, ist das für den Nachahmer auch erstmal mit einem hohen Zeitaufwand verbunden. Mein Tipp: Lieber 3-4 Top-Secret-Artikel in einem separaten Raum persönlich präsentieren, als sich gänzlich abzuschotten.

Was wünschen Sie sich sonst von Ausstellern für die Fachhändler?

A. S.: Konkrete Messeangebote mit Vorteilen sowie tolle neue Ware, um diese später gut verkaufen zu können.

Was sind Ihre persönlichen Tipps für Fachbesucher, damit sie einen erfolgreichen Messebesuch erleben?

A. S.: Der Messebesuch sollte mindestens 2-3 Tage dauern. In diesem Zeitraum sollte sowohl der Besuch wichtiger Lieferanten geplant sein, als auch genug Raum zum Stöbern nach neuen Artikeln und Lieferanten gelassen werden. Natürlich darf auch ein Besuch unseres idee+spiel-Business-Centers nicht fehlen, dann wird es sicher ein lohnender Messebesuch.

Herr Schäfer, wir bedanken uns für Ihre Anregungen. 


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