Spielwarenmesse: Interview mit Boxine GmbH: Wir wollen weltweit die Kinderzimmer revolutionieren

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Interview mit Boxine GmbH: Wir wollen weltweit die Kinderzimmer revolutionieren
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Interview mit Boxine GmbH: Wir wollen weltweit die Kinderzimmer revolutionieren

von Spielwarenmesse eG

Patric Faßbender und Marcus Stahl sind die Gründer und Geschäftsführer der Boxine GmbH. Sie haben die tonies® entwickelt und ein Ökosystem aus grenzenlosem Hör-Spiel-Spaß erschaffen. Das innovative und preisgekrönte Audiosystem für Kinder im Alter von drei bis zehn Jahren besteht aus dem Abspielgerät Toniebox und den Tonies-Hörfiguren. Diese ermöglichen das „Hörspielen“ und machen Audioinhalte wie Hörbücher, Hörspiele, Musik und Wissensthemen anfassbar. Die völlig neue Art des selbstständig und spielerisch steuerbaren Hörerlebnisses ist digital und kindergerecht zugleich. Seit der Markteinführung im Jahr 2016 haben Toniebox und mittlerweile rund 250 verschiedene Tonies nicht nur die deutschen Kinderzimmer, sondern auch die Herzen von Kindern und Eltern im Sturm erobert.


Spielwarenmesse®: Der Anfang jeder Erfolgsgeschichte ist immer eine gute Idee. Wie kamen Sie auf die Idee der Toniebox?

Patric Faßbender und Marcus Stahl, Boxine GmbH

Patric Faßbender: Ich habe bei meinen Kindern gesehen, dass herkömmliche Medien, wie CDs und MP3s, keine kindgerechte Art darstellten, ihre Inhalte zu konsumieren. Da ich weit und breit kein geeignetes Medium gesehen habe, dachte ich mir, „dann mache ich es einfach selber“.

Die Einzigartigkeit eines Produktes spiegelt sich im Erfolg wider. Was ist der USP der Toniebox?

P. F.: Die Toniebox verbindet zwei für Kinder sehr wichtige Dinge: Hören und Spielen! Zudem ist die Bedienung völlig intuitiv – das ganze Audiosystem ist eigentlich aus der Perspektive eines Kindes gedacht und deshalb so gut verständlich – schon für die ganz Kleinen.

Mit der Toniebox haben Sie ein Produkt mit technischen Features auf den Markt gebracht. Sind für Sie somit neue Technologien und die Digitalisierung eine Chance für die Spielwarenbranche?

Marcus Stahl: Die Toniebox vereint ja Haptik mit digitalen Inhalten, wobei das Digitale für die Kinder gar nicht wahrnehmbar ist. Für sie ist die Toniebox magisch und gar nicht technisch. Dennoch wäre die Toniebox ohne die ausgeklügelte Technik im Inneren gar nicht denkbar. Generell bieten Technologien und Digitalisierung natürlich auch in der Spielwarenbranche viele Möglichkeiten.

Um die Bekanntheit einer Marke zu erhöhen, sind effektive Marketingmaßnahmen gefragt. Auf welche Marketing-Aktivitäten setzt die Boxine GmbH?

P. F.: Wir sind natürlich sehr breit aufgestellt, wenn es ums Marketing geht. Denn die Toniebox spielt in so viele Bereiche hinein, sei es das B2B oder B2C. Wir sprechen unsere verschiedenen Zielgruppen wie Eltern, Kinder, Händler und die Branche generell usw. über verschiedene Kanäle und Maßnahmen an. Wichtig ist uns dabei aber immer, authentisch zu sein und immer aus der Marke heraus zu agieren und zu kommunizieren.

Boxine GmbH hat schon fast Blogger Potential. Sie sind nicht nur auf verschieden Social Media Plattformen aktiv sondern haben auch einen Blog auf der Webseite. Für wie wichtig halten Sie diese modernen Kommunikationsmaßnahmen?

P. F.: Gerade dieser Bereich ist für uns enorm wichtig. Er ist am unmittelbarsten und emotionalsten und einer unserer wichtigsten Kommunikationskanäle. Hier treten wir in direkten Kontakt mit den Tonie-Fans und bekommen auch wahnsinnig tolles Feedback.

Sie waren auf der Spielwarenmesse® als Aussteller vor Ort. Wie wichtig ist für Sie der Messeauftritt Ihrer Firma?

M. S.: Anfangs ging es uns vor allem um eine erste Präsenz im Markt, ums Kennenlernen der Branche und den Austausch. Mittlerweile ist sie wesentlicher Treiber für unsere Marke und den Ausbau unseres Netzwerks. In nur wenigen Tagen bekommen wir das Wesentliche aus der Branche mit und treffen die für uns wichtigen Leute.

Die Schutzmaßnahmen rund um Covid-19 haben Spielwarenhersteller vor etliche Herausforderungen gestellt. Wie ist Boxine mit der Situation umgegangen und zu welchen Maßnahmen haben Sie gegriffen, um das bestmöglichste aus der Krise zu machen?“

Tonies

P. F.: Natürlich hatten wir auch mit den Auswirkungen des Corona Virus zu kämpfen aufgrund von Lücken im Produktionsablauf und bei der Zulieferung. Aber wir haben uns recht schnell orientiert und seit Beginn der Ausgangsbeschränkungen die Kampagne „Lange Pause, kurze Weile“ ins Leben gerufen, bei der wir fast täglich kostenlosen Content wie Spiele, Ausmalbilder, Hörspiele, Musik und mehr für die Tonie-Fans auf unserer Seite bereit gestellt haben. Auch den Handel, den es ja hart trifft, haben wir mit der Aktion #meintoniehändler unterstützt, um zumindest eine kleine finanzielle Erleichterung beizutragen.

Sie haben sich im September 2019 einen Investor ins Boot geholt. Warum haben Sie sich zu diesem Schritt entschieden?

P. F.: Uns geht es vor allem darum, uns so aufzustellen, dass wir unser großes Ziel erreichen: Wir wollen weltweit die Kinderzimmer revolutionieren. Wir sehen, dass das System der Tonies nicht nur in deutschen Kinderzimmern Relevanz hat, sondern tatsächlich weltweit. Das freut uns wahnsinnig und spornt uns an. In Armira Industrieholding haben wir nun einen Partner gefunden, der sowohl viel Expertise für das Thema mitbringt, als auch Leidenschaft für das Produkt. Was Besseres kann unserem Herzensprojekt kaum passieren.

Welchen Einfluss hat der Investor auf das Unternehmen und auf unternehmerischen Entscheidungen?

M. S.: Ein Partner wie Armira investiert nicht in ein Unternehmen wie Boxine, um dann selbst das Ruder in die Hand zu nehmen. Wir haben die Entscheidung für Armira ganz bewusst getroffen. Denn wir sind davon überzeugt, einen Partner zu haben, der uns großartig dabei unterstützen wird, unseren Herzenstraum weiter zu leben und voran zu bringen. Armira bringt sehr viele Kompetenzen mit, die wir sehr gerne nutzen. So war es auch mit dem bisherigen Gesellschafterkreis, der uns großartig dabei unterstützt hat, die Tonies zu entwickeln und in den Markt zu bringen. Unsere Aufgabengebiete ändern sich nicht.

Uns ist zu Ohren gekommen, dass Sie Ende 2020 in die USA expandieren möchten. Welche Ziele verfolgen Sie hierbei?

M. S.: Seit 2018 sind wir in UK und Irland. Für uns war es in erster Linie wichtig, unsere Organisation so aufzustellen, dass wir international agieren können. Das ist uns gelungen. Der Launch in den USA als einem der wichtigsten Märkte weltweit ist da nur eine logische Folge. Wir freuen uns sehr darauf.

Planen Sie in den nächsten Jahren auch in weitere Länder zu expandieren? Wenn ja welche Länder sind für Sie besonders interessant und stehen somit auf der Liste ganz oben?

M. S.: Derzeit steht erstmal „nur“ USA an, aber natürlich denken wir auch über weitere Länder nach.

Herr Faßbender und Herr Stahl, herzlichen Dank für das Gespräch.


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