Spielwarenmesse: Interview mit Haba: Die Welt mit Babyspielzeug erforschen

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Interview mit Haba: Die Welt mit Babyspielzeug erforschen

von Harald Hemmerlein

Bei Baby- und Kleinkindspielzeug achten Eltern besonders auf bestimmte Produkteigenschaften. Wir sprachen mit Michael Hopf, Geschäftsführer Marketing und Vertrieb bei HABA (Habermaaß GmbH), welche Kriterien beim Spielzeugkauf ausschlaggebend sind.

Spielwarenmesse®: Das Design von Spielwaren für Babys und Kleinkinder ist für viele Verbraucher von besonderer Bedeutung. Stehen bei der Produktentwicklung eigentlich die Käufer  - also in der Regel die Eltern – oder das Kind und seine Dispositionen im Mittelpunkt?

Michael Hopf: Schönere Produkte verkaufen sich besser. Diese Tatsache gilt für Babyspielzeug genauso wie für alle anderen Konsumgüter. Für den langfristigen Erfolg unserer Marke sollte das Design der Funktion folgen. In erster Linie stehen daher bei der Entwicklung von Spielzeug die Bedürfnisse der Kinder im Mittelpunkt. Design darf dabei nicht zum Selbstzweck werden.

Spielwarenmesse®: HABA wird von vielen Konsumenten in erster Linie mit hochwertigem Holzspielzeug in Verbindung gebracht. Gibt es spezielle Zielgruppen, die sich besonders für diese Produkte interessieren?

M.H.: Hochwertiges Holzspielzeug ist seit Jahren eine stabile Größe im Markt. Die wichtigste Zielgruppe für diese Produkte sind Eltern, die sich Gedanken um die Entwicklung ihrer Kinder machen und sich dabei nicht von Trends und Marketingkampagnen beeinflussen lassen. Diese Einsicht steht generell für gutes Spielzeug, nicht nur für das Material Holz.

Spielwarenmesse®: „Pädagogisch wertvoll“ ist ein Etikett, auf das vor allem Konsumenten aus dem deutschsprachigen Raum, gerade bei Spielwaren für Babys und Kleinkinder, positiv reagieren. Ein Ergebnis erfolgreicher Marketingbemühungen oder kulturelles Erbe?

M.H.: Mit dem Etikett „Pädagogisch wertvoll“ wirbt fast jedes Spielzeug und wird dabei mit kontroversen Studien von unterschiedlichsten Auftraggebern unterstützt. Eine brauchbare Orientierung ist diese Aussage nicht. Gutes Spielzeug sollte einen hohen Aufforderungscharakter haben und viel Freiraum für die Fantasie der Kinder lassen.

Spielwarenmesse®: Die Spielbedürfnisse von Babys und Kleinkindern sind ja über alle Generationen hinweg konstant. Gibt es dennoch Trends, die sich aktuell im Markt abzeichnen?

M.H.: Die Spielbedürfnisse von Babys und Kleinkindern ergeben sich aus ihren Fähigkeiten und Entwicklungsstufen. Das wird sich auch in 1.000 Jahren nicht ändern. In den letzten Jahren gibt es mehr und mehr elektronisches Spielzeug – auch für Kleinkinder.

Für Kinder unter 3 Jahren ist es enorm wichtig, die Welt mit allen Sinnen zu erfassen, um sich gesund zu entwickeln. Jeder vernünftig denkende Mensch wird erkennen, dass diese Erfahrung nicht durch Wischen auf dem Bildschirm ersetzt werden kann. Für Kinder über 3 Jahren ist ein zeitlich begrenzter Umgang mit elektronischem Spielzeug durchaus zu vertreten, sofern ein entsprechender Ausgleich geschaffen wird.

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