Spielwarenmesse: Interview mit Souza for Kids: Spielwaren als Indikator des Lifestyles

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Interview mit Souza for Kids: Spielwaren als Indikator des Lifestyles

von Harald Hemmerlein

Spielwaren und Marken geben Aufschluss über den Lifestyle einer Zielgruppe. Deshalb sollte auch der Einzelhandel dem Lifestyle seiner Kunden mit einer entsprechenden Umgebung Rechnung tragen. Darüber haben wir mit Angeliek Clercx-de Jager, Souza for Kids – Phanine, gesprochen.

Spielwarenmesse®: Spielwaren sind heutzutage vermehrt Ausdruck eines bestimmten Lebensgefühls. Lassen sich die Zielgruppen, also die „Eltern“ und die „erwachsenen Schenker“, ebenfalls nach Lifestyle-Typen untergliedern und welcher Lebensstil ist aktuell am häufigsten vertreten?

Angeliek Clercx-de Jager: Der Wohlfühlfaktor spielt eine große Rolle. Es ist wichtig, dass das Kind glücklich ist und positive Erfahrungen macht. Kinder müssen die Möglichkeit haben, dies auch zum Ausdruck zu bringen, zum Beispiel indem sie schöne Kleider und schönen Haarschmuck tragen. Denn wer sich hübsch fühlt, ist glücklich. Außerdem ist es wichtig, die richtigen Marken zu haben. Marken sind Ausdruck eines bestimmten Lebensstils: Qualität und Design. Oft ist das Erleben wichtiger als der faktische Besitz.

Lassen sich bei den Charakteristika der verschiedenen Lifestyles Unterschiede in den einzelnen Ländern ausmachen?

Angeliek Clercx-de Jager: Ja, es gibt bei den Ausgaben für Kinder deutliche Unterschiede zwischen Nord- und Südeuropa. Und auch die Farbpräferenzen sind unterschiedlich.

Wie kann der Spielwareneinzelhandel erfolgreich auf den Lebensstil seiner Kunden eingehen?

Angeliek Clercx-de Jager: Viele Händler haben noch nicht erkannt, dass hier Handlungsbedarf besteht. Manche Läden sind noch sehr altbacken und erinnern eher an Lagerräume. Dort stapeln sich die Waren in Kisten, anstatt eine angenehme Atmosphäre zu erzeugen. Allerdings gibt es hier allmählich einen Wandel, denn immer mehr Läden setzen auf eine Inneneinrichtung, durch die eine schöne Umgebung geschaffen wird. Außerdem veranstalten immer mehr Ladeninhaber Events, um Kunden anzulocken und sie für sich zu gewinnen. Für den Kunden ist der eigentliche Kaufvorgang ein sehr wichtiges Erlebnis und muss bei ihm angenehme Gefühle erzeugen.

Die Gestaltung von Spielwaren wird von Kindern (den Nutzern) und Erwachsenen (den Käufern) in puncto Funktionalität und Ästhetik oft sehr unterschiedlich wahrgenommen. Stellt das aus Marketingsicht eine Herausforderung dar?

Angeliek Clercx-de Jager: Ja, Kinder sind für Marken äußerst empfänglich. Es ist ihnen wichtig, was ihre Freunde über sie denken. Darum ist es für sie auch von extremer Bedeutung, dass sie das richtige Produkt von der richtigen Marke haben. Für die Eltern hingegen steht die Funktionalität eines Produktes im Vordergrund und sie sind eher preissensibel. Aus ihrer Sicht tut es auch eine nicht so angesagte Marke.

 

Autor dieses Artikels:

Harald Hemmerlein

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