Spielwarenmesse: Ex-Bankerin möchte die Kindheit der Mädchen verlängern

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Ex-Bankerin möchte die Kindheit der Mädchen verlängern

von Harald Hemmerlein

Nach der Geburt ihrer ersten Tochter hat Theresia Le Battistini ihre Stelle bei einer Bank gekündigt und die Finfin AG in der Schweiz gegründet. Die Ex-Bankerin hat ihre eigene Puppenkollektion  unter der Marke I’M A GIRLY auf den Markt gebracht und im vergangenen Jahr erstmals auf der Spielwarenmesse® in Nürnberg präsentiert.

Die Produkte werden gemeinsam mit einem Kids4Kids Team entwickelt, das aus Mädchen zwischen 9 und 13 Jahren besteht. Die Fashion-Doll soll eine Brücke vom Kind zum Teenager-Alter schaffen. I’M A GIRLY will starke Idole kreieren und Kinder zum Ausleben ihrer kreativen und individuellen Ideen und Fantasien inspirieren.

Wir sprachen mit der Gründerin und Unternehmenschefin über ihre Antriebe und Erfahrungen.

Spielwarenmesse®: Wie kommt man als Bankangestellte auf die Idee in das Geschäft mit Puppen einzusteigen?

Theresia La Battistini präsentiert ihre neue Puppenkollektion
Theresia La Battistini präsentiert ihre neue Puppenkollektion.

Theresia Le Battistini: Als Kind spielte ich leidenschaftlich gerne mit Puppen. So beschäftigte ich mich stundenlang mit dem Frisieren und Stylen. Als ich vor ein paar Jahren selber Mutter einer Tochter wurde, stellte ich überraschend fest, dass heutige Puppen immer noch aussahen wie zu meiner Kindheit. Ich begann zu recherchieren, führte Gespräche mit Spielwarenhändlern und besuchte die Spielwarenmesse in Nürnberg. Das Ergebnis bestätigte meine Annahme: Es gab keine Vielfalt und vor allem keine Angebote für ältere Kinder. Das wollte ich ändern und so begann die Geschichte von I’M A GIRLY.

Der Puppenmarkt gilt für viele Branchenexperten als gesättigt. Puppen gibt es in allen Preislagen praktisch überall – von der Tankstelle bis zur Luxus-Geschenkboutique. Was macht Sie dennoch zuversichtlich, mit Ihren Kreationen eine Nische entdeckt zu haben?

T. L. B.: Mit unseren Puppen bieten wir ein traditionelles Produkt mit einem modischen Twist. Etwas, das es in dieser Form bisher nicht gibt. Für die Entwicklung und das Design haben wir die wohl besten Experten engagiert: Mädchen und Jungs zwischen 9 und 13 Jahren, die unser Kids4Kids Team bilden. Sie entwerfen nebst den Puppen auch die Modekollektionen, die jede Saison neu auf den Markt kommen. Mittlerweile haben wir über 150 Accessoires und ab Ende Oktober 2018 zwei neue Puppentypen.

Wo lassen Sie die Produkte produzieren?

T. L. B.: Das Design entwickeln wir in der Schweiz und die Fabrikation findet in China statt.

Gibt es neben der Aussicht auf wirtschaftlichen Erfolg noch weitere Gründe, die Sie antreiben?

I’m a Girly Collecting Cards
I’m a Girly Collecting Cards fördern Rollenspiele mit den Fashion-Dolls.

T. L. B.: Ich finde es schade, dass viele Kinder schon mit acht, neun oder zehn Jahren erwachsen sind und kaum noch Zeit finden zu spielen. Viele der Mütter, die ich kenne, fahren ihre Töchter und Söhne von einem Termin zum nächsten. Für diese bleibt heute kaum noch Zeit zum Kind sein. Somit will ich ihre Kindheit verlängern und sie dazu verleiten wieder richtig zu spielen beziehungsweise spielerisch ein Gefühl dafür zu entwickeln was ihnen gefällt.

Sie haben 2017 Ihre Produkte erstmals auf der Spielwarenmesse in Nürnberg präsentiert. Wie waren die Reaktionen des Handels?

T. L. B.: Sehr gut. Unsere Puppen fanden großen Anklang. Für die kommende Weihnachtszeit werden wir unsere Produkte in Deutschland und Großbritannien lancieren. Nächstes Jahr expandieren wir in die USA und nach Frankreich. Dafür werden wir unser bestehendes Sortiment mit einem neuen Produkt ergänzen, dass wir 2019 erstmals in Nürnberg präsentieren werden.

Vielen Dank für das Gespräch.


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Autor dieses Artikels:

Harald Hemmerlein

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