Spielwarenmesse: Dadvertising ist der neue Trend im Marketing

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Vater lässt mit Tochter im Weizenfeld Drachen steigen
  Marketing

13. Juni 2018 / Marketing

Dadvertising ist der neue Trend im Marketing

von Maria Costa

Männer bringen sich immer aktiver in die Erziehung ein. Sie spielen viel mehr als früher mit ihren Kindern und die Industrie hat bereits erkannt, dass sich daraus auch Chancen für das Marketing ergeben. In diesem Artikel finden Sie Fakten und Beispiele für Unternehmen, die mit ihren Spielzeugprodukten erfolgreich Kinder und die dazugehörigen Väter ansprechen.

Väter spielen vor allem mit ihren Kindern

Zahlreiche Berichte belegen, dass die Väter von heute in sämtlichen Bereichen der Kindererziehung präsenter sind als früher, sich ihr Beitrag jedoch hauptsächlich auf Spielaktivitäten konzentriert. So hat der Windelhersteller Procter & Gamble beispielsweise 2017 eine Umfrage unter spanischen Vätern durchgeführt, die ergab, dass die Haupttätigkeit der Väter in erster Linie im gemeinsamen Spiel mit den Kindern bestand (83%). Sie zogen einen Spaziergang im Park mit den Kindern (46%) anderen Tätigkeiten wie z.B. Baden (15%), Zubettbringen (13%) oder Füttern (5%) vor.

Laut einer vom Pew Research Center durchgeführten Studie ist für amerikanische Väter ihre Elternrolle von zentraler Bedeutung – genauso viele Väter wie Mütter halten die Tatsache, dass sie Eltern sind, für einen außerordentlich wichtigen Bestandteil ihrer Identität.

Die Unterschiede im Rollenbild von Müttern und Vätern werden zwar geringer, was auch wissenschaftlich belegt ist, aber es muss noch einiges geschehen, bis man von einer faktischen Gleichberechtigung sprechen kann. Kann Spielzeug einen Beitrag dazu leisten? Ich denke ja, und das sollte auch so sein –und zwar nicht nur zum Wohle der Gesellschaft, sondern auch die Spielwarenbranche kann davon profitieren. Der moderne Vater ist offen für Werkzeuge und Hilfsmittel, mit denen er die Freude an der Zeit, die er mit seinen Kindern verbringt, noch weiter steigern kann.

Einige Unternehmen haben die Väter bereits ins Visier genommen

Gleich gekleidete Schaufensterpuppen als Vater und Sohn in der Modeabteilung
Like Father Like Son, Präsentation im Warenhaus El Corte Inglés, Oktober 2016
Werbeanzeige zeigt Vater mit Kind beim Fläschchen geben.
Dadvertising von Suavinex

In den letzten Jahren richten sich Kommunikationsstrategien immer gezielter an Väter. So setzt z.B. Suavinex in seiner Werbung einen Vater ein, der sein Baby im Arm hält und ihm etwas vorliest. Bei der neuen Bekleidungsmarke Like Father Like Son treten Väter und Söhne im gleichen Outfit auf. Aber nicht nur in den Bereichen Mode und Childcare, sondern auch in der Spielwarenindustrie gibt es spannende Beispiele für erfolgreiches Targeting von Vätern. Auf der Spielwarenmesse® 2017 war beispielsweise auf dem Stand von Ravensburger ein Vater abgebildet. Dieses Jahr ist Brio diesem Beispiel gefolgt und hat in seinem Katalog für 2017 bei My first take along Kit erstmals das Bild von einem Kind aufgenommen, das mit seinem Vater spielt.

Ravensburger Stand auf der Spielwarenmesse® 2017
Ravensburger Stand auf der Spielwarenmesse® 2017
Vater & Kind Abbildung im Brio Katalog 2017
Vater & Kind Abbildung im Brio Katalog 2017

Viele Hersteller setzen nicht nur bei der Werbung auf den Vater-Faktor, sondern entwickeln ganz gezielt Spielwaren, die auf Themen und eine Bildsprache setzen, die „vätergerecht“ ist. Ein gelungenes Beispiel ist die Sigikid-Produktlinie Papa & me mit ihrem Slogan „Dads are the new moms“. 2017 brachte Sigikid Plüschartikel auf den Markt, bei denen Werkzeuge und Superhelden im Mittelpunkt standen, während in der Edition 2018 dann Musik und Rock‘n Roll an der Reihe waren.

Sigikid Papa&Me Plüschtierband
Sigikid Papa&Me Plüschtierband auf der Spielwarenmesse® 2018
Sigikid Papa&Me Werkzeuge aus Plüsch
Sigikid Papa&Me Werkzeuge aus Plüsch auf der Spielwarenmesse® 2017

Fokussierung auf Väter

Spielwarenhersteller sind gut beraten, wenn sie bereits bei der Entwicklung neuer Produkte und Strategien den Vater-Faktor mitberücksichtigen. Hier bieten sich für die Branche exzellente Chancen, da die Zielgruppe Väter großes Interesse daran hat, Hilfsmittel zu finden, die sie dabei unterstützen, die gemeinsame Zeit mit dem Nachwuchs noch angenehmer und besser zu machen. Spielsachen und Artikel, die die tägliche Routine für Väter und ihre Kinder spannender machen, sind hier ein guter Ansatzpunkt. So lassen sich auch Aufgaben wie Baden, Zubettbringen oder Füttern für beide Seiten zu einem Erlebnis mit Fun-Charakter machen. Und aktivere Väter kommen auch bei den Müttern gut an!


Dieser Artikel stellt die Meinung des Autors dar und stimmt nicht notwendigerweise mit der Meinung der Spielwarenmesse eG überein.

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Autor dieses Artikels:

Maria Costa, AIJU

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