Spielwarenmesse: Woher kommen eigentlich Memes?

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Woher kommen eigentlich Memes?

von BASIC thinking

Ein Internet ohne Memes? Unvorstellbar! Doch woher kommen Memes eigentlich und wie werden sie verbreitet? Wir werfen einen Blick auf das virale Internetphänomen.

Lustige Katzenbilder, tanzende Babys oder Comicfiguren mit Texten – Memes sind aus dem Internet nicht mehr wegzudenken, sie sind ein Internetphänomen. Ein Meme, ausgesprochen [miːm], wird auf sozialen Medien als Link oder Datei geteilt und ist meistens ein Bild, das nachträglich mit kurzen, prägnanten Texten versehen wurde.

Täglich entstehen zahllose neue Memes. Die meist schrägen Wort-Bild-Kombinationen haben mal lustige, mal politische Botschaften und Internet-Nutzer teilen sie fleißig über soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter oder WhatsApp. Doch die wenigsten kennen wahrscheinlich die Geschichte der Memes. Woher kommt der Begriff? Was bedeutet er und wie verbreiten sich Memes im Internet?

Memes gab es schon lange vor dem Internet

Seit den 2000ern sind Memes ein virales Phänomen im Internet. Doch was viele nicht wissen: Memes gibt es schon sehr viel länger. Das Wort „Meme“ ist eigentlich ein Kunstwort. Der Begriff wurde wahrscheinlich zum ersten Mal 1979 vom britischen Biologen Richard Dawkins in seinem Buch „Das egoistische Gen” verwendet. Dawkins beschreibt darin Memes als Ideen oder Konzepte, die Eingang in die Popkultur finden und hier nicht nur geteilt, sondern auch abgeändert werden. Dawkins sagte, ein solches Verhalten gebe es sonst nur bei Genen.Memes müssen dabei nicht immer Fotos sein. Sie können auch Videos, GIFs, Symbole, Worte oder auch Gesten und sogar Rituale sein. Fast immer geht es aber darum, mit ihnen eine bestimmte Botschaft zu verbreiten. Das kann ein Witz sein oder ein politischer Kommentar. Bevor es das Internet gab, waren Memes oft Comic-Zeichnungen oder Graffitis, die sich um die ganze Welt verbreiteten. Dazu gehören zum Beispiel die Graffitis des Straßenkünstlers Banksy.

Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt

Das Internet hat es aber wesentlich einfacher gemacht, Memes zu erstellen und zu verbreiten. Die meisten Memes werden von Nutzern am eigenen PC entworfen. Oft nehmen diese dafür ein bekanntes Foto oder Video und versehen es mit neuem Text oder einem Untertitel. Eine andere Variante ist es, Grafiken selbst zu erstellen oder zu bearbeiten und dadurch neue Memes zu schaffen. Ist ein Meme einmal geschaffen, wird es über soziale Netzwerke geteilt. Die meisten Memes werden zunächst auf Reddit, /pol/ oder 4chan zirkuliert. Von hier finden sie dann ihren Weg zu anderen Netzwerken wie Twitter, Pinterest, Facebook oder WhatsApp.

Einerseits sorgt dies für viel Humor im Internet. Andererseits werden Memes auch genutzt, um damit Hassbotschaften oder Rassissmus zu verbreiten. Sie können also nicht nur positiv, sondern auch negativ beeinflussen. Wie stark die Beeinflussung sein kann, zeigen auch Unternehmen wie Sixt oder die BVG, die Memes insbesondere für ihre Social-Media-Aktivitäten nutzen oder teils selbst kreieren und damit einen Werbehit nach dem anderen landen. Sie verbinden Viralität und Humor und beeinflussen die Kundschaft somit unterschwellig. Hängen bleibt bei den Nutzern dann ein modernes, offenes, lockeres Unternehmen, mit dem man sich gerne assoziiert.

Memes haben also längst Einzug in unser digitales Leben gefunden. Neben dem Spaß und der Unterhaltung, die sie uns bieten, bergen sie aber natürlich auch Gefahren. Dessen sollte man sich bewusst sein und vor dem Klick auf „Teilen“ kurz darüber nachdenken, welche Botschaft möglicherweise mit dem Meme transportiert werden soll – und von wem.

Witzige Baby Memes

Über die Autorin

Marinela Potor berichtet als Journalistin über Wissenschaft, Mobilität und digitale Trends für die Online-Magazine „BASIC thinking“ und „Mobility Mag“ der BASIC thinking GmbH. In ihrer Freizeit hört sie viele Podcasts und reist leidenschaftlich gerne.


Dieser Artikel stellt die Meinung des Autors dar und stimmt nicht notwendigerweise mit der Meinung der Spielwarenmesse eG überein.

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