Spielwarenmesse: So gelingt der Einstieg in neue Spielwaren­märkte: Best Practice Indien

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So gelingt der Einstieg in neue Spielwaren­märkte: Best Practice Indien

von KidsKinder Dreams India Pvt. Ltd.

Die indische Spielwarenbranche hat es in den letzten zehn Jahren weit gebracht. Früher konnten sich indische Kinder stundenlang mit traditionellen Spielwaren made in India vergnügen. Heutzutage sind jede Menge importierter Spielwaren verschiedenster internationaler Marken auf dem indischen Markt vertreten. Das 2012 gegründete Unternehmen KidsKinder Dreams India Pvt. Ltd. (die Marke heißt Kinderdreams) hat es sich von Anfang an zum Ziel gemacht, an der Spitze dieser dynamischen und positiven Entwicklung zu stehen.

Kinderdreams ist ein indisch-deutsches Joint-Venture im wahrsten Sinne des Wortes, das indischen Eltern und Kindern Zugang zu deutschen Markenspielwaren bieten will, die für höchste Qualität und erstklassiges Design stehen. Bis vor kurzem war dies in Indien noch unbekanntes Terrain. An dem Gemeinschaftsprojekt beteiligt sind NICI, Playmobil, HABA, Rebel Kidz, Spiegelburg, Theo Klein und Okiedog.

Warum gerade ein Joint-Venture für ausländische Markenhersteller der Schlüssel zum indischen Spielzeugmarkt ist

Der größte Vorteil, den ein Gemeinschaftsunternehmen mit einem lokalen Partner für ausländische Markenhersteller bietet, ist das Marktwissen, das der indische Partner mitbringt. Der ausländische Partner verfügt meist über die erforderliche Produktkompetenz, während der lokale Partner das für die Marktpenetration nötige Wissen beisteuern kann. Durch diesen Zusammenschluss lässt sich eine gute GTM (Go to Market)-Strategie entwickeln und die richtige Plattform für einen idealen Marken- bzw. Produktstart etablieren.

Da die indische Spielwarenbranche immer noch einen gewissen Grad an Unorganisiertheit aufweist, ist es für ausländische Markenhersteller ratsam, sich mit lokalen Partnern zusammenzutun, um u.a. deren Wissen über den lokalen Markt, Einzelhandelsstrukturen, Verbraucherdaten (demografische Daten, Kaufverhalten, Trends usw.), Datenanalysen und Marktforschungsergebnisse, USPs (USP der Marke/des Produkts für den Verbraucher, entweder als solche empfunden oder tatsächlich vorhanden) zu nutzen und den Anschluss an die „letzte Meile“ herzustellen.

Durch ein Joint-Venture lassen sich darüber hinaus die Investitionsrisiken sowie der Cost-to-Market für die nicht-indische Seite erheblich minimieren, da durch die Partnerschaft meist eine Win-Win-Situation sowie ein günstiges Geschäftsumfeld für alle Beteiligten geschaffen werden.

Damit das Joint-Venture auch langfristig erfolgreich, rentabel und nachhaltig betrieben werden kann, muss sich das Gemeinschaftsunternehmen kontinuierlich weiterentwickeln, entweder durch die Learning-Unlearning-Methode oder durch dynamischen Wandel in Abhängigkeit vom Marktgeschehen.

Die zurückliegenden vier Jahre waren für Kinderdreams eine spannende Zeit, die viel Mut gemacht hat, denn die Akzeptanz bei den indischen Verbrauchern war hoch. Ursprünglich hatte Kinderdreams nur vier Marken im Sortiment, mittlerweile hat sich die Zahl verdoppelt.

Der Sitz des Unternehmens befindet sich in Bangalore und die Verbindungen zur städtischen Bevölkerung sind inzwischen ausgesprochen gut. Die Erschließung der ländlichen Gebiete und Optimierung des Produkt- und Preismixes sind jetzt die wichtigsten Herausforderungen, denen sich Kinderdreams stellen muss. 

 

„Wir sind mit jeder Marke und jedem Markt weiter gewachsen und es versteht sich von selbst, dass die Spielwarenmesse eG einen entscheidenden Anteil an unserer Entwicklung hatte. Sie hat Unternehmen wie uns eine solide Plattform und mit der Kids India auch einen Wegbereiter zur Verfügung gestellt, die als B2B-Messe ihresgleichen auf dem indischen Subkontinent sucht. Der enorme und konkurrenzlose Erfolg der Kids India in 2013, 2014 und 2015 zeigt, wie gut die Messe als größte B2B-Plattform für die Spielwarenbranche in Indien angenommen worden ist“,

S. Sampath Kumar, Gründer und Geschäftsführer KidsKinder Dreams India Pvt. Ltd.

9 wichtige Schritte auf dem Weg zum Joint-Venture

Vereinfacht ausgedrückt ist ein Joint-Venture eine Art Ehe zwischen zwei Unternehmen, die dieselbe Vision, Leidenschaft und Ziele teilen und gemeinsam entschlossen an deren Umsetzung arbeiten. Wichtige Zutaten für ein erfolgreiches Joint-Venture sind:

  1. Identifikation der Verbindung zwischen Produkt und Endkunde – Einzigartigkeit, Qualität, Verfügbarkeit des Produkts, Nachfrage nach dem Produkt und Gebrauchswert auf Seiten des Kunden (wahrgenommen/tatsächlich) usw.
  2. Bewertung der Innovationsbereitschaft des Herstellers – Umschichtung und Ausweitung des Produktportfolios, um Bestandskunden zu halten und fortwährend Neukunden zu gewinnen
  3. Kenntnis über die Fähigkeit des lokalen Partners, bis zum Endkunden vorzudringen – Unternehmensgeschichte, Händler-/Vertriebspartner-Netzwerk, Anzahl der POS-Outlets, Werbe- und Marketingressourcen, Kompetenzen und Kapazitäten im Bereich Kompatibilität von Offline- und Online-Handel usw.
  4. Kenntnis über den Wettbewerb
  5. Berücksichtigung etwaiger Eintrittsbarrieren
  6. Solide Finanzplanung für das Gemeinschaftsunternehmen
  7. Gemeinsames Bekenntnis der Joint-Venture-Partner zu Businessplan, Strategie, Projektplanung, Meilensteinen und Umsetzung
  8. Genaue Festlegung der Hauptverantwortlichkeiten und –ergebnisse, die durch die Joint-Venture-Partner zu liefern sind (mit Details, Zeitvorgaben, auf eindeutige Formulierung achten)
  9. Absolute Transparenz, Beachtung ethischer Werte und null Toleranz bei Nichteinhaltung von Geschäfts- und Finanzvorgaben

Machen Sie in einem der vielversprechendsten Spielwarenmärkte Geschäfte. Die Kids India in Mumbai bietet internationalen Spielwarenherstellern zahlreiche Gelegenheiten, um neue Kontakte zu knüpfen und ihre Waren auf dem indischen Wachstumsmarkt anzubieten. Erfahren Sie mehr über die Kids India und das World of Toys-Programm für internationale Aussteller.

 

Autor dieses Artikels:

KidsKinder Dreams India Pvt. Ltd.

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