Spielwarenmesse: Nürnberg im Sommer

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Stadtaufnahme von Nürnberg
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Nürnberg im Sommer

von Steve Reece

Wie die meisten Leute, die in der Spielwarenbranche tätig sind, komme ich regelmäßig zur Spielwarenmesse nach Nürnberg. Ich habe irgendwann aufgehört zu zählen, aber ich glaube, dass 2019 das 20. Mal war, dass ich die Spielwarenmesse besucht habe. In meinem Gedächtnis reiht sich also ein von Eis und Schnee gekennzeichneter Besuch Ende Januar nahtlos an den nächsten.

Nürnberg während der Spielwarenmesse

Nürnberger Turm mir den Spielwarenmesse Fahnen

Ich habe mich immer zu Hause gefühlt in Nürnberg. Natürlich hat sich im Lauf der Zeit viel verändert – das Messegelände selbst, das nie aufhört zu wachsen, die Spielwarenindustrie, in der ständig Neues entsteht, und auch die Stadt selbst, an der immer weiter gebaut wird. Ich bin in Hotels, in Jugendherbergen, in Airbnb-Unterkünften (von den besten und teuersten bis zu den billigsten und schlechtesten) abgestiegen und musste auch ab und zu in andere Städte in der Region ausweichen, weil die Nachfrage nach Unterkünften während der Spielwarenmesse so hoch ist.

Ich bin Vegetarier und deswegen war das erste Mal, als ich in einem der zahlreichen fränkischen Wirtshäuser essen gehen wollte, für mich und auch für den Ober etwas verwirrend. Ich versuchte ihm klarzumachen, dass ich keine Bratwürste, kein Schäufele und auch sonst nichts traditionell Fränkisches mit Wurst oder Fleisch wollte. Heute ist das anders, denn es gibt eine große Auswahl an Restaurants in Nürnberg, die für jeden Geschmack etwas zu bieten haben. Selbst die ganz traditionellen Gasthäuser haben in der Regel zusätzlich zu der fleischlastigen regionalen Küche auch ein vegetarisches Gericht auf der Karte.

Ich erinnere mich auch an unzählige Abendveranstaltungen an ganz vielen verschiedenen Orten, auf denen ich millionenschwere Geschäfte abgeschlossen, neue Kunden und Freunde gefunden und natürlich auch reichlich Erfahrung mit den fränkischen Bierspezialitäten gesammelt habe. Am meisten hat mich ein Abend im Schloss von Faber-Castell beeindruckt, den ein führender Spieleanbieter dort veranstaltet hatte. Das Schloss ist auch für Touristen geöffnet und ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall.

Nürnberg im Sommer

Straße von Nürnberg
©CTZ/Uwe Niklas

In den vergangenen Jahren war ich ein paar Mal im Sommer in Nürnberg – geschäftlich und auch privat. Nürnberg im Sommer ist etwas ganz anders als Nürnberg Ende Januar.

Natürlich sind die Geschäfte, Cafés und Bars auch im Winter geöffnet (das weiß ich aus eigener Erfahrung). Aber im Sommer drängt alles nach außen, Tische und Stühle stehen auf den Gehsteigen und die Menschen genießen ihren Espresso im Freien. Übrigens sollten Sie für einen Sommertrip eher Shorts und T-Shirts dabeihaben, denn 25 Grad und mehr sind in Nürnberg im Sommer nichts Besonderes und die Sonne scheint auch häufig.

Jedenfalls hatte mich ein geschäftlicher Besuch von Nürnberg im Juli so beeindruckt, dass ich meine Familie überzeugte, mich im Folgejahr zu begleiten, um dann von Nürnberg aus das zu machen, was wir Amerikaner so lieben: eine Europa-Rundreise.

Urlaub in Nürnberg

Meiner Familie hat Nürnberg ausnehmend gut gefallen und sie hat nur mit Wehmut Abschied genommen. Alle Familienmitglieder flanierten gerne durch die Altstadt entlang der Windungen der Pegnitz und waren von den Kirchen und Plätzen begeistert. Es hat ihnen viel Spaß gemacht, sich an einem der zahllosen Stände etwas zu essen zu holen. Unser Favorit war eine kleine Falafelbude, die von außen nach nichts aussah, aber köstliche Falafels zubereitete, die wir dann in der Sonne in aller Ruhe genießen konnten.

Kaiserburg Nürnberg
©CTZ/Uwe Niklas

Der steile, dafür aber kurze Aufstieg zur Burg lohnt sich zwar auch am Ende eines Messetags, wenn man abends die Lichter der Stadt sehen kann, aber an einem schönen Sommertag ist die Aussicht noch viel besser. Einmal war ich während der Spielwarenmesse jenseits der Burg untergebracht, sodass ich immer ein kurzes, aber anstrengendes Stück den Burgberg hochlaufen musste, um zu meinem Zimmer zu gelangen. Der Weg führte mich mutterseelenallein mitten durch die Burg und konnte einem schon mal einen Schauder über den Rücken jagen. Wenn man die Strecke dagegen im Sommer läuft, sieht alles viel freundlicher aus, denn um die Burg herum ist bis spät in den Abend immer was los.

Natürlich gibt es auch viele interessante Museen in Nürnberg. An erster Stelle steht selbstverständlich das Spielzeugmuseum, in dem jeder, der Kontakte zur Spielwarenmesse pflegt, mindestens einmal gewesen sein sollte, gefolgt vom Albrecht-Dürer-Haus (Dürer stammt aus Nürnberg und hat dort auch bis zu seinem Tod gelebt), dem Verkehrsmuseum und vielen anderen. Ich konnte mit meiner Familie gar nicht alle Museen und Sehenswürdigkeiten besuchen und deswegen war klar, dass wir noch einmal nach Nürnberg zurückkehren und mehr Zeit mitbringen würden.

Und natürlich werde ich in absehbarer Zeit nach wie vor auch immer wieder im Januar und Februar vor Ort sein. Aber selbst meine Kinder wollen unbedingt noch einmal die geschichtsträchtige Stadt an der Pegnitz besuchen, die so eine große Rolle im beruflichen Leben ihres Vaters spielt – nicht nur wegen der großen und kleinen Geschichten, die sie immer wieder von mir erzählt bekommen, ob sie sie hören wollen oder nicht, sondern weil sie selbst so viel Spaß in Nürnberg hatten!

Nürnberg im Sommer entdecken

Schlendern Sie durch die Stadt und entdecken Sie das harmonische Zusammenspiel von Altem und Neuem. Bekannte und unentdeckte Highlights warten auf Sie. Finden Sie ihre Tipps für Touren & Führungen, Versteckte Orte und Spezialitäten. Der perfekte Begleiter für die Planung Ihres Aufenthalts ist die Touristen Information.


Dieser Artikel stellt die Meinung des Autors dar und stimmt nicht notwendigerweise mit der Meinung der Spielwarenmesse eG überein.

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