Spielwarenmesse: So punkten Sie mit Lifestyle und Trendartikel beim Kunden

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So punkten Sie mit Lifestyle und Trendartikel beim Kunden

von Harald Hemmerlein

Mit Vielfalt die Kunden ansprechen: Von aufwändig designten Technikartikeln bis hin zu schmückenden Accessoires, Lifestyle und Trendartikel finden sich in allen Produktbereichen der Spielwarenbranche. Auf der Spielwarenmesse® bekommt die Produktgruppe erstmal eine eigenständige Fläche im Eingang Mitte. Als Zusatzsortiment sind die Artikel sehr beliebt, es reicht allerdings nicht, nur ansprechende Produkte anzubieten. Die richtige Warenpräsentation kann insbesondere im Bereich Lifestyle am Ende ausschlaggebend für den Kunden sein, erklärt uns Birgit Klostermann, Geschäftsführende Gesellschafterin von bb Klostermann.

Spielwarenmesse®: Spielwaren sind immer mehr auch Ausdruck verschiedener Lebensstile. Lassen sich die Zielgruppen Eltern und erwachsene Schenker nach Typen dieser Lebensstile segmentieren und welcher Lebensstil bestimmt gerade den Mainstream?

Birgit Klostermann: Eltern sind vielen Einflüssen ausgesetzt - vor allem dem ihrer Kinder. Diese kennen nicht nur die Welt der modernen Spielwaren. Sie erfahren Trends von Freunden, vom Fernsehen, von neuen Medien - über Wege, von denen ihre Eltern oft noch gar keinen blassen Schimmer haben. Trends und Kaufentscheidungen entstehen heute in einer Vierecksbeziehung von Eltern, Kindern, Spielwarenherstellern und Medien. Die IT-Medien- und Technikwelt gibt dabei immer mehr den Ton an, an ihrem Einfluss kommt keiner mehr vorbei. Zum einen wächst die Technik ins Spielzeug: Mini-Quadrocopter, sprechende Stifte, Tablet-PCs sind inzwischen Alltag. Die Ästhetiken der digitale Schöpfungen sind aber auch stilbildend und durchdringen die Spiel- und Fantasiewelten: Auch Spielzeug, das nicht originär digital ist, passt sich mehr und mehr diesen Strömungen an.

Doch zu jedem Extrem gibt es auch Gegenströmungen. Eine ist der Glitzer- oder Glamourtrend, für den natürlich auch bb Klostermann steht. In den letzten Jahren entstand zum Beispiel, vielleicht unter dem Einfluss der Casting-Shows und Ähnlichem, eine eigenständige Beauty- und Fashionstylewelt. Schmücken und Ausprobieren ist Teil der Begegnung mit dem eigenen Ich. Es geschieht im Vergleich mit den Freundinnen. Es ist Teil des sozialen Lernens. Es ist haptisch und real. Insofern lässt sich der erstaunliche Erfolg des Fashionstyle-Trends tatsächlich als Gegenreaktion auf den digitalen Hype sehen.

Wie sprechen Spielwarenhändler den Lebensstil ihrer Kunden erfolgreich an?

B.K.: Wir alle lieben den Spielwarenladen um die Ecke. Doch dieser Laden hat einen schweren Stand. Oft lässt man sich hier beraten und kauft dann im Internet.

Da müssen nun neue Reize für die Kunden geschaffen werden: Das Einrichten von Spiel- und Ausprobierecken, die Umgestaltung zu Themen- oder sogar Erlebnisbereichen sollte das Kaufen attraktiver machen. Aktionstage sollten Aufmerksamkeit bringen.

Wichtig ist aber auch die Anpassung des Sortiments an die neuen Anforderungen. Klein- und mittelpreisige Trendartikel, nützliche und innovative Dinge „to take and buy“ bringen den Umsatz zurück.

Eine gut durchdachte und auf die Gegebenheiten abgestimmte Präsentation mit Wiedererkennungswert schafft hier Markenbekanntheit. Verlässliche Handelspartner, die stets zuverlässig attraktive Neuheiten bringen, setzen sich so im Bewusstsein fest und garantieren dem Einzelhandel auch weiterhin Erfolg.

Das Design von Spielwaren wird auf den Ebenen Funktionalität und Ästhetik von Kindern (Verwender) und Erwachsenen (Käufer) ganz unterschiedlich beurteilt. Eine Herausforderung für das Marketing?

B.K.: Es ist wirklich interessant zu beobachten, an welche dieser beiden Gruppen sich die verschiedenen Spielwarenvertreiber wenden. Auf Dauer kann eine Marke nur Erfolg haben, wenn sie die Vorstellungen sowohl der Kinder als auch der Eltern bedient. Kurz gesagt: Spielzeug sollte Spaß machen. Es muss aber auch wertig sein und die Entwicklung des Kindes fördern. Dies muss von Anfang an berücksichtigt werden, bei der Produktentwicklung, bei der Umsetzung, und natürlich bei den Vertriebsstrategien. Jede Firma muss sich hierbei überlegen, wie ihr grundsätzliches Konzept aussieht und wie sie als Marke wahrgenommen werden möchte. Dies wird so auch von Händlern und Kunden erwartet und honoriert. Nur auf einer solchen soliden Grundlage sind erfolgreiche Werbe- und Marketingmaßnahmen, die dauerhaft Umsatz und Wachstum bringen, möglich.

 

Autor dieses Artikels:

Harald Hemmerlein

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