Spielwarenmesse: So sorgen Sie in sechs Schritten für sicheres Spielzeug

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So sorgen Sie in sechs Schritten für sicheres Spielzeug

von Toy Industries of Europe (TIE)

Sie haben eine Idee für ein neues Spielzeug? Toy Industries of Europe hat einige Tipps zusammengestellt, wie Sie aus Ihrer Idee erfolgreich ein Endprodukt entstehen lassen, das Sie auf der kommenden Spielwarenmesse® vorstellen können.

1. Das Konzept

Laut den EU-Vorschriften zur Spielzeugsicherheit müssen Hersteller den Entwurf des Spielzeugs bewerten, dafür sorgen, dass sichere Materialien verwendet werden und während des gesamten Produktionsprozesses Prüfungen vornehmen. Dadurch wird in allen Abschnitten sichergestellt, dass das Spielzeug sämtlichen Anforderungen entspricht. So bleiben unangenehme Überraschungen am Ende der Entwicklungsphase aus. Die vorgeschriebenen Sicherheitsprüfungen sehen vor, dass in einem ersten Schritt die Anforderungen festzulegen sind, denen das Spielzeug entsprechen muss. Sodann muss sichergestellt werden, dass diese Anforderungen vom ersten Entwurf bis zum faktischen Produktionsprozess auch eingehalten werden. Es kann in verschiedenen Abschnitten dieses Prozesses erforderlich werden, Prüfungen durchzuführen, damit gewährleistet ist, dass das Spielzeug den einschlägigen Anforderungen entspricht.

2. Einschlägige Anforderungen

Mithilfe der zwingend vorgeschriebenen Sicherheitstests sollen Gefahren festgestellt und Risiken minimiert werden:

  • Sind Nähte fest genug, dass Kleinkinder diese nicht lösen und Teile des Schaumstoffs abreißen können (Erstickungsgefahr)?
  • Sind Kunststoffteile groß genug, um nicht mehr als Kleinteile zu gelten?
  • Ist ein Spielzeug so widerstandfähig, dass auch bei anspruchsvollen Prüfverfahren keine Kleinteile entstehen?
  • Weist das Spielzeug scharfe Ränder oder Ecken auf?
  • Entsprechen die eingesetzten Materialien den einschlägigen Anforderungen, z.B. enthalten Textilien keine verbotenen Farbstoffe?
  • Es muss nicht jedes Material auf alle Substanzen getestet werden. So sind zum Beispiel Phthalate meist nur in weichmacherhaltigen Materialien, aber nicht in Textilien enthalten.
  • Ist das Spielzeug ausreichend feuerfest?
  • Ist durch die Verwendung geeigneter elektrischer Bauteile dafür gesorgt, dass keine Überhitzung eintreten kann?

3. Auswahl der Lieferanten

Gute und bewährte Lieferantenbeziehungen sind das A und O.

  • Wählen Sie Lieferanten, deren Materialien den einschlägigen Vorschriften entsprechen.
  • Überprüfen Sie die Systeme Ihrer Lieferanten, mit denen diese sicherstellen, dass Vorschriften eingehalten werden.
  • Lassen Sie sich Belege zeigen, aus denen hervorgeht, dass die Vorschriften eingehalten werden.
  • Führen Sie im Verlaufe der Zusammenarbeit stichprobenhafte Neu-Überprüfungen durch.
  • Sie erhöhen dadurch die Wahrscheinlichkeit, dass das Spielzeug allen einschlägigen Vorschriften entspricht.

4. Im Vorfeld der Produktion

In dieser Phase können Sie überprüfen, ob das Spielzeug korrekt entworfen wurde und können dadurch Konformität gewährleisten.

  • Stellen Sie einige Exemplare des Spielzeugs her, um die Bereiche zu identifizieren, in denen die geltenden Vorschriften eventuell nicht eingehalten werden könnten; überprüfen Sie z.B., dass die Nähte fest genug sind, damit Kinder nicht an das Füllmaterial gelangen können.
  • Nehmen Sie bei Bedarf Verbesserungen vor (z.B. Verdopplung der Nähte).
  • Erstellen Sie die Dokumentation, in der beschrieben ist, wie während der Produktion die Sicherheit und Einhaltung der Vorschriften gewährleistet werden soll.

5. Produktion

Beginnen Sie mit der Produktion des Spielzeugs und führen Sie (z.B. bei jedem 50. Spielzeug) eine Überprüfung durch, damit sichergestellt ist, dass die Konformität des Spielzeugs auch bei einer Serienfertigung gewährleistet ist.

6. Nach der Produktion

  • Nehmen Sie Sie eventuell eine abschließende Stichprobe, bevor das Spielzeug das Lager verlässt (überprüfen Sie z.B., ob die Verpackung richtig etikettiert wurde).
  • Erstellen Sie eine EG-Konformitätserklärung für das Spielzeug, mit der Sie bestätigen, dass dieses sämtlichen einschlägigen Sicherheitsanforderungen entspricht und der Hersteller die Verantwortung für die Konformität des Spielzeugs übernimmt.
 

Autor dieses Artikels:

Toy Industries of Europe (TIE)

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