Spielwarenmesse: Spielzeug-Präferenzen von Kindern in der Corona Krise

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Spielzeug-Präferenzen von Kindern in der Corona Krise
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Spielzeug-Präferenzen von Kindern in der Corona Krise

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Angesichts der bisher nie dagewesenen Situation könnte man aktuell bisweilen den Eindruck haben, dass die Welt stillsteht. Dem ist aber nicht so, zumindest wenn man sich die Daten von Kids Insights anschaut. Man kann sich ja schon fast nicht mehr vorstellen, wie es vor der Coronakrise war, als man alles haben konnte, als Konsum etwas Selbstverständliches war und man den Eindruck hatte, dass das Wachstum keine Grenzen kennt. Es steht außer Frage, dass in den nächsten Wochen und Monaten wieder Normalität einkehren wird. Das bedeutet aber nicht, dass alles wieder so wird wie vor Corona.

Kids Insights ist der Auffassung, dass dieser historische Einschnitt drei Epochen hervorbringen wird: vCo (vor dem Corona-Virus), uCo (unter dem Corona-Virus) und nCo (nach dem Corona-Virus). Und die Einstellungen, Verhaltensweisen und Konsummuster von Kindern, Erwachsenen und Familien werden sich im Verlaufe dieser drei Epochen signifikant ändern. Das bedeutet wiederum, dass die meisten Marktforschungsergebnisse, die man jetzt noch vor sich auf dem Schreibtisch liegen hat, schlichtweg überholt sein werden. Kids Insights befragt regelmäßig eine größere Anzahl wechselnder Kinder – 1.200 pro Woche in der EU und weitere 1.600 in den USA, Indien, Brasilien und Mexiko. Das heißt, dass das Marktforschungsinstitut Daten für diese drei Epochen vorrätig haben wird: vCo, uCo und nCo.

Wenn man auf das Echtzeit-Datenportal zurückgreift, erkennt man bereits jetzt eine Reihe signifikanter Trends, die sich während der Coronakrise abzeichnen:

Spieltrends während Corona
  1. Die Spielzeuge und Spiele, mit denen die Kinder in den letzten Wochen während der Corona-Pandemie (uCo) gespielt haben, haben sich fundamental geändert*.
    Brettspiele werden immer beliebter, denn sie können in der Familie gespielt werden und ermöglichen rund um den Globus gemeinschaftliches Spielen. Die Zahlen im Einzelnen: In Spanien sagen jetzt 5,5% der Befragten, dass Brettspiele ihre Favoriten sind (ein Anstieg um 67%), in Italien sind es 4,2% (61% mehr), während es in Großbritannien 2% sind (ein Anstieg um 66%). In Deutschland stieg das Interesse an Puzzles von 0,2% auf 0,9%. Wenn man sich das Verhalten britischer Kinder anschaut, stellt man bei Barbie-Puppen einen Anstieg von 1,0% auf 1,5% und bei Autos von 0,5% auf 0,8% fest.
  2. Im März 2020 konnte man darüber hinaus eine Renaissance altbekannter Spiele beobachten.
    Zum Beispiel verbrachten mehr Kinder in Großbritannien (+14%), Italien (+12%) und Deutschland (+4%) Zeit mit Puzzlen und Rätseln.
  3. Weiterhin ist ein Wachstum bei Retro-Gamingkonsolen festzustellen. Die Preise für Konsolen aus zweiter Hand sind erschwinglich und manche Familien haben einfach alte Geräte aus dem Keller geholt. Dadurch spielen jetzt verschiedene Generationen miteinander und es ist wahrscheinlich, dass Kinder noch mehr Old-School-Games entdecken werden.
    In vielen Ländern erleben die Retro-Geräte gerade ein Revival: +12% in Großbritannien, +59% in Frankreich, +22% in Italien und +58% in Indien.
  4. Durch den landesweiten Stillstand verbringen Kinder mehr Zeit online und in sozialen Medien.
    In Italien stieg die Nutzung von Netflix um 10%, bei Konsolen lag der Anstieg sogar bei 16%. Dieses Muster dürfte sich in ganz Europa wiederholen. Auch soziale Medien werden häufiger genutzt. Die Anzahl der 6- bis 12-Jährigen in Spanien, die Chat-Plattformen nutzen, hat um 20% zugelegt, weil Kinder sich vermehrt mit Gleichgesinnten online austauschen und gemeinsam etwas erleben wollen. In Italien ist auch die Zahl der Jugendlichen im Alter zwischen 10 und 20, die Facebook nutzen, um 30% angestiegen.

Niemand kann sagen, in welche Richtung sich das Verhalten der Kinder nach der Coronakrise entwickeln wird. Eines ist aber sicher: In der uCo-Zeit sind traditionelle Spiele wieder sehr beliebt. Gleichzeitig sehen wir einen Anstieg bei den Onlineaktivitäten, sodass man als Unternehmen seine Zielgruppe auch am besten online ansprechen kann.

*auf der Grundlage des Live-Datenportals von Kids Insights für den Zeitraum 01. bis 26. März im Vergleich zum Durchschnitt der vergangenen zwölf Monate (26.03.2019 – 26.03.2020), Kinder im Alter von 5-18 Jahren.


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