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10. Januar 2018 / Trends

Spielwaren- und Handels­trends 2025

von Mark Sievers /  Kommentare anzeigen

Offline und Online wachsen zusammen, ob bei den Spielgewohnheiten der Kinder oder den Shopping-Gepflogenheiten der Kunden. Die Reaktionen der Konsumenten auf die Trends fallen ganz unterschiedlich aus.

Technologie im Kinderzimmer

Roboter, sprechende Puppen oder App-gesteuerte Spiele: Rund die Hälfte der Deutschen hat zwar schon einmal technologisches Kinderspielzeug oder solches mit technologischen Features gekauft – doch eine gewisse Skepsis gegenüber Technologie im Kinderzimmer ist noch vorhanden. Das zeigen die Ergebnisse des KPMG Consumer Barometers, für das über 500 Konsumenten und ausgewählte Branchenexperten befragt wurden.

Datenschutz und Sicherheit müssen gewährleistet sein

Aus Herstellersicht sind technologische Trends in der Spielwarenbranche derzeit eher zweitrangig. An erster Stelle steht – neben guter Qualität im Allgemeinen – die Förderung der kindlichen Entwicklung. Die Branche ist sich der wachsenden Bedeutung allerdings bewusst und hält zunehmend Ideen und Produkte für technologische Spielwaren bereit. Neben der Qualität und dem pädagogischen Mehrwert kommt nun der Aspekt der Cyber Security hinzu. So erwarten 78 Prozent der befragten Konsumenten, dass Datenschutz und Sicherheit bei der Nutzung von internetfähigem Hightech-Spielzeug gewährleistet sind.

Technologie muss Mehrwert bieten

Trotz der vorhandenen Bedenken: Nur etwa jeder sechste Konsument lehnt technologisches Spielzeug oder Spielwaren mit technologischen Elementen komplett ab. Knapp vier von zehn Befragten legen zudem Wert darauf, dass Kinder schon früh an die digitale Welt herangeführt werden. Der Einsatz von technologischen Elementen im Spiel sollte aber einen echten Mehrwert für Kind und Spielverlauf bieten.

Neben den technologischen Spielzeugen bleiben allerdings auch traditionelle Spielwaren weiterhin stark nachgefragt. Eine weitere zentrale Erkenntnis der Studie: Qualität schlägt Preis. 94 Prozent der Konsumenten legen bei der Auswahl von Spielzeug vor allem Wert auf gute Qualität. 31 Prozent sind bereit, für Hightech-Spielzeug höhere Preise zu zahlen als für nicht technologisches Spielzeug.

Online beim Spielzeughandel auf der Überholspur

Beim Einkauf von Spielwaren fordern Konsumenten beides, Onlineshopping und analoge Einkaufsmöglichkeiten vor Ort, und zwar am liebsten kombiniert, wie die KPMG-Studie Trends im Handel 2025 bestätigt. Hinsichtlich des Kanals zeigt das KPMG Consumer Barometer: Zwei Drittel der deutschen Konsumenten kaufen Spielwaren mindestens alle sechs Monate in einem Onlineshop, der auch andere Produkte führt. Reine Spielwaren-Onlineshops sind weniger gut frequentiert. Stationäre Läden – Kaufhäuser und Spielwarenfachgeschäfte – bilden das große Mittelfeld.

Ist der Einzelhandel auf diese Kunden vorbereitet?

Für den deutschen Einzelhandel ist das eine große Herausforderung. Er soll einerseits die Möglichkeiten der Digitalisierung antizipieren und dennoch weiterhin den traditionellen Einkauf ermöglichen. Damit der deutsche Einzelhandel auf diese Herausforderungen vorbereitet ist, müssen sich deutsche Unternehmen auf alle Fälle viel mehr Gedanken über die künftige Ausrichtung ihrer Geschäftsmodelle und die Art der Wertschöpfung machen.

Das Omni-Business orientiert sich am Kunden der Zukunft

Besonders zukunftsfähig wird wohl das kundenzentrierte Omni-Business. Es vernetzt alle Geschäftsprozesse und Systeme entlang der gesamten Wertschöpfungskette mit Hilfe neuer Technologien. Hierbei zielt alles darauf ab, dem einzelnen Kunden maßgeschneiderte Produkte und Einkaufserlebnisse zu bieten – immer genau dann, wenn er sie sich wünscht.

Dies setzt voraus, dass Händler die Bedürfnisse des Kunden kennen, sein Vertrauen gewinnen und diese Beziehung penibel pflegen. Dass dabei an digitaler Transformation und Vernetzung keiner mehr vorbeikommt, steht außer Frage. Der deutsche Konsument ist also bipolar ebenso wie besonders anspruchsvoll – und wird es auch die nächsten Jahre bleiben. Der deutsche Einzelhandel muss sich darauf einstellen: Nehmen die Händler den Kunden, wie er ist, und machen ihn zum König, wird er es ihnen danken.


Besuchen Sie den Vortrag Trends im Handel 2025 von Mark Sievers, KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Er spricht am Mittwoch, 31. Januar 2018, von 13:45 bis 14:15 Uhr in Halle 3A im Toy Business Forum auf der Spielwarenmesse®. Sichern Sie sich jetzt ihr Ticket im Vorverkauf.

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