Spielwarenmesse: „Ich lernte auf der Messe, wie wichtig und bedeutsam es ist, höflich zu sein.“

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Spielwarenmesse 1973
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„Ich lernte auf der Messe, wie wichtig und bedeutsam es ist, höflich zu sein.“

von Spielwarenmesse eG

Die 70. Spielwarenmesse® trifft auf 80 Jahre HABA. Klaus Habermaass, Geschäftsführender Gesellschafter der Habermaass GmbH und Sohn des Firmengründers von HABA, erzählt uns von seinen Erinnerungen an die Messeanfangszeit. Er kennt die Ausstellung noch im Norden der Stadt, bevor die Spielwarenmesse® in den 70er Jahren auf das neue Messegelände umzog. Er hat in 57 Jahren die HABA-Firmenfamilie über die Spielwarenbranche hinaus aufgebaut und in dieser Zeit viele Messen im In- und Ausland miterlebt.


Spielwarenmesse®: Herr Habermaass, was sind Ihre ersten Erinnerungen an die Spielwarenmesse?

Portraitfoto von Klaus Habermaass
Klaus Habermaass, Geschäftsführender Gellschafter der Habermaass GmBH

Klaus Habermaass: Meine erste Spielwarenmesse habe ich nach der Währungsreform besucht. HABA bestand aus einem Zwei-Mann-Team – nämlich meinem Vater und mir, seinem damals 11-jährigen Sohn. Die Messe fand im so genannten Wieseler-Haus statt, einem vielgeschossigen, großen Haus in der Innenstadt. Meine Aufgabe war es, viele, viele Male am Tag die endlosen Treppen hinauf und hinunter zu rennen und Ware, Deko, Werkzeug, Verpflegung, etc. in das obere Stockwerk zu schleppen. Das war zwar mühsam, aber es war ein schulfreier Tag.

Wie haben Ihre Messestände in den Anfangsjahren ausgesehen?

K.H.: In einem schwarzen VW Käfer (mit geteilter Heckscheibe) wurden Messestand, Ausstellungsgut, Deko und – damals wichtig – Verpflegung nach Nürnberg gekarrt. Natürlich war mein Vater Chef, Fahrer, Handwerker und Aussteller. Meine spezielle Aufgabe war es, eine Biertischgarnitur, unseren Messestand, mit blauem und gelbem Krepppapier entsprechend zu dekorieren und das Logo „HABA-Spiele“ entsprechend zu platzieren. Das gesamte Deko-Material, wie Krepppapier und Reißnägel, habe ich sehr vorsichtig behandelt, denn selbstverständlich wurde alles wiederverwendet!

Was haben Sie als Kind aus dem Messeauftritten Ihres Vaters mitgenommen?

K.H.: Hinter dem Biertisch bot mein Vater seine Waren an, die in meiner Erinnerung aus Zählstäbchen, Rechenscheibchen und ein paar einfachen Holzspielwaren bestanden. Währenddessen aß ich ein mitgebrachtes Brot und war dankbar, wenn mir hin und wieder ein freundliches Wort von den fremden Menschen geschenkt wurde.

Ich lernte, wie wichtig und bedeutsam es ist, höflich zu sein. Aus den Worten und dem Verhalten meines Vaters konnte ich erkennen, dass er mit dem Geschäftserfolg, unmittelbar nach der Währungsreform, durchaus zufrieden war.

Manche Geschichten vergisst man nie! Welche ist das in Bezug auf die Spielwarenmesse?

K.H.: Auf dem Rückweg – den Frankenschnellweg gab es noch lange nicht – fuhr man durch viele wunderbare Ortschaften mit tollen Gasthöfen. Mein Vater belohnte mich mit einem gebackenen Karpfen, an dessen wunderbaren Geschmack ich mich heute noch erinnere.

Welche Entwicklungen haben Sie in Ihrem eigenen Unternehmen beobachtet, die sich in der Entwicklung der Spielwarenmesse widergespiegelt haben?

K.H.: Unser Unternehmen hat sich im Laufe der Dekaden natürlich weiterentwickelt und ist längst nicht mehr nur im Spielwarenbereich tätig. Aus diesem Grunde kenne ich viele Messen im In- und Ausland, sowohl als Aussteller als auch als Besucher. Nürnberg mit seiner Spielwarenmesse ist für mich nicht nur der Erinnerung wegen eine bedeutsame Messe, deren Entwicklung man durchaus anerkennend hervorheben muss.

Vielen Dank für Ihre Spielwarenmesse-Erinnerungen.

 

Autor dieses Artikels:

Spielwarenmesse eG

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