Spielwarenmesse: Spielzeugdesign: Der Weg zu neuen Produkten

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Spielzeugdesign: Der Weg zu neuen Produkten

von Eva Stemmer und Jörg Meister

In einer vierteiligen Serie verfolgen wir exemplarisch den Weg eines Produktes - Von der Analyse der Zielgruppe bis zur Serienreife. Im ersten Teil stand der Konsument im Fokus. Seine Bedürfnisse sind es schließlich, die das Produkt am Ende befriedigen soll. Dieser zweite Teil dreht sich nun um das Produkt selbst.

Was soll ein „gutes Spielzeug“ können, welche Materialien werden verwendet, wie sieht es mit Nachhaltigkeit, Normen und Produktion aus? - und wie fügen sich die einzelnen Produkte dann am Ende zu einem Markenbild zusammen?

Produkte mit Mehrwert

Spielen ist Lernen. Durch das Spiel eignet sich das Kind eine Fülle an Fertigkeiten an. Kinder trainieren motorische und kognitive Fähigkeiten. Sie erlernen soziale Kompetenz und erhöhen - indem sie im Spiel auch mal scheitern oder verlieren - ihre Frustrationstoleranz. So ist gewissermaßen also jedes Spiel ein Lernspiel, auch wenn dies nicht explizit ausgelobt wird.

Für jedes Kindesalter gilt es für Hersteller von Kinderprodukten, die jeweiligen Bedürfnisse und Inhalte zu bedienen. Stehen bei älteren Kindern soziale Fähigkeiten und kompetitives Spiel eher im Fokus, so müssen Babys und Kleinkinder zunächst vornehmlich ihre Sinneswahrnehmung schulen. Sie müssen erst ihre Umwelt „begreifen“, bevor sie sich in dieser orientieren und sich entsprechend sozialisieren können. Gute Spielzeuge sind also formal und inhaltlich so gestaltet, dass sie den kindlichen Bedürfnissen im jeweiligen Alter entsprechen.

Sichere Produkte

Dazu gehört selbstverständlich auch die Auswahl der richtigen Materialien und Produktionsmethoden. Dem Einsatz und der Funktion entsprechend, muss das Material spezielle physikalische und ästhetische Eigenschaften aufweisen. Das Material sowie das fertige Spielzeug muss hygienischen, ökologischen und gesundheitlichen Ansprüchen genügen.

Geregelt durch Normierungen und Richtlinien einerseits, aber auch durch Aspekte der Produzierbarkeit, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit andererseits, ist es die Aufgabe von Spielzeugentwicklern, fördernde und fordernde Produkte für Kinder innerhalb dieser Schranken zu entwerfen.

Spielzeuge für Kleinkinder

In unserem Fall möchten wir die Entwicklung einer Spielzeugserie zur Förderung der Sensorik von Kleinkindern näher betrachten. Diese Spielzeuge müssen für das Kind attraktiv gestaltet, also schnell erfassbar sein. Darüber sollen sie dem Kind haptische Reize durch ihre Ausformung und Materialwahl bieten.

Vermutlich werden sie von den kleinen Nutzern sehr oft in den Mund gesteckt, sodass besonderer Augenmerk auf Schadstofffreiheit der Materialien und auf Speichelbeständigkeit der Konstruktion liegt. Die Größe und das Gewicht der Spielzeuge, sowie ihre Stabilität muss den ergonomischen Gegebenheiten der Kinder angepasst sein. Nur dann kann aus einer Serie von Spielzeugen auch eine erfolgreiche Produktlinie mit erkennbarer Zusammengehörigkeit innerhalb einer Marke entstehen.

Erfahren Sie im nächsten Teil der Serie, wie man die Beschaffenheit eines Produktes festlegt und wie sich eine kreative Verpackungsgestaltung und Warenpräsentation positiv auf den POS auswirken können.

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