Spielwarenmesse: Spielzeugdesign: Vom geprüften Produkt bis zum Markt

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12. Januar 2015 / Sicherheit

Spielzeugdesign: Vom geprüften Produkt bis zum Markt

von Eva Stemmer und Jörg Meister

In einer vierteiligen Serie verfolgen wir exemplarisch den Weg eines Produktes - Von der Analyse der Zielgruppe bis zur Serienreife. In den ersten drei Teilen gingen wir auf Konsumenten, Produktidee und -konzeption, Produkteigenschaften, Produktgestaltung und Verpackung ein. Dieser abschließende vierte Teil beschäftigt sich nun mit dem sensiblen Thema Produktsicherheit und endet schließlich beim produktionsfertigen Sortiment, welches auf der Spielwarenmesse® der Öffentlichkeit präsentiert werden kann.

Mehr als die Summe der Einzelteile

Gute Produkte überzeugen auf vielen verschiedenen Ebenen: Sie sind intuitiv verständlich, haben das richtige Preisgefüge, bestechen durch ihre Qualität, Funktionalität und Optik und sind selbstverständlich sicher. Natürlich müssen sie zudem auch entsprechend attraktiv im Handel platziert sein, um von den Konsumenten in all ihren Eigenschaften wahrgenommen zu werden.

Das Design sollte den produktionstechnischen und ästhetischen Aspekten der Produkte entgegenkommen. Durch die Gestaltung lassen sich sowohl konstruktive, als auch nutzerbezogene Ansprüche in das Produkt einbringen: Entscheidend hierbei sind die eingesetzten Materialien und technische Lösungen. Sie bedingen die Produktsicherheit und die Eigenschaften des Produktes entscheidend. So ist von der Materialwahl einerseits die Stabilität und somit Langlebigkeit und Nachhaltigkeit abhängig, andererseits beeinflusst das Material natürlich auch Preis, Produzierbarkeit, Funktion und Akzeptanz am Markt.

Im äußerst sensiblen Babyartikel- und Spielwarensegment müssen die verwendeten Materialien strengen Reglementierungen genügen. Hersteller müssen dafür Sorge tragen, dass die Wahl des Materials und somit der Inhaltsstoffe entsprechend der Normierung erfolgt. Mit Hilfe von unabhängigen Prüfinstituten wird dies sichergestellt. Sowohl normierende Institutionen als auch Prüfinstitute und unabhängige Medien tragen so dafür Sorge, dass die Qualität und Sicherheit der verkauften Spielware Schritt für Schritt besser wird. Auch die Spielwarenmesse® widmet sich diesem oftmals heiklen und viel diskutierten Thema und bietet den Prüfinstituten im Testing & Inspecting Center eine Plattform.

Das Material und die Konstruktion bedingen auch die Fertigungsmethoden und Produktionsstätten, die zur Herstellung gewählt werden. Maßgeblich beeinflussen diese Wahl auch Faktoren wie den anvisierten Produktpreis, die Stückzahl und Lieferzeit - und natürlich die Standards und Bedingungen, unter denen im gewünschten Betrieb produziert wird.

So ist je nach Marken- und Produktphilosophie abzuwägen, ob die Nachhaltigkeit, Regionalität und Nachvollziehbarkeit der Lieferkette im Fokus stehen soll oder aber andere Faktoren wie Menge oder Preis eher maßgeblich sind. Jede Marke muss hier ihren eigenen Weg definieren, der letzten Endes ihr Profil und ihr Image ausmacht und entscheidend für den Absatzkanal ist.

Etablierte Hersteller und Markenartikler müssen hier sicher anders agieren als neue Labels, die bis dato noch keine Einschränkungen durch den Markt haben.

Vom geprüften Produkt bis zum Markt

Die Spielwarenmesse® in Nürnberg ist eine wichtige Plattform, um neue Produkte im Spielwarensegment vorzustellen. Hier treffen sich wichtige Player und Experten: Angefangen von Herstellerbetrieben über Designer, Prüfinstitute und Logistikpartner bis hin zu Lizenzgebern, Distributoren, Einkaufsgemeinschaften, Händlern und Presse.

Das neu entwickelte Produkt findet hier also seinen Weg zu den Konsumenten, und erregt erste Aufmerksamkeit. Um all den Mühen, die im Vorfeld in der Entwicklung der Produkte steckten Ausdruck zu verleihen und auch der Wichtigkeit der Neuheiten gerecht zu werden, sollte der entsprechenden Präsentation auf der Messefläche ein gewisser Augenmerk zukommen. Schließlich ist dies der erste Punkt, an dem Kunden den ersten Kontakt mit den neuen Artikeln haben - und dieser erste Eindruck sollte nach Möglichkeit positiv und bleibend sein - am besten begleitet durch entsprechendes Werbematerial oder mediale Unterstützung.

Bei Einführung einer ganzen Range von Artikeln empfiehlt es sich, auch Lösungen für die Warenpräsentation im Handel anbieten zu können. Schließlich ist auch eine entsprechende Platzierung bei den Messeneuheiten, sowie eine Pressemitteilung im Pressecenter für die Einführung neuer Produkte, von Vorteil.

Mit all diesen Vorbereitungen sollte dann der gelungenen Produkteinführung nichts mehr im Wege stehen.

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