Spielwarenmesse: Mut zur Entscheidung - Bevor es andere für Sie tun

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Mut zur Entscheidung - Bevor es andere für Sie tun

von Stefan Hagen

Täglich treffen wir tausende Entscheidungen, persönliche wie unternehmerische. Ca. 90-95 Prozent dieser Entscheidungen laufen im Unterbewusstsein ab, sie bereiten uns keine große Mühe. Andere wiederum treffen wir ganz bewusst – und genau hier haben wir oft größte Schwierigkeiten: Unsicherheiten und Ängste über die Folgen unserer Entscheidungen lassen uns zögern – wir verschieben und verschleppen – und lassen am Ende oft andere für uns oder gar über uns entscheiden. Soweit muss es nicht kommen. Wir müssen auch schwere Entscheidungen nicht aufschieben.


Für Entscheidungen ist der Zeitpunkt entscheidend.

Je früher, desto besser. Nur wie finden wir den richtigen Zeitpunkt? Unter anderem dann, wenn unsere Werte verletzt werden. Die Verletzung unserer Werte setzt bewusst oder unbewusst einen Entscheidungsprozess in Gang. Um diesen steuern zu können, sollten wir uns unserer Werte kennen, um daraus in Entscheidungssituationen Grenzen zu definieren und anschließend zu handeln.

 

"Entscheidend ist, sich zu Beginn die richtige Frage zu stellen."

Ap Dijksterhuis, Universität Amsterdam und andere

Dabei sind komplexe Entscheidungen selten Spontanentscheidungen. Sie entstehen meist im Rahmen eines Entscheidungsprozesses. Wichtig ist dabei, sich zu Beginn des Entscheidungsprozesses mit der Fragestellung nicht nur auf die Entscheidungsmöglichkeiten JA oder NEIN zu konzentrieren. Zwar ist diese – geschlossene – Fragestellung konkreter und leichter zu verstehen, sie schließt aber auch bessere Alternativen aus. Eine offene Fragestellung, wie zum Beispiel „Welche Alternativen habe ich?“ oder „Wie kann ich mich noch entscheiden?“, öffnet den Blick für weitere Entscheidungsmöglichkeiten. Dabei sollte ein weiterer Grundsatz gelten:

So viele Möglichkeiten wie möglich, so wenige wie nötig.

Es geht im ersten Schritt nicht darum, umsetzbare Entscheidungen zu treffen. Es geht darum, Möglichkeiten, und seien sie noch so unvernünftig, zu finden. Im zweiten Schritt überprüfen Sie die Möglichkeiten anhand denkbarer Widerstände. Dies können rechtliche, persönliche, moralische oder praktische Widerstände sein. Wie wahrscheinlich werden diese Widerstände auftreten? Was können Sie machen, um diese Widerstände auszuräumen? Welcher Wunsch steckt hinter der verrückten Möglichkeit? Mit solchen offenen Fragestellungen schaffen wir Freiräume für mutige Entscheidungen.

Angst ist nicht das Gegenteil von Mut, ganz im Gegenteil.

Entscheidungen verlangen Mut, denn jede Entscheidung heißt auch, sich von anderen Alternativen zu trennen – zu scheiden. Dies kann auch Verlustängste auslösen. Tatsächlich sind Ängste der häufigste Grund für zu spät getroffene Entscheidungen. Auch wenn Angst kein guter Ratgeber ist, so ist sie bei Jedem latent vorhanden, wenn auch unterschiedlich ausgeprägt. Weiterhin ist sie eine Emotion. Und Emotionen spielen bei Entscheidungen eine wichtige Rolle. Das weithin immer noch vorhandene Verständnis, dass ausschließlich Zahlen-Daten-Fakten gerade bei unternehmerischen Entscheidungen entscheidend sind, wird durch die Wissenschaft widerlegt. Untersuchungen belegen, dass Entscheidungen ohne Emotionen nicht möglich sind. Das Bewusstsein der Emotionen, die bei einer Entscheidung eine Rolle spielen, ermöglicht diese zu hinterfragen, zu überprüfen und zu steuern. Ohne dieses Bewusstsein steuern die Emotionen unsere Entscheidung unbewusst.

So ist auch Angst eine Emotion, die unweigerlich Einfluss auf Entscheidungen nimmt. Dabei ist Angst nicht das Gegenteil von Mut. Ganz im Gegenteil. Die Angst schützt vor übermütigen Entscheidungen, indem sie bewusst oder unbewusst Risiken abschätzt und Warnsignale sendet. Allerdings darf diese Angst die Entscheidungsfindung nicht blockieren. Ängste sollten daher in Respekt verwandelt werden. Durch das Sammeln aller notwendigen Informationen kann jeder ihnen die Stirn bieten. Oder durch das Bewusstmachen unseres „langfristige“ Wollens, denn viel zu häufig werden schwierige Entscheidungen anhand von kurzfristigen Zielen getroffen. Unsere Wünsche, Träume und Visionen geben uns jedoch bei wichtigen Entscheidungen eine Richtung und geben uns Kraft zur Entscheidung. Denn »Mut ist die Kraft zur Entscheidung und zu Veränderung«

Und letztendlich zeigt die Erfahrung, dass die wenigsten Entscheidungen in unserem Leben endlich sind, meist können wir sie durch neue Entscheidungen verändern. Wichtig ist daher gar nicht einmal, ob wir richtig oder falsch entscheiden. Wichtiger ist, dass wir selbst entscheiden. Daher »Entscheiden Sie, bevor es andere tun.«

Über den Autor Stefan Hagen:

Mutig sein. Entscheiden. Machen. Das musste und durfte Stefan Hagen immer wieder in seinem Leben. Beruflich wie privat. Der Coach, Redner und Mutmacher – bekannt aus seiner Fernsehsendung „Hagen hilft!“ – weiß, wovon er spricht. Er regt zum Nach- und Umdenken an. Weil er die richtigen Fragen stellt: Was wünschen wir uns vom Leben? Was ist Erfolg? Und – weil er Antworten hat, die Mut machen, Entscheidungen zu treffen, zu handeln und die Initiative zu ergreifen. Er motiviert und begeistert Menschen. Und kann ihre Haltung nachhaltig verändern.


Dieser Artikel stellt die Meinung des Autors dar und stimmt nicht notwendigerweise mit der Meinung der Spielwarenmesse eG überein.

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Autor dieses Artikels:

Stefan Hagen

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