Spielwarenmesse: Tschechien: Exportmeister in der Spielwaren­industrie

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Tschechien: Exportmeister in der Spielwaren­industrie

von Spielwarenmesse eG

Tschechien hat sich als wichtiger Standort für die Spielwarenindustrie etabliert. Der Verband der tschechischen Spielwarenhersteller erwartet für 2015 einen erneuten Absatzrekord im Bereich der Exporte.

Laut Angaben von Euromonitor International ist Tschechien Europas größter Exporteur im Spielwarenmarkt. Im Jahr 2011 hat die tschechische Republik Deutschland vom europäischen Thron gestoßen und belegt damit sogar weltweit den zweiten Platz hinter China. Auch Nachbar Slowakei zählt zu den am schnellsten wachsenden Spielwarenmärkten.

Im Jahr 2013 haben die rund 230 tschechischen traditionellen Spielzeughersteller Spielwaren mit einem Volumen von 90 Millionen US-Dollar produziert, davon wurden Waren im Wert von rund 65,5 Millionen US-Dollar exportiert. Die größten tschechischen Exporteure sind ABA factory, Abrex, BD Tova Brno, Moravská ústředna DUV Brno und Detoa Albrechtice. Darüber hinaus produzieren internationale Spielwarenhersteller wie Lego, Simba, Playmobil und Ravensburger einige ihrer Produkte ebenfalls in Tschechien. Aufgrund günstiger Personalkosten hat sich das Land in den letzten Jahren zu einem beliebten Standort für die Herstellung, Konfektionierung und Verpackung entwickelt.

Vertriebskanäle

Die Umsätze im Spielwareneinzelhandel betrugen 2014 231,2 Millionen US-Dollar. Hier konnte über die letzten Jahre ein stetiges Wachstum beobachtet werden. Wie auch in vielen anderen Ländern gewinnt auch der Internethandel immer mehr an Bedeutung. Im Jahr wurden 12,2 Millionen US-Dollar in den Onlineshops umgesetzt, dies entspricht einem Wachstum des Internethandels von 53,3 % gegenüber dem Jahr 2009. Homeshopping und Direktvertrieb haben im Spielwarenbereich hier keine Bedeutung.

Retro-Spielwaren sehr beliebt

Sehr beliebt auf dem tschechischen Spielzeugmarkt sind klassische und traditionelle Spielwaren. So werden beispielsweise auch Spielzeugautos nach alten tschechischen Fahrzeugen hergestellt, wie zum Beispiel der Tatra von Dino Toys. Des Weiteren sind Holzspielwaren im Trend. Wenn sie dann noch handbemalt sind wie beispielsweise Krtek , der kleine Maulwurf, begeistern sich vor allem auch Sammler für die Produkte. Im Jahr geben Tschechen rund 30 US-Dollar pro Kopf für Spielwaren und Sammlerstücke aus.

Viele kleine Spielwarenfirmen

Während es nach Angaben des Branchenverbands für Spielzeug und Spiele derzeit 230 traditionelle tschechische Spielzeugproduzenten gibt, geht das Ministerium für Industrie und Handel (MPO) von einer weitaus größeren Zahl aus. Da auch viele Einzelunternehmer Spielwaren herstellen beziffert das MPO die Zahl auf rund 550 Unternehmen. Die tschechischen Spielwarenhersteller zeigten auch auf der Spielwarenmesse® 2015 starke Präsenz. 51 Aussteller waren hier vertreten. Die meisten verlagerten sich auf die Produktgruppe Modellbau und den Produktbereich Holzspielwaren. Zudem war ein Anstieg der Besucher aus der Tschechischen Republik zu beobachten. 1.685 tschechische Fachbesucher kamen im Jahr 2015 nach Nürnberg, dies bedeutet einen Zuwachs von 8,4 % gegenüber dem Vorjahr.


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