Spielwarenmesse: Was kann die Spiel­waren­branche der Smart­phone-Gene­ration bieten?

Sprache wählen

Spielwarenmesse® worldwide

 

Kleine Junge spielt mit Smartphone im Kinderzimmer
  Marketing

19. Februar 2018 / Marketing

Was kann die Spiel­waren­branche der Smart­phone-Gene­ration bieten?

von Maria Costa

Es gibt für die Spielzeugindustrie keinen Grund, sich wegen der Smartphone-Generation Sorgen zu machen. Im Gegenteil – es gibt unendlich viele Ideen, die Spielzeughersteller nutzen können, um Spielsachen zu produzieren, die diese Generation wirklich ansprechen. Besonders wichtig ist es aber zu verstehen, wodurch sich die jungen Menschen von heute von früheren Generationen unterscheiden.

Von Geburt an Digital Natives

Die Kinder von heute sind von Geburt an mit den neuen Technologien aufgewachsen, also Digital Natives im wahrsten Sinne des Wortes, die schon von Kindesbeinen an mit technischen Dingen in Berührung gekommen sind. Sie kennen auch nicht mehr die Unterscheidung zwischen „technologischem“ und „traditionellem“ Spielzeug, die ihre Eltern noch machen. Sie sind z.B. daran gewöhnt, mit Bauklötzen ein Haus zu bauen und anschließend damit auf digitalen Geräten weiterzuspielen. Und sie finden es spannend, in beiden Welten zu spielen.

Deswegen muss man ihnen, wenn man sie wirklich begeistern will, gute Kombiprodukte aus konventionellem und digitalem Spiel anbieten. Sowohl Hersteller als auch Einzelhandel müssen also immer auf dem Laufenden sein, welche neuen technologischen Entwicklungen es gibt und diese stets im Hinterkopf behalten: Virtual Reality, Augmented Reality, Hologramme, Roboter, 3D-Druck, immersive Projektionen usw.

Die Welt mit allen Sinnen entdecken

Dabei darf aber nicht vergessen werden, dass sich Eltern heutzutage immer mehr Sorgen machen, welche negativen Auswirkungen der Kontakt mit den neuen Technologien auf ihre Kinder haben kann. Sie greifen daher eher zu Spielzeugen, die die Kinder dazu bringen, aktiv zu werden, zum Spielen rauszugehen und Kontakt mit der Natur und anderen Kindern zu haben.

Ziel muss es daher sein, qualitativ hochwertige Spielwaren anzubieten, die Kinder in verschiedenen Bereichen optimal fördern und gleichzeitig technologisch auf dem neuesten Stand sind. Um das zu erreichen, sollte man stets im Auge behalten, dass Kinder mit unterschiedlichen Materialien spielen wollen. Sie benötigen Dinge, die sie mit allen Sinnen zum Erforschen und Entdecken ihrer Umwelt einladen.

Eine sehr soziale Generation

Das Austauschen von Bildern und Nachrichten ist mittlerweile fester Bestandteil der Freizeit von Kindern. Deshalb können Hersteller und Händler sie erreichen, indem sie Spielwaren anbieten, die auf die geläufigsten sozialen Medien aufbauen. Manche Unternehmen haben z.B. die weltweit gültige Sprache der Emojis bereits in ihre Spielwaren integriert.

Aber es bieten sich hier noch viele andere Möglichkeiten. Wichtig ist, dass die Kinder miteinander in Verbindung bleiben und sich Nachrichten oder Bilder schicken können. Dabei kommt natürlich dem Datenschutz eine zentrale Bedeutung zu.

Gamification ist das Gebot der Stunde

Wir alle wissen, dass Kinder heutzutage sehr früh aufhören, mit Spielsachen zu spielen. Das hat zum einen damit zu tun, dass sie früher zu Jugendlichen werden, und zum anderen damit, dass sie weniger Zeit zum Spielen haben als früher, weil sie neben der Schule noch zahlreiche andere Aktivitäten auf dem Plan stehen haben.

Allerdings hören sie nicht wirklich auf zu spielen – deshalb muss man alltägliche Dinge zu Spielzeug umfunktionieren, z.B. durch Gamification. Warum also nicht Sachen, die man sowieso am Körper trägt, Armbänder oder Uhren zu Spielzeug machen und so den Kindern ein wirklich attraktives Angebot machen?

Zielgruppe kennen

Wenn die Branche erst einmal die Einstellungen und Präferenzen der Smartphone-Generation verstanden haben, können sie dieser äußerst attraktive Spielzeuge anbieten. Die Kids von heute sind sozialer und informierter als frühere Generationen. Und sie spielen immer noch gern, auch wenn sie wenig Zeit dafür haben. Deshalb sollten sich Einzelhändler und Hersteller nicht entmutigen lassen, sondern die neue Generation als Chance und Herausforderung betrachten.


Profitieren Sie von exklusiven Einblicken und Expertenwissen! Der Newsletter der Spielwarenmesse® informiert Sie regelmäßig über alle wichtigen Trends, Ideen und Neuheiten aus der Spielwarenbranche. Jetzt anmelden!

 

Autor dieses Artikels:

Maria Costa, AIJU

Diesen Artikel:

Tags in diesem Artikel:

Newsletter

Bleiben Sie immer bestens informiert über Trends und Entwicklungen der Spielwarenbranche. Abonnieren Sie einen Newsletter der Spielwarenmesse®.

 

Newsletter

Bleiben Sie immer bestens informiert über Trends und Entwicklungen der Spielwarenbranche. Abonnieren Sie einen Newsletter der Spielwarenmesse®. Informationen zu den Datenschutzrichtlinien finden Sie hier.