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Corona-Pandemie sorgt für mehr Absatz von Piko-Modellbahnen

Im Rahmen der alljährlichen Pressekonferenz berichtete die Geschäftsleitung des Sonneberger Modellbahnherstellers PIKO heute über die Umsatzentwicklung des vergangenen Jahres.

PIKO Inhaber, René F. Wilfer, war sichtlich erfreut, den anwesenden Gästen der Pressekonferenz von einem auch wieder sehr erfolgreichen Jahr 2021 bei PIKO berichten zu können.

Die Corona Pandemie hat die Welt nun das zweite Jahr begleitet. Der Modellbahnmarkt habe sich wie bereits 2020 auch 2021 weiter positiv entwickelt.

Viele Modellbahner hätten sich unter den Corona bedingten Einschränkungen intensiver ihrem Hobby gewidmet. Aber auch eine Vielzahl neuer Kunden hätten sich dem Hobby Modellbahn zugewandt.

Dieser sehr erfreulichen Marktentwicklung in 2021 standen zunehmende Schwierigkeiten bei der Logistik und der Beschaffung von elektronischen Bauelementen sowie teilweise dramatische Kostensteigerungen bei Containerlieferungen aus China entgegen. So habe sich durch fehlende Kapazitäten die Laufzeit einer Containerlieferung von China nach Europa von früher 6 Wochen auf aktuell bis zu 10 Wochen deutlich verlängert. Zudem hätten sich die Transportkosten für einen 40 Ft. Container um mehr als das 6-fache erhöht. Zusätzlich führte der weltweite Mangel an elektronischen Bauelementen auch bei PIKO dazu, dass es zu Einschränkungen bei der Produktion von digitalen Lokmodellen und der Bereitstellung von Decodern kam und auch aktuell noch kommt. Dies führte u.a. zu Terminverschiebungen bei der Auslieferung von geplanten Neuheiten.

So konnte im Dezember nur einer von ursprünglich zwei geplanten Containern mit Ware von PIKO China zur Auslieferung an den Handel gebracht werden. Da sich die Ankunft dieses Containers auch noch verzögerte, musste bei PIKO in Sonneberg zwischen den Weihnachtsfeiertagen im Vertrieb und Versand gearbeitet werden, damit die PIKO Fans weltweit zeitnah ihre gewünschten Dezember Neuheiten im Handel erwerben konnten.

Trotz dieser schwierigen Umstände habe PIKO das Wachstum der letzten Jahre auch in 2021 weiter fortführen und zum Jahresende mit einem Zuwachs von + 12,3 % gegenüber dem Vorjahresumsatz abschließen können. Absolute Zahlen wurden nicht mitgeteilt.

Somit sei es dem Sonneberger Modellbahnhersteller gelungen, seinen Umsatz in den letzten fünf Jahren um 74,5 % zu steigern. Besonders erfolgreich habe sich in 2021 der Exportbereich entwickelt. Hier habe PIKO den Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 19,5% steigern können.

Deutlichen Umsatz-Zuwachs konnte PIKO nach eigenen Angaben 2021 in Ländern mit eigenen Vertriebsorganisationen, wie in den USA, Polen, Russland, den Niederlanden sowie Österreich erreichen. Durch Marketing und eine intensive Betreuung des dortigen Marktes sowie dem erfolgreichen Verkauf von Start-Sets sei es gelungen, die Umsätze weiter zu steigern und die Marktposition auszubauen.

Aber auch in Tschechien, in Italien, in Ungarn oder in Frankreich, in Ländern, in denen PIKO Produkte von Importeuren vertrieben werden, hätten sich die Umsätze sehr positiv entwickelt.

Die guten Umsatzergebnisse im Inland wie auch im Export hätten dazu geführt, dass PIKO 2021 einen Gewinn erwirtschaftet hat und damit gut aufgestellt sei, den Herausforderungen des Modellbahnmarktes in den nächsten Jahren entgegen zu blicken.

Aufgrund der guten Positionierung von PIKO im Handel sowie der umfangreichen und attraktiven Neuheiten für die verschiedenen Märkte und Spurgrößen plane man bei PIKO für 2022 eine Umsatzsteigerung von 8%.

Dabei soll das Wachstum sowohl im Inland wie auch im Exportbereich gleichermaßen erfolgen.

„Tag der Offenen Tür“ 2022

Im Rahmen der Pressekonferenz wies Geschäftsführer René F. Wilfer auch auf den für den 18. Juni 2022 geplanten 12. „Tag der Offenen Tür“ im PIKO Stammwerk in Sonneberg hin.

Corona bedingt wurde dieses Event von 2021 um ein Jahr verschoben. Bei PIKO laufen bereits die Vorbereitungen an, um den Besuchern wieder ein interessantes und attraktives Programm bieten zu können.

Die Gäste können an diesem Tag erleben, wie PIKO Modellbahnartikel produziert werden, mit PIKO Experten aus Konstruktion und der Serviceabteilung in Kontakt treten und sich mit PIKO Fans aus aller Welt austauschen. Außerdem wird es auch wieder Sondermodelle sowie vergünstigte 2. Wahl Artikel und eine große Tombola geben.

Wenn die Bauarbeiten wie geplant weiter laufen, sollten die Gäste auch bereits erste Eindrücke vom neuen PIKO Flagship Store auf dem PIKO Firmengelände mitnehmen können. Die Eröffnung dieses Vorzeigegeschäftes ist dann zum Ende des dritten Quartals angedacht.