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EU eröffnet Konsultation zur RoHS-Richtlinie

Die Europäische Kommission leitete Mitte März eine öffentliche Konsultation zur Überarbeitung der RoHS-Richtlinie ein. Unternehmen, aber auch Behörden und Verbände können sich bis zum 2. Juni 2022 an der Konsultation beteiligen. Die EU-Richtlinie 2011/65/EU dient der Beschränkung der Verwendung von gefährlichen Stoffen in Elektro- und Elektronikgeräten.

Sie hat damit auch direkte Auswirkungen auf elektrische/elektronische Spielwaren. Die Richtlinie 2011/65/EU (RoHS 2) löste am 3. Januar 2013 die Vorläufer-Richtlinie 2002/95/EG (RoHS 1) ab. Beide Richtlinien werden inoffiziell mit RoHS abgekürzt (Restriction of Hazardous Substances‚ Beschränkung der Verwendung bestimmter gefährlicher Stoffe).

Die Überarbeitung von RoHS betrifft mehrere Punkte:

  • Maßnahmen zur Förderung des Recyclinganteils
  • Kohärenz mit anderen Rechtsvorschriften wie REACH oder der Spielzeugrichtlinie
  • Beschränkungen chemischer Stoffe
  • Ausnahmen von Beschränkungen, möglicherweise um sie auf eine begrenztere Range von
  • Produkten anzuwenden
  • Marktüberwachung
  • Regeln für den elektronischen Geschäftsverkehr zur Bekämpfung unseriöser Online-Händler

Der Deutsche Verband der Spielwarenindustrie (DVSI) und die anderen europäischen Spielwaren-Verbände wollem sich mit Toy Industries of Europe (TIE) und anderen Branchenorganisationen beraten, um eine europäische Antwort und die Empfehlung für TIE-Mitglieder zu erarbeiten.

Quelle: DVSI