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Reallöhne sinken deutlich

Die hohe Inflation und die damit verbundenen stark gestiegenen Preise sorgen im europäischen Raum dafür, dass viele Beschäftige am Ende deutlich weniger Geld im Portemonnaie haben. Eine neue Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI), das den Gewerkschaften nahe steht, geht davon aus, dass die „Entwicklung der effektiven Bruttolöhne EU-weit um 2,9 Prozent niedriger sein [werde] als die Preissteigerungen“, schreibt die Tagesschau. Dieser Vorgang sei in Jahrzehnten einmalig.

Eine positive Meldung gibt es dennoch: Laut den Studienautoren werde Deutschland zumindest nicht von einer sogenannten Lohn-Preis-Spirale bedroht, die wiederum die Inflation anheizen könnte.

Die EU-Kommission hatte Daten vorgelegt, nach denen die Reallöhne in der Bundesrepublik 2021 um lediglich 3,4 Prozent gewachsen seien, was deutlich macht, dass der Lohnzuwachs spürbar unterhalb der allgemeinen Teuerungsraten liegt. Und auch für 2022 werde gesamtwirtschaftlich in Deutschland von einer Entwicklung auf ähnlichem Niveau ausgegangen. Auf EU-Ebene wird das Wachstum der Nominallöhne bei rund 3,7 Prozent liegen und somit „moderat bleiben“.

Quelle: onlinehaendler-news.de