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Spiele-Autoren-Zunft stellt Muster-Lizenzvertrag für alle zur Verfügung

Der Vorstand der Spiele-Autoren-Zunft hat sich entschlossen, den neuen Muster-Lizenzvertrag nicht nur Mitgliedern der SAZ zur Verfügung zu stellen, sondern allen interessierten Spieleautorinnen und -autoren sowie Spieleverlagen. Dieser Muster-Lizenzvertrag für Spiele wurde in Zusammenarbeit mit der Justiziarin der SAZ und auf Basis der Erfahrungen der SAZ-Mitglieder komplett neu überarbeitet.

Auf diese Weise will die SAZ als Interessenverband dazu beitragen, dass sich faire Konditionen für Spieleautorinnen und -autoren möglichst umfassend durchsetzen. „Wir würden uns insbesondere von den Spieleverlagen wünschen, dass sie ihre eigenen Verträge einem kritischen Vergleich mit unserem Muster-Lizenzvertrag unterziehen, und sind gerne zu beratenden Gesprächen bereit,“ sagt Hans-Peter Stoll, Geschäftsführer der SAZ.

Ein wichtiger Punkt sei  zum Beispiel die Mitsprache der Spieleautorinnen und -autoren bei wesentlichen inhaltlichen Änderungen ihres Werks, so wie es in der Buchbranche schon immer absolut selbstverständlich sei. Hier negierten viele Spieleverlage das Urheberrecht der Spieleautorinnen und  -autoren bedingten sich vertraglich die alleinige Entscheidung über alle inhaltlichen Änderungen aus.

Spieleautorinnen und -autoren könnten natürlich versuchen, bei einzelnen Vertragspunkten weitergehende, spezielle Ziele in Verhandlungen zu erreichen. Spieleverlage seien ebenso frei, ihren Vertragstext an ihr spezielles Geschäftsmodell anzupassen. Wichtig ist es dem Verband, „den roten Faden eines fairen Vertragswerkes deutlich zu machen und dieses so weit wie möglich zu verbreiten.“

Der Muster-Lizenzvertrag steht auf der Website der SAZ in deutscher und englischer Sprache zum Download zur Verfügung.