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Spielwaren in den Bildungsmarkt bringen

Unterrichtspläne als Türöffner
Header_Spielwaren im Lehrplan

Um ein Spielzeug als Lernressource zu bewerben, kann es förderlich sein, begleitende Unterrichtspläne dafür zu entwickeln. Diese bieten Eltern und Lehrern praktische Ideen, wie sich der Lernnutzen erhöhen lässt, wodurch das Spielzeug ernster genommen wird.

Colin Simonds, CEO von Thinkplay Ltd.

Internationale Käufer nehmen Produkte ernst, wenn es dazugehörige, qualitativ hochwertige Materialien gibt, die im Unterricht eingesetzt werden können. Das hat definitiv zu einer Umsatzsteigerung beigetragen.

Colin Simonds, CEO von Thinkplay Ltd.

Wie Unterrichtspläne den Lernnutzen erhöhen

Idealerweise braucht ein Kind strukturierte und unstrukturierte Aktivitäten in einem ausgewogenen Verhältnis, damit es sein volles Potenzial entfalten kann. Kinder können bereits erlernte Fähigkeiten durch unstrukturierte Aktivitäten testen und im freien Spiel durch Ausprobieren dazulernen. Der Psychologe Vygotsky hat aber auch gezeigt, dass ein Kind darüber hinaus Struktur und Unterstützung benötigt. Und diese Unterstützung, die ein Kind braucht, um sein Wissen zu erweitern, können Eltern und Lehrer bieten. Mithilfe von Spielzeug kann das Ganze ansprechender und unterhaltsamer gestaltet werden. Das Motto „hol sie dort ab, wo sie sind, und bring sie dorthin, wo du sie haben willst“ bringt es daher sehr gut auf den Punkt. 

Spielzeug sorgt dafür, dass Kinder stärker eingebunden werden

Morphun Gearphun Junior Chainmania Set
Morphun Gearphun Junior Chainmania Set

Spielwaren können Kinder zum Lernen motivieren, denn Kinder spielen einfach gerne. Unterrichtspläne und Leitfäden für die Erwachsenen liefern die entsprechende Lernstruktur. Sie helfen den Erwachsenen dabei, das Spielen des Kindes zu lenken, um bestimmte Schwerpunkte hervorzuheben und das Verständnis zu verbessen. So kann ein Kind z.B. erfahren, wie die Zahnräder eines getriebe-basierten Bauspielzeugs miteinander verbunden sind und sich drehen. Mithilfe eines Unterrichtsplans kann das Kind sich noch stärker einbringen und lernen, wie die Zahnradgröße die Geschwindigkeit und Leistung einer Maschine beeinflusst. Dadurch kann das Kind eine noch bereichendere Erfahrung machen. 

Das Interesse der Kunden mithilfe von Spielzeug und dazugehörigen Unterrichtsplänen erhöhen

Es kostet Zeit, Unterrichtseinheiten zu planen, was für vielbeschäftigte Eltern und Lehrer oft eine Herausforderung darstellt. Spielwaren mit dazugehörigen Vorschlägen, wie man die Wissensvermittlung gestalten kann, lösen das Problem. Für Spielwarenhersteller und Einzelhändler, die in den Bildungsmarkt vordringen wollen, bieten Unterrichtspläne daher eine gute Möglichkeit, sich von der Masse abzuheben, Kundenvertrauen aufzubauen und die Kunden an sich zu binden.

Den Nutzen von Unterrichtsplänen optimieren

Unterrichtspläne können die Vermarktung eines Produkts unterstützen, wenn sie auf der Verpackung abgedruckt oder auf der Webseite des jeweiligen Herstellers oder Einzelhändlers zur Verfügung gestellt werden. Alternativ können sie auch als zusätzliche Ressource verkauft werden und so für mehr Umsatz sorgen.

Der Glaubwürdigkeit halber ist es wichtig, die Unterrichtspläne gemeinsam mit Lehrern und anderen Bildungsexperten zu entwickeln. So kann sichergestellt werden, dass die Pläne die entsprechenden Lernziele der Zielgruppe des Spielzeugs erfüllen und auch Kinder mit besonderen Bedürfnissen ansprechen. So können sich Eltern und Lehrer darauf verlassen, dass die Unterrichtspläne den Kindern auch wirklich etwas bringen.

Eine weitere Maßnahme, um die Vertrauenswürdigkeit von Unterrichtsplänen zu erhöhen, ist sie im Unterricht zu testen. Ehrliches Feedback von Lehrern kann für die Entwicklung hilfreich sein, damit der gewünschte Lerneffekt erzielt wird. Außerdem können Lehrer so zu ehrlichen und gut informierten Testimonials werden und das Produkt dadurch attraktiver machen. 

Homeschooling öffnet den Bildungsmarkt für spielzeugbasiertes Lernen

Es kann durchaus schwierig sein, Spielwaren in den Bildungsmarkt zu bringen, aber Homeschooling bietet hier neue Möglichkeiten, von denen viele profitieren werden. Unterrichtspläne stellen für vielbeschäftigte Eltern und Lehrer eine gern gesehene Ressource dar, die den empfundenen Wert eines Spielzeugs erhöhen.

Dabei ist es wichtig, die entsprechenden Pläne gemeinsam mit Bildungsexperten zu entwerfen, damit sie einen tatsächlichen Lernnutzen haben und glaubwürdig sind. Mehr Informationen bietet Ihnen Dr Gummer’s Good Play Guide (Dr. Gummers Anleitung zum guten Spielen), den Sie unter (hello@goodplayguide.com) finden.

Info Tipps für Einzelhändler zum Thema Unterrichtspläne:

●  Bieten Sie Unterrichtsplan-Pakete sowohl für Eltern als auch Schulen an 
●  Bieten Sie Spielwaren im Verbund mit den dazugehörigen Unterrichtsplänen an
●  Stellen Sie die Pläne online zur Verfügung, um für Ihre Website zu werben

Info Tipps für Hersteller zum Thema Unterrichtspläne:

●    Entwickeln Sie Unterrichtsplan-Pakete für ganze Produktsortimente
●    Entwerfen Sie neue Spielwaren, die das Unterrichtsplanangebot abrunden
●    Kooperieren Sie mit Einzelhändlern, um mit Schulen in Kontakt zu treten
●    Veranstalten Sie Werbeaktionen speziell für Schulen, wenn Direktverkäufe möglich sind

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Über die Autorin: 

Amanda Gummer hat einen Doktortitel in Neuropsychologie, einen Master-Abschluss im Bereich höherer Bildung und verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Kinder- und Familienarbeit. Ihr im Mai 2015 erschienenes Buch „Play“ wurde bereits in mehrere Sprachen übersetzt. In Großbritannien ist Amanda Gummer als Expertin zu den Themen Spielen, Erziehung und kindliche Entwicklung häufiger Gast in den Medien. Sie ist nach wie vor sehr stark in der Forschung tätig und berät staatliche Stellen und Behörden häufig zu Kinderfragen. Zehn Jahre lang leitete sie das Forschungsinstitut FUNdamentals, bevor sie sich mit Dr Gummer’s Good Play Guide zusammenschloss, der in Großbritannien zu den wichtigsten Referenzen für sachkundige und unabhängige Beratung in Fragen der kindlichen Entwicklung und des Spielens zählt.