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Interview mit Bruder: Spielwaren nahe an der Realität

from Harald Hemmerlein

Paul Heinz Bruder, Geschäfstführender Gesellschafter der BRUDER Spielwaren GmbH + Co. KG, kann sich vorstellen, dass 3D-Drucker auch die Spielwarenproduktion beeinflussen werden.

Spielwarenmesse®: Bruder produziert als einer der wenigen großen deutschen Spielwarenunternehmen ausschließlich in Deutschland. Warum?

Paul Heinz Bruder: Bruder produziert in Deutschland, weil es sich grundsätzlich lohnt. Dies ist aber mit Sicherheit abhängig vom Produkt und seinem Herstellungsprozess. Bei unserem Spielzeug ist der Fertigungsprozess sehr maschinenintensiv, so dass sich hier keine großen Kostennachteile ergeben. Allerdings setzt dies voraus, dass die Fertigungstechnologie und die Fertigungsprozesse auf einem hohen Standard sein und auch immer weiter entwickelt werden müssen. Produktivität und Know How sind die großen Wettbewerbsvorteile in Deutschland, die es zu nutzen gilt. Bisher ist uns das ganz gut gelungen.

Bruder verbindet das Spiel mit der Technik auch mir realistisch gestalteten Figuren für das Rollenspiel. Wie kommt das bei den Kunden an?

P. H. B.:
Für unsere Fahrzeuge galt schon immer der Grundsatz „just like the real thing“. Kinder spielen einfach gerne das nach, was sie in der Realität sehen und erfahren können. Von daher war die Entwicklung von realistischen und funktionellen Figuren eine logische Weiterentwicklung des bestehenden Sortiments. Die Figuren ergänzen und vervollständigen verschiedene Spielthemen und erweitern damit das Rollenspiel der Kinder. Wir stellen fest, dass die Figuren und das Zubehör immer besser angenommen werden. Es zahlt sich aus, dass Neuentwicklungen, die nicht durch massive Werbemaßnahmen gepusht werden, Zeit bekommen, um sich langfristig am Markt zu etablieren.

Internationale Perspektive: Sehen Sie Unterschiede in der Nachfrage und beim Konsumentenverhalten in den verschiedenen Regionen der Welt bei ihrem Angebot?


P. H. B.: Das Konsumentenverhalten ist nicht einheitlich. Beispielsweise werden in ländlichen Gebieten andere Produkte gekauft als in der Stadt. Welche Produkte international gesehen in den einzelnen Regionen gekauft werden, hängt auch in erster Linie vom Bekanntheitsgrad der „Originalmarke“ in der jeweiligen Region ab. Bei Marken mit Weltgeltung ist das weniger relevant, andere Herstellermarken haben aber unterschiedliche Marktanteile in den einzelnen Ländern oder Regionen. Was man in der Realität nicht sehen kann, wird dann auch weniger gekauft. Dementsprechend versuchen wir in der Regel Produkte herzustellen, die international einen hohen Bekanntheitsgrad haben.

Was kommt? Werden Kinder die Bauteile ihrer Spielzeuge künftig mit dem 3D-Drucker selbst produzieren und dann damit spielen?

P. H. B.: Die Entwicklung in solchen Bereichen schreitet sehr schnell voran. Deswegen ist es schwierig vorherzusagen, was in Zukunft möglich und machbar sein wird. Gegenwärtig ist es aber noch nicht möglich, mit 3D-Druckern unser Spielzeug in gleicher Qualität und Funktionalität selbst zu produzieren. Im Übrigen benutzen wir aber in der Entwicklungsabteilung ein ähnliches Verfahren, um vor der Serienproduktion einen Prototypen unseres Spielzeugs herzustellen.

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