Spielwarenmesse 2024: Ich war dabei!

Teil 1

Ganz unterschiedliche Ziele verfolgen die Fachbesucherinnen und Fachbesucher mit ihrer Geschäftsreise ins Messezentrum Nürnberg. Was sie suchen und was sie antreibt, verraten sie in Teil 1 der Spielwarenmesse-Besucherportraits.

Von Peter Budig

Die Messe macht‘s möglich: Varinder Juneja (li.) und Satnam Grover treffen sich und begegnen internationalen Partnern. Foto: © Peter Budig

Varinder Juneja und Satnam Grover

aus West Delhi, Indien und Enfield, UK

Varinder Juneja und Satnam Grover sind „old buddies“ mit viel Managementerfahrungen in Vertrieb und Logistik. Sie gründeten ein eigenes Beratungsunternehmen, mit dem sie inzwischen ein 22-köpfiges Team beschäftigen. Es geht um „Business solutions“ in den Bereichen internationale Logistik, Vertrieb und Finanzen. „Wir nutzen die Messe vor allem um neue Kontakte zu knüpfen. Wir wollen verstärkt Start-ups unterstützen“, so Satnam Grover, der die Messe seit 2015 besucht.

 

Karin Leeb (li.) und Simone Rathmayr, zuständig für neue Ideen und pfiffiges Design bei Werbemitteln. Foto: © Peter Budig

Karin Leeb  und Simone Rathmayr

aus Wallern/Österreich, HSW Werbemittel

HSW Werbemittel aus Oberösterreich beliefert vor allem große Handelskunden (Banken, XXLutz …) mit individuell auf diese zugeschnittenen Werbeartikeln. Für den Einkauf sind Karin Leeb (li.) und Simone Rathmayr auf der Spielwarenmesse. „Wir suchen neue Ideen, neue Hersteller, attraktive, optisch ansprechende Geschenkideen. Und wir halten den Kontakt zu bewährten Lieferanten“, so Leeb.

 

Shabbir Terai; vor einer „Balloon“-Wand in Halle 9. Foto: © Peter Budig

Shabbir Terai

aus Malaysia

Shabbir Teraiinspiziert das große Angebot an Luftballons auf der Spielwarenmesse genau. Er kauft weltweit Ballons auf, um sie vor allem in Malaysia, Thailand und Italien in großem Stil zu vertreiben. Inzwischen hat er das Sortiment um „Accessoires, Deko und Druckartikel erweitert. Und das ist es, worauf mein besonderes Augenmerk in diesem Jahr gerichtet ist. Außerdem wollen wir verstärkt Events ausfindig machen und beliefern“, erläutert er seine Wachstumsstrategie.

 

Messezeit ist Kommunikationszeit. Britta Meyer, NRW. Foto: © Peter Budig

Britta Meyer

aus Meerbusch

Britta Meyer ist in dreierlei Mission auf der Spielwarenmesse 2024 unterwegs: Als selbstständige Handelsberaterin und ERFA-Moderatorin ist sie auf der Suche nach neuen Mitgliedern für die ERFA-Gruppen im Kontext der Verbundgruppen idee+spiel und EK servicegroup. Als Verlagsleiterin von BuchMarkt: Das Ideenmagazin für den Buchhandel sondiert sie die Messestände der Spieleverlage für das Spiele-Booklet 2024/2025 für den Buchhandel. Schließlich ist sie mit zwei Händlerinnen als Perlentaucherin  unterwegs und hat Inspirationen für Einzelhändler zum Thema Warenpräsentation im Gepäck: „Unsere Idee ist eine Tauchschule für verborgene Schätze im stationären Einzelhandel – also in Deinem Geschäft.“ Bei so viel Unternehmergeist ist es nachvollziehbar, dass sie mit einem dicken Kalender nach Nürnberg fährt, viele Händler und Hersteller trifft, Veranstaltungen im Toy Business Forum besucht und außerdem dem Zufall der Begegnung eine Chance lässt.

Foto: © Peter Budig

Catherine McCann 

aus London, UK

Catherine McCann und ihre Kollegin sind Einkäuferinnen für John Lewis & Partners. Die britische Marke mit hochwertigen Kaufhäusern ist im Vereinigten Königreich tätig. Ihre Interessen sind weit gefächert, „Wir halten im Prinzip Ausschau nach Neuem und Originellem in allen Hallen, Spielzeug, Sportequipment, Schreibwaren, Brettspiele …“, erläutert Catherine McCann, die seit Jahren die Spielwarenmesse besucht.

 

Frank Heeren und Stephan Rink sind Spieleverleger aus Hessen. Foto: © Peter Budig

Frank Heeren und Stephan Rink
aus Hofheim-Wallau, Hessen

Der studierte GeophysikerFrank Heerenhat 2012 den Feuerland Spiele-Verlag gegründet.Sein Mitarbeiter Stephan Rink, „Mädchen für alles“ bei Feuerland, begleitet ihn auf die Spielwarenmesse 2024. Feuerland ist bekannt für Kenner- und Expertenspiele. Das Brettspiel „Arche Nova“ hat sich zum Best- und Longseller entwickelt. „Wir sind hier, um internationale und nationale Partner zu treffen und allgemein den Spielemarkt zu beobachten. Ein bisschen Konkurrenzrecherche gehört auch dazu. Selbst haben wir aber in diesem Jahr keinen Stand. An den Abenden finden Termine und Kontakttreffen statt“, so Heeren.

 

Michelle Shaw trifft Entscheidungen für den Einkauf bei „Urban Outfitters“. © Peter Budig

Michelle Shaw

aus London

Michelle Shaw ist Einkäuferin bei Urban Outfitters. Das Unternehmen betreibt in Deutschland und in UK Stores und Websites und beschreibt sich selbst als „Kette mit trendigen Kleidungsstücken und Accessoires im Hipster Stil“. Ganz wie es sich im schicken Outfit von Michelle Shaw wiederfindet. „In diesem Jahr ist mein Augenmerk auf Spiele, elektronische Spiele, Plüsch und Geldbörsen gerichtet. Ich scanne die Trends, um später die richtigen Entscheidungen zu treffen“, erläutert sie.

 

Über den Autor:

Peter Budig hat Evangelische Theologie, Geschichte und Politische Wissenschaften studiert. Er war als Journalist selbstständig, hat über zehn Jahre die Redaktion eines großen Anzeigenblattes in Nürnberg geleitet und war Redakteur der wunderbaren Nürnberger Abendzeitung. Seit 2014 ist er wieder selbstständig als Journalist, Buchautor und Texter. Storytelling ist in allen Belangen seine liebste Form.

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