Branchenfokus bei Expansionsaktivitäten asiatischer Retailer
Asiatische Brands zeigen sich weiterhin expansiv in deutschen Innenstadtlagen. Neuester Markteintritt ist hierbei das südkoreanische Label Moida K-Beauty über rund 1.200 Quadratmetern in der Spitalerstraße 10 in Hamburg. Dies ergibt eine aktuelle Analyse asiatischer Retailer in Deutschland von BNP Paribas Real Estate.
Spiel- und Konsumgütermarken im Fokus
Auffallend ist vor allem, dass sich die Branchenschwerpunkte der Vermietungen und Eröffnungen über die vergangenen Jahre hinweg immer sehr geclustert präsentiert haben. Während in der Zeitspanne zwischen 2020 und 2024 in erster Linie Automarken (Polestar*, Vinfast, Lynk & Co., Nio, BYD/Denza) und Unterhaltungselektronikkonzerne (Xiaomi, Huawei) im Fokus standen, sind es seit 2025 überwiegend Spiel- und Konsumgütermarken (Miniso, Pop Mart) sowie vermehrt Beauty-Unternehmen (z. B. Moida K-Beauty), die zunehmend ins Blickfeld rücken.
Darüber hinaus hat der japanische Fashion-Riese Uniqlo wieder damit begonnen, sein Filialnetz zielgerichtet in den Top- und zuletzt auch in führenden B-Städten zu verdichten (u. a. im Messehaus am Markt in Leipzig). Top-Städte stehen aber auch insgesamt bei asiatischen Retailern hoch im Kurs: Beachtliche 75 Prozent der Abschlüsse der asiatischen Akteure seit 2017 entfielen auf die A-Standorte. Weitere 19 Prozent wurden in B-Standorten getätigt, die übrigen Städte kommen dagegen lediglich auf sechs Prozent. "Auch für den weiteren Jahresverlauf 2026 ist davon auszugehen, dass vermehrt Nachfrage-Impulse von Retailern aus dem asiatischen Raum ausgehen werden. Ob dabei neue Markteintritte vermeldet werden können oder die bereits etablierten Marktteilnehmer zusätzliche Shops eröffnen, bleibt derzeit noch abzuwarten", fasst Christoph Scharf, Geschäftsführer der BNP Paribas Real Estate GmbH und Head of Retail Services, seine Einschätzungen zusammen.
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