Brettspielklasse zeichnet Bohnanza mit Preis aus
Schülerinnen und Schüler der Brettspielklasse in Hamburg haben das Kartenspiel Bohnanza (Amigo) im Rahmen der Spieleveranstaltung Brett Hamburg mit ihrem eigenen Spielepreis, dem Horner Spielestern 2026, ausgezeichnet.
Die Idee einer Brettspielklasse entstand vor rund 12 Jahren an der Stadtteilschule Horn. 2023 ergab sich dann die Möglichkeit, eine echte Brettspielklasse zu gründen. Im Schuljahr 2024/2025 startete die Klasse und das Interesse war riesig. 24 Schülerinnen und Schüler nehmen einmal wöchentlich an der notenfreien Doppelstunde teil, um gemeinsam Spiele zu lernen. Die Schülerinnen und Schüler präsentieren ihre Lieblingsspiele außerdem auf Spielemessen und erklären sie dort auch Erwachsenen.
Aus dieser intensiven Beschäftigung mit Spielen entstand schließlich der Horner Spielestern. Die Kinder stellten sich die Frage, warum eigentlich nur Erwachsene Spielepreise vergeben. Sie entwickelten eigene Kriterien und wählen seitdem selbst Spiele aus, die sie besonders überzeugen. Dabei zählt nicht, welches Spiel Erwachsene für besonders pädagogisch wertvoll halten, sondern die Perspektive der Kinder: Macht das Spiel Spaß? Wird es freiwillig immer wieder gespielt? Funktioniert es mit unterschiedlichen Kindern? Bleibt es auch nach mehreren Partien interessant? In diesem Jahr fiel die Wahl auf Bohnanza von Uwe Rosenberg – ein Spiel, das bereits 1997 erschienen ist und laut Klassenlehrer Markus Zimmermann trotzdem auch heute noch eine junge Generation begeistert.
Der Horner Spielestern steht damit stellvertretend für das, was die Brettspielklasse ausmacht: Erwachsene schaffen den Rahmen, aber die Kinder übernehmen Verantwortung, treffen Entscheidungen und gestalten selbst. Sie sollen nicht einfach bespielt werden, sondern durch das Spielen zunehmend selbstständig werden.