Menu

Deutsche Alltagsmarken verschlafen die Gaming-Kultur

Eine Studie der Marktforschungsplattform Appinio und der Gaming-Agentur MYI Entertainment deckt eine massive Marktlücke auf: Während Gamer im Alltag bereits intensiv bei Marken wie dm oder Rossmann einkaufen, fühlen sie sich von diesen in ihrer Leidenschaft kaum abgeholt. Der MYI Gaming Index zeigt: Authentizität schlägt Reichweite – und viele Branchenriesen agieren noch als Marketing-Touristen.

Wer heute nach Daten zum Thema Gaming sucht, erfährt meist alles über Alter und Plattformen. Doch der MYI Gaming Index schließt die Lücke zwischen reiner Reichweite und echter kultureller Einordnung. Dafür wurden über 70 Marken aus acht Branchen entlang der Dimensionen „Gaming Awareness“ (Sichtbarkeit) und „Gaming‑Verankerung“ (Glaubwürdigkeit) vermessen.

Zwischen Benchmark und Blue Ocean

Die Analyse zeigt deutliche Unterschiede in der Reife der Branchen:

  • Energy Drinks & Softdrinks:Angeführt von Red Bull (eine positive Bewertung von 81,4 %) setzt diese Branche den Goldstandard für organische Verankerung.
  • Elektronik & Hardware: Marken wie Samsung oder Sony sind fest im Setup der Gamer integriert und genießen eine natürliche Relevanz.
  • Drogerie & Beauty:Der „Blue Ocean“ der Studie. Trotz höchster Sympathiewerte (dm: 77,6 %) und enormer Kaufquoten (75,8 %) wird die kulturelle Präsenz bei 41,2 % der Gamer als nicht vorhanden wahrgenommen.
  • Energieversorgung: Marken wie E.ON sind zwar bekannt, finden aber in der Gaming-Wahrnehmung (12,6 %) faktisch nicht statt.

Weitere Informationen