Deutsche Post bringt Kult-Schaf Shaun als Briefmarke
Shaun das Schaf, Hütehund Bitzer und die ganze Schafherde aus der beliebten Kinderserie sind jetzt auf einer Briefmarke verewigt. Hoch über Bonn ist sie entstanden, in der 31. Etage des Post Towers. Hier sitzt Jennifer Dengler an ihrem Rechner und designt schon seit zehn Jahren Briefmarken. Shaun das Schaf gehört zur Briefmarkenreihe Helden der Kindheit. Als die 42-Jährige selbst ein Kind war, gab es Shaun allerdings noch gar nicht. Und trotzdem liebt sie das Tierchen. "Wir haben uns für Shaun das Schaf entschieden, weil es für uns ein Sympathieträger ist", sagt sie.
In Deutschland kennt man Shaun das Schaf vor allem aus der Sendung mit der Maus. Das Besondere an der Serie: Es gibt keinen Sprechertext, sondern nur Geräusche und Laute. Text braucht es offenbar auch nicht, denn sowohl Erwachsene als auch Kinder verstehen und lieben die Abenteuer des Kult-Schafs.
Die Heimat von Shaun und seinen Bauernhof-Kumpels ist in England bei Aardman Animations. In liebevoller Handarbeit werden die Tierchen aus Knetmasse erbaut, bewegt und als einzelne Sequenz aufgezeichnet. Jetzt ist das Schaf mit seinen Kumpels als 95-Cent-Briefmarke zu haben. Doch der Weg von der Idee zur Briefmarke war lang. Ein Jahr dauerte die Fertigstellung. "Bei Shaun das Schaf hab ich sicherlich um die 40 Entwürfe mit unterschiedlichen Szenerien entworfen, mit ganz unterschiedlichen Gruppenposen", so die Designerin.
Das Ganze wurde am Ende einem 15-köpfigen Gremium vorgelegt. Darin sitzen unter anderem Mitglieder der Post und des Bundesfinanzministeriums. Die Entscheidung sei aber offenbar in diesem Fall nicht schwer gefallen, sagt der Leiter der Frankierung bei der Post AG, Benjamin Löwen. “Weil Shaun einfach für sich selbst spricht: Er ist humorvoll, er findet kreative Lösungen, er bringt Menschen zusammen und diese Botschaften passen sehr gut zu einer Briefmarke.”