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DFB schließt Millionen-Deal mit US-Firma für Sammelalben

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat eine neue, millionenschwere Vereinbarung für die Distribution von Sammelkarten, Stickern und Kartenspielen unterzeichnet. Ab 2031 wird die US-Firma Fanatics mit ihrer Tochtergesellschaft Topps die begehrten Sammlerartikel für die Nationalteams der Männer und Frauen herausbringen.

Offizielle Angaben zur Vertragsdauer oder zur finanziellen Höhe gibt es nicht. Jedoch berichtet die Bild-Zeitung, dass die Kooperation auf lange Sicht geplant ist. Der Vertrag soll demnach mindestens zwei WM-Zyklen abdecken. Das schließt die EM 2032 in Italien und der Türkei, die WM 2034 in Saudi-Arabien sowie die noch unbestimmte Europameisterschaft 2036 und die Weltmeisterschaft 2038 mit ein.

Henning Wegter, Direktor Partnerschaften und Vertrieb beim DFB, zeigt sich euphorisch: „Der DFB freut sich sehr über die Partnerschaft mit Fanatics im Bereich Sammlerstücke. Dies markiert ein aufregendes neues Kapitel unserer Zusammenarbeit.“ Er stellt den Fans „unglaubliche Innovationen, die den Stolz und die Tradition des deutschen Fußballs widerspiegeln“ in Aussicht.

Der US-Konzern Fanatics soll künftig offizieller Lizenzpartner des DFB für Sammelkarten, Sticker und Sammelkartenspiele werden. Produziert werden soll das Ganze unter dem Label Topps, das Fanatics bereits 2022 übernommen hatte. Für viele Fans ein Bruch mit einer langen Gewohnheit, weil Panini-Sticker über Jahrzehnte fest zur deutschen Nationalmannschaft und zu großen Turnieren gehörten.

Für den DFB geht es dabei vor allem um wirtschaftliches Wachstum. Das Lizenzgeschäft hat in den vergangenen Jahren deutlich an Bedeutung gewonnen. 2021 lagen die Einnahmen laut Bericht noch bei 7,5 Millionen Euro, im Jahr der Heim-EM 2024 bereits bei 17,4 Millionen Euro. Mit Fanatics und Topps will der Verband offenbar weiter in diesen Markt investieren.

Topps steht dabei für ein anderes Sammelmodell als die klassische Panini-Kultur. Im Fokus stehen stärker Trading Cards, seltene Karten, limitierte Editionen und potenziell wertvolle Sammlerstücke. Der Anbieter arbeitet bereits mit der Bundesliga, der Champions League sowie großen US-Ligen wie NBA und NFL zusammen. Für den DFB wäre es der nächste große Traditionsbruch nach dem Ausrüsterwechsel von Adidas zu Nike.

Quellen: dpa / Tibuna.com

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